ID#88

07.10.2026

Nikolaus Sühr, Kasko.io: KI im Industriegeschäft ist Chefsache – ID #88

Digitalisierung hieß in der Versicherungsbranche lange Standardisierung. Das Individual- und Industriegeschäft blieb außen vor. Nikolaus Sühr, Gründer von Kasko.io, erklärt, warum sich das mit KI jetzt ändert, warum KI eine Führungsaufgabe und kein IT-Projekt ist und wie Versicherer das implizite Wissen ihrer besten Underwriter nutzbar machen können.

Im Gespräch: Nikolaus Sühr, Benjamin Zühr
Länge: 80 Minuten

Transkript

Benjamin Zühr   1:13
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Industrieversicherung Digital. Nach einer längeren Pause freue ich mich heute ganz besonders, dass nicht nur ich den Podcast aufnehme, sondern einen super spannenden Gast bei mir habe: Nikolaus Sühr, Nik.
Herzlich willkommen.


Nikolaus Sühr  
1:37
Hi Benny, freut mich.


Benjamin Zühr  
1:40
Ja, danke, danke, dass du die Zeit nimmst. Wir haben uns ja letztens kennengelernt beim MGA Event in Hamburg, Hamburg meets London, und ja, letztendlich fand ich es super spannend, was du da erzählt hast. Einerseits


Nikolaus Sühr  
1:47
Ja.


Benjamin Zühr  
1:56
kommst du ja, hast du ja ’ne lange Versicherungshistorie, obwohl du noch relativ jung bist und also sowohl familiär als auch jetzt was Eigenes aufgebaut. Aber du bist natürlich auch jemand, der sich sehr, sehr stark mit doch innovativen Themen auseinandersetzt und.
Eigentlich würde ich mich freuen, wenn wir heute genau diese 2 Themen und diese 2 Erfahrungen, die du bisher machst in der Branche, mal so ein bisschen auseinandernehmen und mal gucken, was vielleicht auch andere davon lernen können.
Und vielleicht können wir uns gegenseitig noch ein paar Sachen erzählen, die wir noch nicht voneinander wissen.


Nikolaus Sühr  
2:29
Mhm.
Ich hoffe.
Ich hoffe, wie wollen wir anfangen?


Benjamin Zühr  
2:37
Ich würd sagen, stell dich doch mal vor. Sag doch mal ein bisschen was zu dir. Woher kommst du? Was machst du genau?


Nikolaus Sühr  
2:43
Ja, ja.
Also genau, Nikolaus oder Nick Sühr wohnen hier in Hamburg, 42 verheiratet, zwei kleine Töchter.
Hab vor 11 knapp 12 Jahren die Firma Kasko gegründet, mit dem Ziel seinerzeit einen Assekuradeur im Affinity Bereich aufzubauen, also so Plattformen und Versicherer zusammenzubringen, über eine Plattform abzuwickeln.
Sind dann reingerutscht in das Thema.
Insurance as a Service oder InsurTech as a Service, weil viele unserer Partner, auf die wir zugegangen sind, mit Vertriebsopportunitäten sagten, wir können unsere bestehenden Vertriebs oder Produktopportunitäten nicht bewirtschaften, weil Kernsystem ist alt und
Busy oder es wird ein Replatforming gemacht auf Guidewire, wie auch immer, also mehr im Retail-KMU-Bereich seinerzeit.
Und haben daraus dann ein Technologiethema in dieser mit ein bisschen Plattform-Fees, Konfiguration und so weiter gemacht, davor.
Komme ich in der Tat, mein Vater hat einen Assekuradeur für Oldtimer gemacht. Ich habe deswegen in England Versicherungen und Risikomanagement studiert. Bin dann zunächst im Industriemakler bei der Funk-Gruppe. War eine super Zeit, Hendrik Löffler, Jörg Hildegard.
Und war sehr vertriebsnah.
bin dann ins Familienunternehmen gegangen, um die so die Nachfolge anzutreten, aber hatte mehrere Gründe. Im Kern war es so, dass die mich nicht gebraucht haben. So, also hätte ich nicht den Nachnamen gehabt, hätten die mich auch nicht eingestellt.
Und so die ganzen Ideen, die ich da irgendwie so hatte, die waren jetzt nicht die Ideen, die der Laden braucht, weil die hatten seinerzeit mit 33 Monaten Antragsrückstau zu kämpfen. So, so, das so, jetzt kannst du natürlich sagen, ey, wie doof sind die Prozesse oder sagst du, wie geil ist der Vertrieb, ne, also wahrscheinlich


Benjamin Zühr  
4:43
OK, well.


Nikolaus Sühr  
4:52
mich ist da irgendwie, ich habe lieber 3 Monate Antragsrückstau als ’ne geile Plattform, wo kein Traffic rüberläuft. Was mich dann auch zu der Brücke schlägt, warum wir neben Plattformthemen dann andere Sachen, also uns jetzt nicht nur der Neugierde halber, sondern auch der nur aus der Not heraus,


Benjamin Zühr  
4:59
So ist es.


Nikolaus Sühr  
5:11
Wir, wie alle anderen im Markt, also Versicherer und Insurtechs, haben halt gemerkt, dass nur ein digitales Produkt, selbst wenn das zehnmal günstiger, schneller, besser, wie auch immer ist, garantiert noch keinen Vertriebserfolg. Also, du ziehst einen.
Du reduzierst einen Engpass. Der ist ein echter Engpass. Produktentwicklung mega teuer, megalangsam, kostet ein Schweinegeld, reduziert deine Vertriebsopportunitäten. Also reduzierst du jetzt sozusagen den technischen Teil.
Damit hast du aber noch nicht den vertrieblichen und den Produktentwicklungsteil beschleunigt, weil der ist ja nicht schneller als er sein muss.
Das ist sozusagen das, wo wir dann immer vermehrt reingezogen worden sind, weil wir in unserem Vertriebsansatz neue Sachen gemacht haben und nicht Kernsystemtransformation, weil wir das auch nicht konnten. Das war nicht unser Hintergrund.
Das war auch nicht glaubhaft. Da sind wir mittlerweile nach zwölf Jahren ein bisschen besser aufgestellt, aber seinerzeit und ein.
Technischer Prozess braucht halt einen Nutzer, den der diesen nutzt und da wir viel über Produkte braucht, es auch ein gescheites Produkt und einen guten Vertriebszugang. Und diese Sachen sozusagen zusammenzubringen, das ist so ein bisschen unsere Welt zu schauen, wie bringe ich eigentlich Vertriebszugang, Produkt.


Benjamin Zühr  
6:18
Russisch.


Nikolaus Sühr  
6:32
technischen Prozess sinnvoll zusammen, ohne bestehende IT oder sonstige Prioritäten in Frage zu stellen. Genau, das ist so ein bisschen mein mein mein Hintergrund und ich führe einfach viele viele Gespräche und versuche das zu verstehen und überlege mir von außen,
wissen, wie man Sachen nach nach vorne bringt und bekomme dann sehr offenes Feedback und dadurch lerne ich und das treibt mich an.


Benjamin Zühr  
7:01
Mhm.
und sag noch mal ganz kurz, um das noch ’n bisschen konkreter zu machen. Also, Kasko ist Assekuradeur, hat das ja eben gerade gesagt, und hängt zwischen der dann klassisch zwischen der Maklerwelt und der Versichererwelt und die Produkte baut ihr OK du du ah OK jetzt können die Gäste das natürlich nicht sehen, aber OK.


Nikolaus Sühr  
7:20
Nee, ich, ich habe es einfach schlecht erklärt. Also, wir sind als Assekuradeur gestartet, den haben wir dann wieder eingestampft, weil wir den nicht brauchen. Wir sind sozusagen in das technische Thema, also ich habe höchsten Respekt vor Leuten, die Vertriebszugang.


Benjamin Zühr  
7:22
Uh.
Ja, OK. Ah, OK.


Nikolaus Sühr  
7:34
Haben und den produzieren und wir agieren momentan als Technologie und Beratungs.


Benjamin Zühr  
7:35
Mhm.
OK.


Nikolaus Sühr  
7:43
Player, so ein bisschen, wobei wir das Thema Beratung auch vermehrt.
sozusagen über den Zaun werfen, in KI-Agenten versuchen oder in KI-Prozesse zu zu industrialisieren, weil wir gar nicht die Tagessätze verkaufen wollen, sondern wir wollen halt einfach gescheit, dass es funktioniert.


Benjamin Zühr  
8:04
Mhm.


Nikolaus Sühr  
8:04
Und wir haben dann und daraus auch aus diesem MGA Event, wir sind in ein anderes Thema reingestolpert, weil wir seinerzeit in London gegründet haben, da waren wir noch Teil der EU.


Benjamin Zühr  
8:18
Mhm.


Nikolaus Sühr  
8:20
haben, sind wir einen sehr komplizierten regulatorischen Prozess durchgelaufen. Also es ist wirklich 12 Monate und das ist was anderes als hier irgendwie IHK Vermittler Lizenz. Und wir haben ein zweites Standbein neben Technologieberatung und das ist.
EU Market Access. Wir haben sehr, sehr viele englische Kunden, die durch Brexit, auch ein paar amerikanische Kunden, EU-Zugang haben wollen und denen durch eine deutsche Lizenz mit Freedom of Services organisieren. Und da haben wir ’nen Compliance Modell draus entwickelt.
worüber wir sehr, sehr viele sehr, sehr spannende Kunden, also ich finde Industriegeschäft intellektuell spannender als Retail-Geschäft und darüber haben wir da wieder ’nen Zugang und gucken jetzt, wie wir mit KI, weil jetzt die Technologien, glaube ich, einen Maturitätsgrad erreicht haben,


Benjamin Zühr  
9:02
Mhm.


Nikolaus Sühr  
9:13
Den du mit klassischen Coding, No Code, Low Code Standardisierungsthemen einfach hattest du keine Daseinsberechtigung meines Erachtens im Industriebereich.


Benjamin Zühr  
9:22
Mhm.
Sagten, bevor wir quasi, also du hast ja eben das Thema KI schon aufgegriffen und es wird nachher ja auch ein ganz großer Schwerpunkt sein, worüber wir sprechen, weil es einfach der Wahnsinn ist, was da gerade passiert, bevor wir da aber hingehen.


Nikolaus Sühr  
9:34
Ich hoffe.
Irre.


Benjamin Zühr  
9:40
Also zumindest meine persönliche Erfahrung ist auch, kommend ja aus der Maklerwelt, dass das Thema Digitalisierung bisher also eigentlich im Versicherungsbereich schwerpunktmäßig nur im KMU Bereich oder ja SME Bereich und und im Privatbereich
stattgefunden hat und eigentlich Standard, Entschuldigung, Digitalisierung immer mit Standardisierung gleichgesetzt wurde. Also das, das war so, ist so meine persönliche Erfahrung und und also man liest extrem viel, was so alles an Initiativen in den letzten Jahren gestartet ist, ob.


Nikolaus Sühr  
10:07
Ja.


Benjamin Zühr  
10:17
Was daraus geworden ist, kann ich in Teilen gar nicht beurteilen. Ich glaube, aber es sind auch viele Initiativen am Ende gescheitert, weil sie vielleicht zu groß gedacht wurden oder sonst was. Aber ich würde mich für deine Sicht da noch mal drauf interessieren, weil letztendlich du natürlich auch als.


Nikolaus Sühr  
10:31
Ja.


Benjamin Zühr  
10:33
also Geschäftsführer und Co-Founder, da natürlich vielleicht auch noch mal ’ne ganz andere Erfahrung gemacht hast, auch flexibler in den Markt agieren musstest und also wie, wie hast du denn das Gefühl, hat sich das Thema Digitalisierung in den letzten Jahren im im Versicherungsbereich und da gerne auch vor allen Dingen bezogen auf Industrie
Und komplexeres Gewerbegeschäft entwickelt.


Nikolaus Sühr  
10:54
Also, ich glaube, zunächst einmal habe ich enorme Hochachtung vor den Kollegen und Kolleginnen, die.
So ein, die ist ja nicht Scherbenhaufen, aber die diese gewachsene technologische Infrastruktur, die enorm komplex, schlecht dokumentiert, funktionabel, riesige Integration, Funktionsumfänge entwickelt haben.
irgendwie im Zaum zu halten. Das ist überhaupt kein einfaches Problem, kein einfaches, keine einfache Herausforderung. Und in einer Welt, die bis vor keine Ahnung, 12 Monaten noch so war, dass
Softwareentwicklung extrem teuer war.
Weil du die Talente waren teuer und die Anpassungen waren aufwendig, so dass du halt dir überlegen musstest, ich bau jetzt eine Brücke und dann brauche ich aber Traffic über die Brücke, damit sich die Brücke rechnet und damit hast du diese.
diese sehr mächtigen technologischen Assets, wie auch immer die aufwendig waren zu zu bauen und zu bewirtschaften, halt auf solche Prozesse, die du irgendwie da in einer hohen Frequenz durchhalten konntest, weil es im Prinzip Fabriklogik. Ja, so ist ganz einfache Skalenlogik.


Benjamin Zühr  
12:13
Mhm.


Nikolaus Sühr  
12:15
Und das war genau das, was wir mit den Mitteln, die uns zur Verfügung standen, tun müssen. Das heißt natürlich im Industriebereich.
Wo die Risikolage, die Informationslage, die Informationsbeschaffungslage sehr, sehr heterogen ist. Ich habe unterschiedlichste Teilnehmer.
war das nie, also konntest nicht die Lösung bereitstellen und du konntest dadurch, dass du gar nicht so viel Frequenz auf dem Thema hattest, konntest dir halt auch ein anderes Bewirtschaftungsmodell leisten, weil es einfach günstiger war. Es war einfach günstiger, Faktor Mensch dazwischen, riesige Excel-Tapeten, Word und so weiter.
damit warst du einfach besser und in irgendwelche komischen Datenbanken und Sachen zusammenziehen. Und damit war sozusagen in der Mitte dann, sei es der Maklerbetreuer auf der einen Seite oder der Risikomanager auf der Versicherer auf der Kundenseite oder der Underwriter auf der Versichererseite. Das war das.
marktwirtschaftlich effizientere und logischere Modell. Das verändert sich jetzt durch KI und da gibt es glaube ich sehr, sehr coole Ansätze, die einfach funktionieren.
Genau.


Benjamin Zühr  
13:36
Ja, OK, perfekt, springen wir direkt rein, einfach funktionieren. Weil, wie funktioniert das denn? Also, ich les viel von Proof of Concepts, ich les viele viel davon, dass mittlerweile ja eigentlich jeder Mitarbeiter, egal ob beim Makler oder beim Versicherer oder MGA, irgendwie Zugang zu irgendeinem
einer wie auch immer gearteten AI hat. Aber ist das jetzt die Lösung oder ist das eigentlich ist das also wie wie ist da eure Erfahrung, welche Erfahrung macht ihr, ab wann hilft KI wirklich?


Nikolaus Sühr  
14:11
Ja, also ich glaube.
Das
Also, ich glaube, dass KI, nehmen wir vielleicht, sind es so 3 Ebenen. Also, es gibt vielleicht so die individuelle Produktivität. Es gibt dann einzelne Prozesse und dann gibt es wirklich eine Transformation im Unternehmensbereich.


Benjamin Zühr  
14:27
Mhm.


Nikolaus Sühr  
14:35
Dritte Ebene sind die wenigsten Unternehmen, komme ich auch drauf gleich. Ich glaube, die individuelle Ebene, individuelle Produktivität, Chatbots et cetera, da hast du durch die enormen Sprünge der Modelle kannst du mit relativ wenig Aufwand technischer Seite


Benjamin Zühr  
14:38
Mhm.


Nikolaus Sühr  
14:55
Kannst du Individuen produktiver machen? Da hast du dann eher einen Change-Aufwand, den du sozusagen eingehen musst, der nicht.
Zu vernachlässigen ist, aber grundsätzlich glaube ich, muss es schon müsste.
Stickst du mit ein bisschen Schulung und irgendwie Chatbots, kriegst du den Laden irgendwie ein bisschen voran. Das muss ich eigentlich rechnen. Du kriegst ihn aber irgendwie nur so ein bisschen voran und dann hast du so deine deine Verteilung von irgendwie die Leuten, die es eh nicht rein, nicht wollen, irgendwie die dann so ein bisschen die paar E-Mails machen und die, die völlig.


Benjamin Zühr  
15:23
Mhm.


Nikolaus Sühr  
15:33
unhinged sind und riesige Python-Scripts sich bauen, die musst du halt eher, glaube ich, irgendwie auf das Thema, bleib mal, bleib mal hier am am Ball, wir müssen hier irgendwie Geschäft machen und nicht uns irgendwen Sachen verewigen. Ich glaube, du hast auch einzelne coole Use Cases, also ich glaube, du kriegst coole
Underwriting Workbenches hin. Ich hatte jetzt mit Leuten neulich saß ich zusammen mit Leuten von Allianz Global und die sagten, die haben eine globale Underwriting Workbench. Daran halten sich dann auch die die Underwriter und die sagen dann halt auch nee, wenn unser Risiko.


Benjamin Zühr  
15:51
Hm.


Nikolaus Sühr  
16:06
Sagt ist X und der Markt will Y. Dann zeichnen wir nicht. Ne, das ist dann sogar fast noch wichtiger zu sagen, war ja auch in Hamburg so, bedarf Bezug. Ne, also wenn du dann doch wieder auf einen weichen Markt preist.


Benjamin Zühr  
16:22
Mhm.


Nikolaus Sühr  
16:22
obwohl du eigentlich sagst, das ist ja, also wenn du die Zyklen sozusagen nicht den Gegenschätz, dann kann dir die Technik auch nicht, auch nicht, auch nicht helfen. Ich glaub, das geht auch. Der transformative Aufwand, also die wirklich selbstlernende Organisation, wo jeder Vorgang


Benjamin Zühr  
16:24
Ich.


Nikolaus Sühr  
16:42
im Sinne von Entscheidung, Inhalt, Veredelung, Qualität, wie auch immer du das aufsetzen willst, der die bestmöglichste Antwort liefert, egal wen du im Unternehmen fragst und sowohl die.
den Standard, den du machst, von unten sozusagen nach oben treibst und das Ceiling, also die Decke, auch immer weiter nach oben treibst. Das kriegen die wenigsten Unternehmen hin, bis gar keiner. Das hat am Ende ist es wie immer, der Fisch stinkt vom Kopf.
Es ist eine Führungsfrage und ich glaube, dass das größte Problem ist, dass viele.
am Ende, dass der CEO technically illiterate ist und meint, dass das, was ihn bisher, also es gibt ja gute Manager, die sagen, ich hole mir gute Leute, die klären das für mich und


Benjamin Zühr  
17:32
Mhm.


Nikolaus Sühr  
17:42
So manage ich. Das Problem ist, du kannst gar nicht beurteilen, ob es gute Leute sind, weil das ja alles neu ist. Und wenn du meinst, dass KI Verantwortung bei deinem CIO oder CTO sitzt, dann hast du einen Führungsfehler gemacht, nicht.
weil der CTO irgendwie doof wär oder der das nicht rein würde oder irgendwie, sondern weil du einen eben nicht ein klassisches IT-Projekt hast, nicht ein klassisches CRM, das gehst du, jeder guckt rein, kommt das Gleiche raus, musst du durchschulen, musst du durchprügeln, wie auch immer, das ist ja schon schwer genug.
die Leute kriegen ja noch nicht mal Kernsystemtransformation sauber hin, weil das schon schwierig ist, jetzt mit einer Technologie, die sehr sensitiv ist zu dem, wer ihr gegenüber sitzt, welchen Kontext du hast, welches Modell du machst, welches Modellupdate du hast, was irgendwie gut bedeutet.
und sich dann auch noch in in Prozessen, wo ja überhaupt noch nicht definiert ist, was gut bedeutet, dann ist das ein Führungsthema und du musst sozusagen von dem Faktor Mensch kommen. Und deswegen sind die Organisationen nicht transformiert, weil ich glaube, dass die
Führungspersonen nicht verstehen, wie sie an das Thema rangehen müssen und meinen, dass sie es mit klassischen Managementmethoden der Delegation und der Ressourcenallokation lösen können. Und ich glaube, das kriegen sie nicht hin.


Benjamin Zühr  
19:08
OK, das also ich glaub, da hast du auf jeden Fall ’n Punkt, weil ich ich auch der Meinung bin und das ist halt ein Phänomen, was man im Markt ja schon seit Jahren kennt. Es wird halt einfach viel geredet und es wird extrem viel geredet.


Nikolaus Sühr  
19:21
Extrem viel geredet.


Benjamin Zühr  
19:24
Aber ich kenne wenige, die sich wirklich intensiv mit AI auseinandersetzen und vor allen Dingen es auch anwenden. Und auch da, ich meine jetzt nicht, ich lasse mir eine PowerPoint oder eine E-Mail schreiben, sondern wirklich mal eine.
keine Ahnung, ’ne kleine Anwendung bauen, mit allem, was dazugehört, um wirklich mal zu sehen, wo sind die Grenzen einer AI heute, wo so und das Ganze transformieren und so verstehe ich dich jetzt auf das eigene Geschäftsmodell. und Und also mein, das was du gesagt hast, ich versuch es mal mit meinen Worten aus, eigentlich also


Nikolaus Sühr  
19:53
Genau.


Benjamin Zühr  
19:59
Du sprichst ja, glaube ich, auch gerne mal von AI first und und und letztendlich ist ist es ja vielleicht genau das, also zu sagen AI first bedeutet nicht ich führe AI ein, sondern ich transformiere mein Geschäftsmodell aus.


Nikolaus Sühr  
20:02
Ja.


Benjamin Zühr  
20:14
Dem Blickwinkel der AI ist das richtig verstanden, oder?


Nikolaus Sühr  
20:18
Ja, also ich bin jetzt, muss man sagen, das ist ’ne ’ne Working Terminologie und das ist sozusagen, ich muss nächste Woche nach, darf ich nach Las Vegas vor Amis. Deswegen hab ich es jetzt mal ’n bisschen stärker formuliert, als es sonst als mein meinem norddeutschen Naturell entspräche. Also mein norddeutsches Naturell wäre eigentlich, lass uns ’ne


Benjamin Zühr  
20:35
Schön.


Nikolaus Sühr  
20:37
Organisation bauen, die sozusagen compounded so, also sehr. In Amerika werde ich jetzt sagen, How to build the superintelligent Company, ne, also auch Pre-Chick, superintelligent Company. Und ich glaube,
Dass der, ich glaube, was ganz, ganz wichtig ist, ist dass eine Führungskraft ein Gefühl dafür entwickelt, was kann ich von dieser Technologie erwarten und was nicht.
Ich zum Beispiel, ich glaube, das kann helfen.
Selber eine Applikation zu bauen, wobei ich da glaube, ich sage, das müsste also das, das kann helfen, so ein Wow-Effekt zu machen. Ich glaube, das ist aber gar nicht notwendig. Ich glaube, dass der wirklich entscheidende Faktor bei einem Versicherer.
nicht die Effizienz-Cases sind. Also und mein mein logisches Beispiel ist, es gibt schon den das Marktbeispiel, dass ein Versicherer günstiger ist als ein anderer. Das gibt es.


Benjamin Zühr  
21:42
Mhm.


Nikolaus Sühr  
21:44
2-3 Prozentpunkte. Ist das transformativ für das Geschäftsmodell? Ich würde sagen, nein.
Also ich hab den Case schon, jetzt arbeiten sie aber alle dran, Schäden zu reduzieren, Schaden Admin Service und ich sag nicht, dass das nicht alles irgendwie auch nervige Prozesse sind und ich glaube im Übrigen auch nicht, dass sie sich schon ehrlich machen, was sie mit der freiwerdenden Kapazität machen, weil am Ende musst du die Leute in
in andere ökonomisch sinnvolle Prozesse reinbringen oder du musst sie halt freisetzen. Was dann wiederum irre negative Auswirkung darauf hat, wenn du deiner Mannschaft halt sagst, wir nutzen KI um euch freizusetzen, dann sagen natürlich nicht alle, ey cool, ich pack jetzt mal mein Wissen in die KI, damit ich hier morgen raus bin.
bin. Also ich, deswegen glaube ich, sind diese Effizienzcases ein bisschen problematisch. Aber ich glaube, der Kernpunkt ist eigentlich aus meiner Sicht für die Anwendung des Managements und dieses Management ist einer der am weitesten und signifikantesten.
zu transformierende oder zu verändernde Bereiche mit KI, weil ein großer Bestandteil einer Managementfunktion ist ja, Informationen zur richtigen Stelle zu bringen, Kontext zu geben, insbesondere so hoch und runter der der Hierarchie und unter Unsicherheit Entscheidungen zu treffen.
Und so weiter.
Das ist natürlich eine Power Power Use Case für KI und ich würde eher sagen, wenn man als Manager für seine Entscheidung nicht mit einem hochperformanten Modell seine Entscheidung durchläuft, challenged.
steelmannt, Recherche macht das dann sozusagen adressatengerecht aufbereitet. Ich glaube, wenn du damit mal anfängst, um dann zu überlegen, einen Schritt zu gehen vom individuellen ins systemische Denken.
Und dann zu sagen: Was mache ich hier eigentlich? Was ist mein Prozess einer Entscheidung? Ich packe Informationen zusammen, ich versuche es zu clustern, ich fasse mir vielleicht in eine Outline. Dann versuche ich, meine einzelnen Argumente zu machen. Dann versuche ich, meine Argumente zu widerlegen. Dann versuche ich, mir Daten zu holen, um diese Argumente zu widerlegen. Dann drehe ich noch mal zurück. Ist das konsistent? Ist das
Es gibt ganz, ganz viele Veredelungsschritte und das ist am Ende Codebaum. Also ich glaube, du kannst, wenn du so ein Wow-Effekt haben willst, dir gerne auch irgendwie was vibe coden. Das ist aber nichts, was du in dein tägliches Geschäft machst.
Ich würde eher dazu einladen, Wissensarbeit zu systematisieren und zu versuchen, seine eigenen impliziten Gedankenmuster näherungsweise in einen Prozess zu kippen, den ich dann
Für mich selber, einer KI und später auch vielleicht einer Person erklären kann und dann fängst du an zu verstehen.
Was hier transferierbar ist und wie du in eine superintelligent Company nämlich bist, indem du dein implizites Wissen im Sinne von Kontext, System, Judgment, Entscheidungen et cetera weitergibst, das reicht. Ich würde sogar weitergehen und sagen.
Ein.
Wenn dein Ansatz ist, dass du von bestehenden Leuten, die ja Herausforderungen, Timelines, Verzielung haben, erwartest, dass sie im selben Moment eine neue Technologie für sich
Sortieren, dass dann also diesen diesen Change Aufwand, die Interaktion mit einer sich auch immer verändernden Technologie sozusagen auf die einzelne Wissensperson überführst.
Dann wird es so scheitern, weil die Leute einfach da an ihre Grenzen stoßen und ich würde argumentieren, das mache ich zum Beispiel, ich interagiere sehr gerne mit KI, aber es gibt Tage, wo ich nicht einmal mit der KI interagiere, sondern nur Sprachnachrichten in mein Unternehmen gebe, weil ich Prozesse und Menschen
KI gestützte Menschen, die hinten dran sind, die dann diese Prozesse veredeln und in einem sozusagen Feedback-Loop mir wieder zuspielen, wo ich dann wiederum Prozesse, Abstraktionsebenen draufbauen muss, weil ich plötzlich von der von dem von dem Output.
Reverse Output sozusagen überrollt werde genau da hab das vielleicht mal so ein bisschen unstrukturiert, wie ich da drüber nachdenke.


Benjamin Zühr  
26:09
Ja, aber es ist ja superspannend, weil letztendlich die Quintessenz ist ja, das Top-Management muss verstehen, was KI kann und was KI nicht kann und es muss es auch dauerhaft immer weiter challengen, weil KI lernt extrem schnell, wird extrem schnell viel besser


Nikolaus Sühr  
26:24
Absolute.


Benjamin Zühr  
26:25
und letztendlich ist das ja eine Riesenchance auch für Unternehmen zu zu gucken, OK, wie kann ich jetzt die nächste Intelligenzstufe wieder positiv für mich einsetzen. Und ich, also so wie ich dich jetzt verstanden habe, ist ja genau dieser Umgang, dieser dauerhafte Umgang, dieses Nutzen.
egal wie jetzt mal, ne. Also ich hatte jetzt ’n Beispiel, ne, du hattest ’n Beispiel, dann ist es halt einfach super wichtig, immer wieder sich mit dem mit dem Thema auseinanderzusetzen, eben eben nicht nur in den Standardfällen, sondern auch wirklich die Grenzen kennenzulernen, zu sagen, OK, bis dahin funktioniert das.


Nikolaus Sühr  
26:59
Yeah.


Benjamin Zühr  
26:59
Und ab da, hm, vielleicht nicht mehr ganz so gut, ja.


Nikolaus Sühr  
27:04
Also, es ist, das ist in genau, ich glaube, und das ist vielleicht.
enorm. Also wenn man noch mal ’ne Ebene tiefer oder ’n bisschen bisschen technischer, jeder hat Zugang zu den Modellen. Jetzt ist das nicht so, alle kriegen die gleiche Antwort. Also wir beide gehen durch die gleiche Frage, kriegen völlig unterschiedliche Antworten. Also das ist auch Blödsinn. Also nicht alles, was auf LinkedIn da irgendwie ist, sehr bunte Männchen rein, graue Männchen raus, totaler Blödsinn.
Also, da kannst du enorm viel, je nachdem, wie wie du mit dem Modell umgehst, kommen völlig unterschiedliche Sachen. Also, wir beide genau die gleiche ChatGPT-Pro-Lizenz oder wie auch immer nutzen oder welches Modell du hast. Aber grundsätzlich, die Modelle, jeder hat Zugang zu diesen Modellen für einen Spottpreis.


Benjamin Zühr  
27:40
Mhm.


Nikolaus Sühr  
27:46
Das Zweite ist, die Agenten, Harnesses, wie auch immer, hat auch jeder irgendwie Zugang und das wird immer zugänglicher. Das, was aber worüber niemand ’ne Antwort hat, ist das, was sonst so ja ist, Kontext. Denken die Leute, ha, es sind meine Daten, ha, ich muss jetzt meine Daten und wenn ich alles irgendwie miteinander verbunden hab,


Benjamin Zühr  
27:58
Mhm.


Nikolaus Sühr  
28:04
dann ist alles fein. Ist natürlich totaler Blödsinn, weil jedes Datum ist nur seine Relevanz, Interpretationsspielraum, hängt natürlich sehr, sehr viel damit zusammen, in welchem Kontext etwas gemacht wird. Und deswegen ist das eigentlich relevante Wissen meines Erachtens nicht das Einzige.
Aber das mitunter relevanteste Wissen ist in den Köpfen der Leute.


Benjamin Zühr  
28:27
Mhm.


Nikolaus Sühr  
28:28
Und jetzt musst du dir halt überlegen, wie du an dieses Wissen rankommst, nicht nur einmalig.
Weil, und das, ich glaube, das musst du spüren, aber intellektuell ist, was passiert, wenn du.
Jetzt haben wir einmal das den Download in die KI und jetzt kriegst du zusätzliche Fälle. Jetzt kriegst du die Fälle in genau dem Veredelungszustand, wie du ihn haben willst, mit all den Daten, die du zusätzlich haben möchtest. Und jetzt fängst du aber an, hast du mehr Rechenkapazität im Kopf und sagst.
warum das könnte ich noch machen oder das könnte ich noch machen. Also, die Leute, die bei dir die Believable Experts sind, sind deswegen believable Experts, weil sie zumindest ’n Teil Neugierde und Qualitätsanspruch hatten, sonst wären sie nicht der Believable Expert auf ihrem Thema. Und wenn du denen immer bessere Arbeitsergebnisse lieferst, werden sie den.
das, was ‚What does good look like‘, den Standard, den sie haben wollen, immer weiter treiben, insbesondere wenn die Kosten dieses Standards bereitzustellen, zumindest wenn dieser einmal definiert wurde, der 0 geht. Und das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Was ist eine AI First Company, es zu verstehen,
dass wir das Wissen, die Entscheidung, die Zielrichtung des Unternehmens laufend in einen Kontext geben müssen, der zunächst anderen Mitarbeitern und Kollegen zugänglich wird. Da ist KI das Substrat, um dann die Basis zu schaffen, damit unsere Agenten mal so richtig loslegen. Aber die meisten ja gar
Gar nicht dafür dafür sind ja gar nicht da bereit, wenn wenn du plötzlich irgendwie 100 zweihunderttausendfach x deinen Output erhöhst. Dafür hast sind die Prozesse viel zu instabil.
Und das wird es nicht. Ne, das mein, das wird es halt eben nicht.


Benjamin Zühr  
30:22
Aber für mich eine vielleicht dahingehend noch weitere Frage ist also meine Erfahrung, also oder AI first.
Ist vielleicht das Vorleben, was es heute noch nicht wird, aber vor allen Dingen auch.
das neu denken. Also, was meine Erfahrung ist, wenn wir in der Vergangenheit über Digitalisierung gesprochen haben, war es ganz häufig so, dass wir manuelle Prozesse versucht haben in eine digitale Welt zu transformieren. Anstatt dass wir die Prozesse


Nikolaus Sühr  
30:51
Ja.


Benjamin Zühr  
30:55
neu gedacht haben und neu gedacht haben mit den Fähigkeiten, die uns in einer digitalen Welt zur Verfügung stehen. Und ich sag mal, AI ist da für mich wirklich next Level. Ich kann mir schon von da würd mich einfach deine Meinung auch vor diesem Hintergrund AI first interessieren.
Wir haben in der Versicherungswelt uns perfekt eine eine Welt geschaffen, die einfach super funktioniert, weil wir halt eher manuell gearbeitet haben.


Nikolaus Sühr  
31:28
Ja.


Benjamin Zühr  
31:29
Wir haben starre Verträge, wir haben relativ starre Bedingungswerke und so weiter und so fort. Die Kommunikation zwischen unseren Kunden, zwischen Kunden, Versicherer, teilweise Makler, Assekuradeur dazwischen ist eher häufig noch traditionell geprägt.
Ähm.
jetzt mal rein aus dieser AI First Brille gedacht. Wenn ich heute einen Versicherer gründen würde, wie würde ich denn das machen, also was würde ich, was würde ich deiner Meinung nach anders machen, weil das ist finde ich die total spannende Frage, die sich halt auch bestehende Unternehmen jetzt fragen müssen und da meine ich nicht nur die, die schon seit 100 Jahren existieren.


Nikolaus Sühr  
31:56
OK, yeah.


Benjamin Zühr  
32:06
Damit meine ich auch die, die im Zweifel erst seit fünf Jahren da sind, weil die auch schon vielleicht Legacy haben. Keine Ahnung.


Nikolaus Sühr  
32:07
Yeah.
Ja.
Genau, also ich finde, das ist ’n ist ’n ganz spannendes, lass das mal durchspielen. Wie würde ich heutzutage einen digitalen Versicherer oder digitalen Assekuradeur oder Makler aufbauen? Eingangs aber auch nur gesagt und das müssen wir, glaube ich, ich lasse niemanden aus der Verantwortung.
Ja, also ja, es ist ein Führungsthema, aber das bedeutet nicht, dass nur weil dein CEO nicht irgendwie einen visionary AI Papst ist, dass du als CTO oder als Führungskraft mit einer eigenen Abteilung hier aus der Verantwortung kommst. Das muss ja am Ende noch mal durchkommen, weil jeder.


Benjamin Zühr  
32:30
Mhm.


Nikolaus Sühr  
32:46
kann sofort anfangen und richtig los. Das ist, das glaube ich, ganz, ganz wichtig, weil der alle sind natürlich immer dabei, dass jemand anders schuld ist. Das ist sofort und jeder ist auch sofort dabei zu sagen, boah, und das wird dann super teuer. Also, es ist erstaunlich,
wie einfach unser Gehirn uns Ausreden parat legt, die uns sehr, sehr logisch darlegen, warum wir jetzt nicht den nächsten Schritt gehen sollten. Also das noch mal, aber zu deiner eigentlichen Frage. Also ich glaube,
Mein zukünftiges Betriebsmodell ist, du hast folgende Funktionen, die du dann auf Menschen verteilen musst. Also, du hast natürlich das ganze Thema und das auf einzelne Aufgaben. Du hast das ganze Thema.
Wo muss ich, wo gehen wir hin, was wollen wir machen, welchen Markt, welchen also bisschen Führung? Das wird auch KI nicht machen, weil du hast irgendwo immer begrenzte Ressourcen, die musst du eine gewisse Richtung bekommen. Du hast dann das Thema Expertise, das ist auf den einzelnen Fachbereich, weil wie, was sieht gut aus, wann, wann ist das Resultat adäquat?
das ist von Recht bis Underwriting bis Aktuariat, was auch immer deine ganzen Funktionen. Dann hast du das ganze Thema Relationships nach außen, nach innen, die gehen gar nicht weg, die sollen auch gar nicht weggehen. Also
das ist einfach, das ist noch zu verkürzt. Und dann hast du aber das Thema Ops, diese ganzen Prozesse müssen immer noch gemanagt werden und selbst wenn alles KI ist, irgendjemand muss die KI-Agenten, du kriegst Sachen zurück, musst du freigeben, das ist immer auf einer weiteren Abstraktionsebene, aber das ist das Gleiche wie
Kopfrechnen, Taschenrechner, Excel, Cat-Modell, irgendeine Turbo Pricing Engine des Todes, keine Ahnung. Ja, also irgendjemand sitzt da immer noch mal drüber und entscheidet, gibt Richtungen, Person in Guard Rails, also das wird auch bleiben und muss.
Die Sachen und dann hast du, glaube ich, die Engineering Function, die wirklich dann anfängt, immer weiter mehr die Automatisierung in probabilistische, deterministische Sachen zu machen. So, das ist das Ding. Wenn du dir jetzt überlegst, was brauchst du für einen Versicherer, also ich würde mal Versicherer weglassen, weil der hat natürlich ganz viele so richtig langweilige Funktionen.
Ich würde es mal mit einem Assekuradeur machen, weil niemand braucht irgendwie noch ein neues Balance Sheet. Lass das mal bitte weg, weil das ist wirklich langweilig. Also, wir haben die, ich glaube, die die Messe ist auch gelesen. Wir hatten genug Balance Sheets, die hocken überall rum, die geben alle ihre Balance Sheets zurück, weil es gibt auch keinen, es gibt auch strukturell keinen Vorteil, sondern eher Nachteil eines kleinen.


Benjamin Zühr  
35:08
Mhm.


Nikolaus Sühr  
35:21
Balance Sheets, einfach aufgrund von Risikoverteilung und so weiter. Also ’n super diversifiziertes Balance Sheet, wenn das nicht so mega teuer mit ihren ganzen ineffizienten Funktionen wäre, wäre ja mega cool. Und das erstmal so als als Arbeitshypothese raus. Also nehmen wir uns den MGA.


Benjamin Zühr  
35:33
Mhm.


Nikolaus Sühr  
35:38
Im Kern brauchst du da natürlich eine Person, die.
Den Kopf, die die Entscheidung trifft.
So, das ist dann halt ein Geschäftsführer, ein Organ. Ich glaube, du brauchst initial, musst du gemeinsam für die relevanten Prozesse Underwriting, Aktuariat, Schaden, Marketing, Vertrieb, schieß mich tot, Technik.
Mal definieren, was sind sozusagen meine Standards? Da brauchst du absolut Erfahrung, weil da kommst du sozusagen von unten mit den Modellen und so weiter. Die verrennen sich. Da brauchst du absolut Erfahrung, aber die brauchst du.
Ich glaub, die Erfahrung brauchst du gar nicht unbedingt dauerhaft. Also, du kannst sehr, sehr gut, wenn du ein eine erfahrene Person hast, die sozusagen Vorgaben et cetera gibt, das initiale Modell Ausnahmen definiert, dann kannst du das sehr, sehr schnell in diesen operativen Layer machen, die dann mit den verschiedenen Modellen aus verschiedenen Datentöpfen sozusagen


Benjamin Zühr  
36:28
Mhm.


Nikolaus Sühr  
36:45
sozusagen das Entscheidungsmodell aufbauen und dann brauchst du eigentlich die erfahrenen Leute auf der inhaltlichen Ebene nur noch um Edge Cases zu beantworten und die Qualität sozusagen zu sichern. Je nach Throughput brauchst du das auch vielleicht 40 Stunden die Woche.
Aber nicht unbedingt. Also, ich glaube, du hast ganz, ganz viele fraktionelle Rollen, wenn du es aufsetzen würdest, und die kannst du dir auch extern einkaufen.


Benjamin Zühr  
37:04
Mhm.


Nikolaus Sühr  
37:14
Und vielleicht gibt es da auch unterschiedliche Sachen, wo es einfach eine gewisse Entscheidung ist, wo du einfach entscheiden musst. Das solltest du im Unternehmen behalten. Und dann gibt es einfach fachliche Themen, wo du sagst: „Ey, jetzt keine Ahnung, wie baue ich jetzt eine Flottenversicherung von Deutschland in die Türkei?“
Da hast du vielleicht mal irgendwie einen türkischen Underwriter, der ein bisschen Erfahrung hat. Würde ich mir jetzt dazu holen.
Ich glaub, was du immer Fulltime haben musst, ist Vertrieb. Das ist einfach zu teuer, das zu externalisieren, also Beziehungen und so weiter. Aber am Ende gehst du durch jede Funktion durch und du trennst Zielrichtung


Benjamin Zühr  
37:40
Mhm.


Nikolaus Sühr  
37:50
Expertise, Durchführung und Qualitätssicherung. Und bei Qualitätssicherung würde ich ist manchmal auch einfach Choice, das ist einfach, du kannst links rum gehen, rechts rum gehen, aber du musst halt irgendwo rum gehen. Und bei dem anderen ist es wirklich
richtige Expertise, da kannst du richtig falsch liegen und das kannst du dir notfalls hinzukaufen auf einen Retainer und so weiter, weil du im Zweifelsfall das sonst sehr, sehr teuer wäre. Also ich glaube, du kannst einen super schlanken und dann hast du natürlich Customer Service, was noch im Prinzip drin bleibt.
Das würde ich auch mit Menschen erstmal machen und du, du besetzt eigentlich dort Menschen dauerhaft, wo du auf der Vertriebsebene bist und wo du was mit Menschen zu tun hast. Und ansonsten kippst du sehr, sehr viel der.
Inhaltlich fachlichen Prozesse rein, hast aber absolut immer Zugang zur Expertise. Ob du das jetzt immer fulltime oder fraktionell extern vorhalten musst, ist am Ende eine betriebswirtschaftliche Entscheidung.


Benjamin Zühr  
38:58
OK, das heißt OK, aber dann genau das ist ja jetzt quasi sehr stark auch die interne Perspektive, die du jetzt einmal aufgemacht hast, also wie so ’ne Organisation letztendlich dann aufgebaut werden könnte. Und du hattest ja vorhin auch schon gesagt, dass natürlich das Ganze, das ist


Nikolaus Sühr  
39:07
Ja.


Benjamin Zühr  
39:13
aktuell viele Effizienz-Cases gibt. Also einerseits nachvollziehbar, weil wir haben weiterhin ja und wir haben auch Fachkräftemangel weiterhin, eine alternde Gesellschaft weiterhin und so weiter und so fort. Und ich sag mal, die Löhne im Versicherungssektor sind ja jetzt in den letzten Jahren auch nicht stark gesunken, sondern eher im Gegenteil.


Nikolaus Sühr  
39:16
Mhm.
Ineffizienzen vorhanden sind.
Ja.


Benjamin Zühr  
39:33
will, also das ist ja schon echt ’n Thema. Trotzdem glaube ich, also würde ich gerne meine Hypothese hier in den Raum stellen und würde gerne deine Meinung dazu wissen. Meiner Meinung nach besteht eine Riesenchance in im Nutzen der KI, nämlich bei der Ausgestaltung von Versicherungsprodukten,
Produkten
und ich könnte mir vorstellen, dass das heutige teilweise digitalisierte Standardgeschäft, was geprägt ist durch starre Tarife und mehr oder weniger einfache
Risikofragen sich mehr und mehr mehr und mehr verdrängt wird durch einen immer stärker werdenden individuellen Ansatz, weil Individualität eigentlich nicht mehr viel Geld kostet und man somit den Kunden, was ja meiner Meinung nach sehr positiv wird.
zukünftig, egal wie groß oder klein er ist, ein sehr maßgeschneidertes Absicherungskonzept hinstellen kann mit Hilfe von AI. Würdest du dem zustimmen oder würdest du sagen, hm, also glaubst du eher nicht dran, Standardgeschäfte bleiben und wir konzentrieren uns jetzt vielleicht auf gewisse andere Themen.


Nikolaus Sühr  
40:46
Also ich.
Ich glaube, man überschätzt das Interesse.
Des Endkunden, also ich würde da mal unterteilen zwischen einem, ich habe ’nen ’nen Endkunden, ich habe ’nen KMU Kunden, KMU, wo der Geschäftsführer Inhaber ist, ich habe irgend und irgendwo kommt das Thema Fremdgeschäftsführung und ich habe irgendwie Industriekunden.
Ich glaube.
Das
Am Ende jede These, zumindest bisher, wo ich eine die Annahme war, wenn der Kunde sich mehr
Mit unserem Produkt beschäftigen könnte, ist er oder sie gewillt, selber Verantwortung für die Entscheidung zu treffen. Die ist, glaube ich, verneint worden bisher. Und am Ende ist es immer, gibt waren es eigentlich immer Delegationsmechanismen.
Häufig war das der persönliche Vertrieb, aber am Ende ist es auch, wäre es jetzt an den KI-Agenten, ob ich denen jetzt vertraue oder es wäre an Check 24 oder wie auch immer, oder an den Makler. Ich glaube, ich würde in jeder Sache immer einmal gegenlaufen. Ist es für den Kunden sehr, sehr einfach,
Die Situation muss eigentlich so sein.
gib mir ’n gutes Produkt. Und nicht OK, hier sind 37 Fragen, die du mir jetzt beantworten kannst. Es kann natürlich sein, hey, hier sind meine ganzen Daten, Informationen, ich pack das alles rein, ich krieg dadurch eine maßgeschneiderte Information oder Empfehlung.


Benjamin Zühr  
42:09
Genau.


Nikolaus Sühr  
42:22
Das glaube ich, kann helfen. Ich würde aber zunächst immer noch meinen, dass dieses du, du kommst.
du kommst irgendwann immer noch an Entscheidungen und Empfehlungen. Also es gibt auch eine KI, auch die Daten können nicht, da gibt es nicht eine Wahrheit Wahrheit oder so, das ist so eine Mär, man denkt, da ist eine Wahrheit und es gibt nur noch
eine Entscheidung, sondern es hat dann unterschiedliche Entscheidungen, weil ja Sachen, es sind ja alles Wetten in die Zukunft, da sind wieder Annahmen, das ist so, es ist so wie mit Anlage, mit Investitionen, es die machen eine gute Investitionsentscheidung, dann sagst du, das kommt halt ein bisschen drauf an, auch wie du damit umgehst und ich glaube, dass.
Das etwas ist, was die Leute gerne abgenommen haben wollen von jemandem, der die an die Hand nimmt. Das kann jetzt natürlich gerne auch der KI-Agent sein.
Bin ja noch gar nicht so weit mit Haftung und so weiter. Sagen wir mal einen Haken dran, dass da irgendjemand haftet.
Ich glaube aber.
dass du mit den bestehenden Versicherungsbedingungen die Sachen relativ gut matchen kannst und
Man ja auch sagen muss, das ist so ein bisschen das Doofe an Versicherungsbedingungen. Die sind ja nicht wie so ein, sind nicht wie so ein Supermarkt, je mehr du drauf packst und dann machst du einfach eine Summe drauf, sondern du hast ja irgendwie so das Komische, die gleichen sich dann aus.
und die Standardpakete sind 8090 und der das Zusatzzeugs kostet gar nicht mehr so viel. Und deswegen glaube ich nicht, dass wir jetzt, ich jetzt heute mir Gedanken machen würde, außer in einer Innovationswerkstatt, in die ich nie gehen würde, weil ich glaube, das ist
Blödsinn, wir können ja alle nicht in die Zukunft gucken. Meines Erachtens, ich habe auch ganz viele von denen in den letzten 10 Jahren gemacht und das ist echt gruselig. Also alle dürfen mal ein bisschen Innovation spielen, darum geht es ja auch nicht, sondern ich würde dieses Thema in der Tat
Sozusagen ich habe einen KI-Agenten, der redet mit einem anderen KI-Agenten und die verhandeln dann laufend und ich, ich habe kann brauche dafür aber ganz, ganz viele Mikroversicherungsprodukte, die sich dann darauf matchen, das würde ich.
Das mag kommen, das wäre jetzt aber nicht mein, mein, darauf würde ich jetzt keine, keine Energie verwenden, sondern eher zu überlegen, wie kann ich den und das glaube ich schon, wie kann ich
Den bestehenden Kanal, den der Kunde auswählt, als Versicherer jetzt.
Am Ende mit den richtigen Produkten bespielen, die der Vertriebsweg entscheidet.
Und da wäre ich total agnostisch. Also, wenn Check24 das so schneidet, dann schneiden die das halt so. Und wenn plötzlich irgendjemand kommt mit einem Turboagenten, der ganz, ganz viele Anfragen hat, dann bin ich sofort, sag Haken dran, anderes Thema, dann schneiden wir halt die Produkte kleiner.
und liefern die an. Und dann kann mir die KI natürlich auch auf der technischen Seite helfen, meine Produkte auseinanderzuschneiden, weil das große Problem ist ja häufig dann, ich hab gar nicht die Risiko und die Claims-Daten auf den Zuschnitten.
Keine Ahnung. Vielleicht habe ich MTPL mit seinen irgendwie 335 Ausprägungen oder vielleicht sind es auch nur 12. Vielleicht habe ich die Daten ja sauber auf den 12 Ausprägungen oder vielleicht habe ich sie auch einfach nur auf dem Ding. Da kann KI natürlich dann helfen, dieses Matching zu machen.
Aber ich.
Ich bin da nicht so.
Dran interessiert.
Oh, der Versicherungsvertrieb verändert sich jetzt signifikant, sondern ich würde eher draufgehen, was müssen wir eigentlich jetzt sowieso machen und zahlt das dann nicht eh auf die Zukunft ein. Und das ist natürlich die die Grenzkosten von von adäquaten Produkten, Prozessen, die unsere Vertriebskanäle jetzt.
wünschen, machen. Und wenn ich einen signifikanten Vertriebskanal finde, der anders paketierte Produkte hat, dann würde ich anders paketierte Produkte anbieten, aber ich würde der nächst Lead, der interessiert mich jetzt ehrlicherweise nicht so, weil da kommen wir dann schon hin und wenn der Traffic da ist, dann
Bist du da halt auch in ein paar Monaten?


Benjamin Zühr  
46:56
Fair, total fair. Vielen Dank für deine Einschätzung. Lass uns noch mal bitte.
noch mal zu Häusern gehen, die eher gestandener sind. Und ein Thema, was uns in den letzten Jahren auch immer wieder verfolgt hat, ist das ganze Thema, wie gehe ich mit meiner Legacy-Software um. Jetzt haben wir


Nikolaus Sühr  
47:18
Ja.


Benjamin Zühr  
47:21
jetzt bisher viel über den Change bei den Menschen in den Prozessen geredet. Das Problem mit der Legacy Software ist ja, also es ist jetzt nicht so, dass jetzt da die letzten Jahre es nur.
Juhu-Schreien gab, sondern das ist ja eher so, dass in einfach extrem viel alte Software noch rum war. Löst sich das Problem deiner Meinung nach jetzt ’n Stück weit von selbst, muss ich da jetzt heute überhaupt noch auch vor dem Hintergrund, was jetzt mit AI möglich ist, noch so stark gucken, dass ich die


Nikolaus Sühr  
47:39
Yep.


Benjamin Zühr  
47:57
Ablöse oder kann ich gibt es da vielleicht auch andere Möglichkeiten, dass ich die stärker in den Hintergrund einfach rücke und durch KI mit Workbenches oder sonst was einfach steuern lasse? Wie ist da deine Einschätzung oder wie auch deine Erfahrung, wie Unternehmen da aktuell mit umgehen?


Nikolaus Sühr  
48:12
Also, ich glaube.
Also zunächst einmal, ich bin nicht der Experte für Legacy-Software-Transformation, aber ich habe aus einigen Gesprächen gehört, dass es da sehr, sehr spannende Ansätze gibt, sozusagen dieser Legacy-Software noch mal so ’n zweiten Frühling zu geben, weil es da mit KI und Coding kannst du sozusagen synthetisch nachdokumentieren.
Wir das ein bisschen besser handlen und dann ein bisher abgeschriebenes Asset mal verlängern und genau wie du sagst dann halt gucken mit so gewissen Middle Layer Technologien irgendwas drüber setzen und dann packst du da irgendwie deine Agenten oder weitere Sachen rauf, so dass das glaube ich.
dieses Burning-Plattform-Thema grundsätzlich noch mal neu zu evaluieren wäre. Was nicht bedeutet, dass das Ergebnis ist, wir können das jetzt, wir hatten jetzt weiter Bock auf IBM Mainframe-Gedöns da irgendwie abzuhängen.
Ich glaube, aber intellektuell und das ist das, was du sagtest, eigentlich du sagtest, Prozesse neu denken.
Ich.
Bin sehr, na wie soll man sagen, sehr. Ich hatte sehr hohe Hochachtung vor, sozusagen der.
Na, wie soll man sagen, ich?
Ich finde es sehr, sehr schwierig, Prozesse in die Zukunft sozusagen zu definieren. Also, ich finde dieses Ding, lass uns, lass uns neue Prozesse neu denken und dann auf Basis dieser neuen Zielvorgabe dann eine technische Roadmap machen. Das halte ich für
Mitunter brandgefährlich, je nachdem, wie weit ich sozusagen meinen Plan habe, weil einfach das evidenzbasiert häufig viel, viel häufiger daneben geht, als es richtig geht. Ich glaube aber, dass vielleicht.


Benjamin Zühr  
50:05
Mhm.


Nikolaus Sühr  
50:11
Prozesse neu machen mit KI und insbesondere mit KI sich ja auch alles total verändert. Das sagtest du ja auch, wenn wenn wir plötzlich das, was ein ein mit KI gestützter Prozess vor 6 Monaten sieht, ja heute ganz anders aus, weil ich plötzlich heute einfach
Ganz anderes Modell. Ich habe eine völlig instabile Basis.
Auf den Prozess, ich würde schon einladen, jeder der aktuell größere Budgets allokiert für einen für digitale interne Transformationen, die nicht absolut Burning Plattformen.
sind. Also, wo du wirklich sagst, wir sind ja auf der letzten Rille und sonst schließt uns hier der Laden, die BaFin, irgendwie den Laden zu. Haken dran, mach das, ja. Ich würde da ein Moratorium draufsetzen und von, von, von oder zumindest ein Parallel-Track.
Und sagen: „Ich suche mir für die für mich wirtschaftlich relevanten Bereiche.“ Und das sind nicht die Bereiche, die ich jetzt schon meine, prozessual zu durchdrungen, sondern was bringt diesen Laden richtig nach vorne? Kann er underwriting, Vertrieb, Schaden? Da suche ich mir drei bis fünf Experten.
Raus, die versorge ich meines Erachtens nicht nur mit Technik. Da kommen jetzt keine KI-Agenten oder sonst was, die versorge ich mit menschlichen Assistenten.
Die dann wiederum KI an die Hand haben und einfach sagen: ‚Benny, du bist, du bist mein Königs-Underwriter.‘ Wenn ich Benny 15 Mal hätte, weil bei Benny kommen immer die Sachen und wenn Benny keinen Bock hat oder krank ist, dann bewegt sich das Ding auch nicht, weil wir Benny bisher nicht davon überzeugen konnten oder Benny auch keine Zeit hat und wir uns das gar nicht überlegen konnten.
Wie wird dein Wissen?
Jemand anders transferieren konnten.
Und das wirst du im Vertrieb so haben, im Schaden haben, im Finance haben, im Anlagebereich. Du hast überall so Hoheitswissen.
Jetzt zu Benny aber zu sehen, Benny, mega gut, du brauchst jetzt ’ne KI-Schulung, du machst das, entweder hast du keinen Bock oder du hast keine Zeit, wahrscheinlich selbst wenn du Bock hast, hast du irgendwann wahrscheinlich keine Zeit, weil ich will ja, ja, könnte Benny jetzt irgendwie was vibe coden, könnte er vielleicht, aber das kann irgendwie
Das kann wahrscheinlich der 17-Jährige.
Heini, KI-Entwickler, wahrscheinlich besser als Benny, aber was niemand kann, ist den Makler anrufen, die Entscheidung, die Erfahrungswerte. Das hat nur Benny. Und dann im Prinzip hingehen und zu sagen, wir fangen jetzt an, unsere Kern-Leverage-Experten.
Können auch Manager sein, zu multiplizieren.
Aber wir versuchen nicht, euch jetzt zu fragen: „Könnt ihr mal beschreiben, was ihr macht?“ sondern wir delegieren einfach an die Menschen. Die machen alles mit KI. Damit können wir gucken, ob wir euer Fachwissen replizieren können. Wir achten nicht auf Prozesse, weil wir die Prozesse vielleicht gar nicht kennen. Eure Prozesse sind irgendwie instabil.
Und damit fangen wir plötzlich an, dieses interessante implizite Wissen zu definieren. Wir lernen, wie sich Prozesse verändern, wenn ich diese intelligente Schicht dazwischen habe. Wir lernen, wie weit wir in einzelnen Prozessen.
Regeln entwickeln können, sodass die sozusagen Übersteuerung, die Qualitätssicherung, immer geringer ist. Das kann ich aber nicht vorher, das kann ich nicht planen. Also, ich kann nicht sagen, das geht.
Das geht absolut in 3 bis 6 Monaten. Das geht auch absolut mit 50 bis 80 Prozent Effizienzgewinn oder sogar noch mehr. Wenn du aber das, das muss ich gar nicht planen, das müssen wir sozusagen erleben, weil ich nicht genau weiß und du auch nicht genau weißt, welche Tätigkeiten Benny in den nächsten 3 Monaten
durchführt. Und daraus entwickeln wir dann sozusagen nach Nutzung und Skalierung und wir sagen einfach, ist doch cool, wenn Benny jetzt schon, ich Benny immer weniger umsetzen muss. Bennys Wissen sozusagen vielleicht noch nicht für die Agenten.
oder im Kernsystem, aber in einem geteilten Wissenspool von Menschen, das hab ich schon viel gewonnen. Benny wird dann die freie Zeit nutzen, um mehr Kunden, Qualität nach oben zu bringen und so weiter. Und die Prozesse, die dann stabil sind,
Die gucken wir uns jetzt an. Ey, mega, kann ich das in meine Legacy reinpumpen? Muss ich ’n neuen deterministischen Prozess draufsetzen? Pack ich ’n KI-Agenten drauf und du, du gehst sozusagen auf Basis deiner echten
Ähm.
Bewirtschaftung und Stabilität deiner Prozesse rauf und das Beispiel, was ich im Kopf hab, ich hatte mal irgendwie, dass die in Finnland, wenn die in Finnland Fahrradwege oder so Wege in Parks machen.
Das deutsche Modell ist ‚bat bam grid‘ durch. Die warten, bis es schneit, gucken sich an, wer durchläuft, sehen damit sozusagen, wie ist der eigentliche Prozessweg und dann bauen die die Wege. Und das ist so ein bisschen für mich, das ist so wie
wir haben jetzt diese Technologie ist völlig neu, es schneit jetzt einmal, wir keiner von uns hat eine Ahnung, wir können es auch nicht planen, insbesondere da die Technologie sich total verändert, unser Anspruch nach Nutzung der Technologie sich verändert und wir könnten die Legacy jetzt länger am Leben halten, da würde ich eine Moratorium
machen und dann lass uns mal genau gucken, was passiert und darüber dann rausbauen. Aber es ist nicht nur ein technisches Problem, es ist natürlich, ich muss sozusagen, es ist ein, ich find Change ist so ein bisschen abgedroschen. Ich hab eigentlich ein anderes Organisationsmodell und ich glaub ganz entscheidend ist dieser.
Menschliche.
KI-Assistenten, Ops-Pool, weil das sind am Ende auch die Leute, die die Agenten machen. Weil Benny, wie viele Agenten hast du denn Bock, selber zu managen?


Benjamin Zühr  
55:57
Schönes Bild. Also vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung. Also vor allen Dingen das Bild mit Finnland gefällt mir sehr.


Nikolaus Sühr  
56:06
Ich fand das auch geil. Also war irgend so ein LinkedIn-Meme. Ich so: Ja, ja, das kann ich irgendwie nachvollziehen, ja.


Benjamin Zühr  
56:08
Ja.
Genau, also es ist schön vorstellbar. Und wenn wir das Bild noch mal nehmen, also.
Letztendlich muss man ja sagen, also das eine ist ja das Thema Umgang mit Legacy, darüber haben wir jetzt gesprochen, aber das andere ist ja vor allen Dingen, wo haben wir eigentlich Möglichkeiten jetzt mit Hilfe von AI reinzugehen, die wir vorher nicht hatten und da ist für mich eigentlich immer so das Thema Individualgeschäft. Und ich find auch da passt das


Nikolaus Sühr  
56:38
Ja.


Benjamin Zühr  
56:39
Bild deswegen eigentlich super cool, weil auch da, glaube ich, im Zweifel ist Individualgeschäft. Ich meine, es steckt ja schon im Namen, es ist halt individuell, aber es ist ja nicht nur individuell, weil das Risiko individuell ist, sondern es ist auch individuell, weil im Zweifel.


Nikolaus Sühr  
56:50
Yep.


Benjamin Zühr  
56:55
Auch jeder gewisse Dinge einfach ein bisschen anders macht. Es gibt extrem viel Schatten-IT, Excel, Word, Powerpoint, schieß mich tot und so weiter und so fort. Und das wäre für mich noch mal so ein Punkt, also.


Nikolaus Sühr  
57:01
Jap, jap.


Benjamin Zühr  
57:09
Wir hatten vorhin am Anfang gesagt, Digitalisierung war sehr stark bisher mit Standardisierung eigentlich in Verbindung und ich glaube, also mein Gefühl ist gerade jetzt kommt die Zeit, wo Digitalisierung mit Hilfe von AI halt auch wirklich das Individualgeschäft betreffen wird.


Nikolaus Sühr  
57:14
Ja.


Benjamin Zühr  
57:26
Kannst du dazu noch mal deine deine Meinung sagen? Das würde ich super spannend finden.


Nikolaus Sühr  
57:28
Yep.
Absolut, ich glaube, das wird ’n absoluter Gamechanger. der Der Vorgehensprozess ist für mich eigentlich wie folgt: Das Individualgeschäft kommt jetzt erst mal so rein, wie es reinkommt. Der Underwriter macht ja sein Geschäft jetzt schon. Jetzt kriegt dieser Underwriter einen
Virtuellen Junior Underwriter, also diese besagte Person, ist ausgestattet mit den mächtigsten Tools. Das gesamte Besteck darf da alles rein laden. So, und dann geht es, fängt es ja erst mal an zu sagen, können wir die, kann ich die Submission sozusagen, ich krieg die rein, kann ich die in meinen Fragebogen mappen?
wahrscheinlich nicht ganz, kann ich relativ schnell dem Broker zurückgeben. Hier sind noch ein paar Rückfragen, da hast du so diesen Submission-Prozess, dann kannst du das nächste Ding machen, kannst du da irgendwie triagieren, weil ein Makler hat auch gerne eine schnellere Antwort, auch gerne ein schnelleres Nein, aber auch ein schnelleres Ja, weil das dir natürlich
dann wiederum mehr Zeit gibt, weitere Fragen zu stellen. Also es gibt im Londoner Markt, ich war jetzt die letzten Tage in London, da gibt es Underwriter, die sagen einfach nö, das ist aber nicht in meiner Form. Dann sagt der Broker, ja warte mal, ich krieg das ja so von meinem Kunden, der zieht das ja auch noch aus seinem System.
Es gibt hier irgendwie 5 Markets oder Versicherer, die haben alle andere Systeme. Eure Fragebögen sind im Übrigen, fragen irgendwie alle so ein bisschen das Gleiche, aber auch nicht genau. Und könnt ihr es nicht einfach mal machen? Und das kannst du sehr, sehr schön machen und dann lernst du erst mal ein paar Sachen.


Benjamin Zühr  
58:49
Mhm.


Nikolaus Sühr  
58:56
Wie sind die Formate? Wie viel kann die KI lesen? Welche Modelle können das machen? Was ist das? Dann passiert aber noch was anderes. Jetzt ist, jetzt sagt er: ‚Ey, cool, ich muss das Zeug jetzt nicht alles durchlesen.‘ Jetzt gehst du weiter und sagst: ‚Wusstest du, welche zusätzlichen Daten du haben kannst?‘
So, und jetzt fängst du an, Sachen entweder aus Datenbanken abzuzapfen, OK, aber auch das Internet zu crawlen. Dann sagst du: „OK, jetzt habe ich alle Finanzdaten.“ Sag: „Warte mal, was willst du eigentlich mit den Finanzdaten machen?“ Also, du fragst jetzt Daten an.
Aber es ist noch gar nicht klar, was dieser neue Datenpool auf deinem Underwriting-Modell bewirkt, weil das war so, A wär ja schön und dann wirst du irgendwelche Sachen bekommen, wie keine Ahnung, wie ist irgendwie die Organisationsstruktur, weil wenn du sagst, Allianz Türkei kommt ja nicht in eine saubere.
P&L oder Adidas Türkei kommt ja nicht plötzlich sauber Adidas Türkei, sondern können irgendwie 15 verschiedene Firmen sein. Wie sind die miteinander verwoben? Und dann lernst du plötzlich: „Ah, warte mal, wie kann ich das machen?“
Und dann kannst du das Individualgeschäft, glaube ich, von dem Entscheidungsthema relativ gut machen. Du kannst dann einen Schritt weitergehen und wenn der, wenn der sozusagen Magic One, das Droidenwissen, plötzlich reinkommt, kannst du noch mal sagen, warum hast du das eigentlich gemacht?
Unter welchen Prämissen wäre das anders? Also, du kannst dieses Wissen noch mal ein bisschen challengen, weil da ist eine KI mega mächtig und dann: „Ja, aus dem Grund habe ich das gemacht.“ Oder auch noch mal hinterfragen, welche weiteren Daten könnte man noch mal machen. Also, der Underwriter kann dann selber.
Entweder mit der KI oder das macht dann, weil der gar nicht drauf kommt, das macht dann ein gut instruierter KI-Assistent. Der nutzt das ganze Besteck, das ganze logische Besteck, um das sozusagen rauszuholen und sagt: „Komm mal, hier ist eine Entscheidung, das wolltest du von mir.“ Ich habe es noch mal gegenchecken lassen. Werden folgende Informationen für dich auch interessant?
Man kann es entscheiden. Ah, OK. Und daraus ergibt sich dann, das meine ich sozusagen, ein neues Zielbild. Das hätte dir der Underwriter gar nicht sagen können, weil der Underwriter hat ja nur seinen bisherigen Prozess. Und das gehst du sozusagen durch, bis du irgendwie sagst: „Jetzt habe ich eine gewisse Stabilität.“
Und dann kannst du natürlich sehr, sehr einfach sagen: ‚Warte mal, aus diesem unstrukturierten Datensatz, Ergebnispräsentation, will ich jetzt für mein Kernsystem, das ist jetzt erstmal so, wie es ist, die deterministischen Daten.‘
rausgeben, dann lässt du vielleicht zwischen bauen, irgendwie ’nen Data Validation Score, so der da, der wahrscheinlich lieber deterministisch und dann pumpst du das irgendwie in ein System, daraus erstellt du jetzt das Bode hoch. So das kannst du, da ist aber Technik ist ’ne Person mit geilen KI-Tools, die für 2€ im Monat irgendwie
brauchst du auch keine, keine Workbench, das ist erst mal sozusagen das Ding daraus, wenn du jetzt richtig Volumen drauf kriegst, baust du dir deine Workbench, aber wie soll die Workbench aussehen? Die baust du natürlich, würde ich die machen mit Coding Agents, weil die Visualisierung, wie ich das machen kann, das
Unendlich viele Möglichkeiten und das kannst du. Das können wir beide in einem Workshop ja gar nicht.
Also würde ich sagen, ich weiß nicht, was es ist. Es gibt sicherlich ein paar Best-Practice-Komponenten, aber ich möchte, dass der Underwriter sich sogar je Kunde.
Ein eigenes Dashboard zur Verfügung stellen kann, weil Packaging und Visualisierung für das menschliche Gehirn extrem wichtig ist, um Sachen kognitiv zu hinterfragen.
So, und das ist halt je nach Kunde vielleicht ein bisschen anders. Und das packst du dann durch einen Coding Agent. Wird jetzt, du hast vielleicht ein Interesse dran, Coding Agent zu öffnen. Ich habe da überhaupt keinen Bock drauf. Und deswegen, das muss aber dann der KI-Agent, also der der KI-Assistent.
Der ballert dann den Coding Agent hoch und baut dir das Ding irgendwie in 20 Minuten zurück, weil du irgendwie 567 Rückfragen hast.
Und das jetzt kann es aber noch weitergehen. Jetzt gehst du weiter und sagst: ‚Warte mal, ist denn wirklich alles Individualgeschäft oder ist ein Teil vom Individualgeschäft eigentlich Rateable Business?‘ Das hätte einen Individual Underwriter.


Benjamin Zühr  
1:02:55
So ist es.


Nikolaus Sühr  
1:03:00
Der kommt immer nur in seinen Ausnahmen und dann sagst du: „Aber warte mal, guck mal, wir haben das jetzt ein paar Mal gemacht. Hier geht das hin.“ Oder du kannst sagen: „Ah, guck mal, Nick ist auch Underwriter. Der sieht das immer ein bisschen anders. Du hast alle Freiheiten, weil wir das organisatorisch so festsetzen.“
Aber guck mal, ist das vielleicht noch eine interessante Idee, weil du plötzlich die Sachen gegeneinander legen kannst? Oder ich hatte jetzt neulich mit einem Chief Underwriting Officer gesprochen, der sagt, das ist brandgefährlich. Ich will eigentlich die Risikoauslese und ich will eigentlich die, die das Portfolio von meinen Underwritern haben, weil die sozusagen, obwohl sie es gar nicht will, ich hab nicht sozusagen diesen Mono, ich hab nicht diesen Single
Oder Failure, dass die sozusagen das kann ich aber natürlich durch die KI auch einfordern. Ich kann ja natürlich die KI-Sachen und jetzt mach mal unterschiedliche Annahmen. Das muss ich jetzt ja gar nicht durch die Person. Das kann zum Beispiel reinkommen oder ich mach ein paar. Und dieser Prozess ist, glaub ich, inherent instabil.
weil du immer mehr machen möchtest und deswegen wäre meine technische Lösung dafür, eine Person mit ganz, ganz vielen KI-Tools, um die Sachen zu analysieren, zu determinieren, zu visualisieren.
dann aber sukzessive den Rater unten durchzubauen, wo du sagst: ‚Hey, wie könnte man das raten?‘ Dann sagt er: ‚OK, warte, das Ding kann ich sogar raten.‘ Das gibst du jetzt wieder zurück in die Submission, sodass du nicht nur sagen kannst: ‚OK, ich will jetzt sozusagen Submission in mein
in in meinem Fragebogen, sondern du kannst gegebenenfalls mit Proxys machen. Ich kann euch schon mal eine Ersteinschätzung geben. Dann gehst du weiter und sagst, ich kann euch diese Ersteinschätzung sozusagen nicht nur geben, sondern ich kann euch sagen, wenn ihr folgende aktive Risikomaßnahmen jetzt schon habt oder in Zukunft machen würdet.
hätte das folgende Reduktion auf die Prämie und im Übrigen wollen wir mit euch das Risiko managen, bis hin, wenn du das drin hast, kannst du plötzlich dein Portfolio passiv underwriten, bis hin kannst du zu dem Makler hingehen und sagen, guck mal, wir haben mal den ganzen Market Spread, was so Coalition macht.
Jetzt haben wir mal gepre-underwritten, also du weißt schon, und das, das ist sozusagen, du elevatest das Ding und bevor das nicht stabil ist, ich glaube, es ist nie ganz stabil, aber es wird stabiler. Es gibt immer Sachen, die wir verändern und es wird dann immer Sachen geben,
Die sozusagen einigermaßen stabil sind, die gehen dann sozusagen in die KI-Assistenten, die sozusagen ohne Einzelfallprüfung die Sachen durchgeben. Dann baust du proprietäre deterministische Software und irgendwann, wenn du an die Grenzen von deiner Legacy kommst, wenn das wirklich dein Hauptproblem ist, weil du oben so viel geilen ****** gemacht hast, dann kannst
Du dir überlegen, ob du Teilprozesse der Legacy irgendwie rausschneidest von unten oder die Legacy vielleicht noch mal anpasst, weil die Legacy vielleicht gar nicht so schlecht war. Sie war nur schlecht, sich laufend verändernde Business Requirements kosteneffizient umzusetzen.


Benjamin Zühr  
1:05:49
Ja, aber was für eine Chance, was für eine Chance, die da drin steht, ne?


Nikolaus Sühr  
1:05:49
Ja, das ist.
Und nochmal, das kannst du und jetzt machen wir den Bogen.
Das kannst du heute anfangen. Du bist Chief Underwriting Officer, hast nicht, du bist nicht, hast nicht die AI-Strategie. Die wird irgendwo in Amerika oder in München, hast keine, hast keine Chance, da irgendwas zu machen.
Du kommst trotzdem nicht aus. Dein CTO ist ein Idiot.
Ja, dein CEO ist ’n Idiot, dein CTO ist ’n Idiot. Du weißt, das einzige, was du brauchst, du hast irgendeine Art von KI-Copiloten, den hast du.
Das Einzige, was du machen musst, ist zu gucken. Ja, das will ich machen. Du brauchst einen Underwriting-Agenten und musst irgendeinen Hiwi.
also nicht Hiwi, die das wissen wir schon, intelligente, aber der muss noch nicht mal Underwriting haben, einsetzen und durch diesen diesen Prozess einfordern und encouragen und nicht das erste, wir machen jetzt eine
Underwriting-Workbench. Natürlich kannst du auch sagen, vielleicht ist die Underwriting-Workbench genau das Thema, weil du sozusagen schon prozessual stabiler bist. Aber was auch immer du für eine Underwriting-Workbench dir einkaufst oder einprogrammieren lässt, du musst relativ schnell die Möglichkeit haben, diese Sachen zu erweitern.
Selbst wenn das nicht im Scope ist, weil aus meiner Sicht treibst du diesen Scope immer weiter nach vorne und daher kommt auch das Wachstum. Das meine ich auch mit einer Wachstumsfunktion, aber da lasse ich niemanden aus der Verantwortung, wenn du das nicht machst.
Dann liegt es an dir. Jeder kann das heutzutage machen. Ich habe bei uns angefangen mit einer ChatGPT-Lizenz und einem Kollegen, weil die Lösungen, die mein technisches Team bereitgestellt hat, einfach inadäquat waren, und die sind heute noch inadäquat.
Weil wir einfach.
Also, sie sind teiladäquat, sagen wir mal so.


Benjamin Zühr  
1:07:46
Ja, aber letztendlich ist es, ist es und das hatten wir vorhin auch schon ’n paar Mal, es ist alles an den Menschen und und ich, ich glaub schon, dass gerade gestandene Unternehmen gerade einfach die große Herausforderung haben. Sie haben halt.
Menschen, die Lust haben, sich damit zu beschäftigen, die die Tools an ihre Grenzen treiben und es gibt, glaube ich, aber mindestens genauso viele Menschen, die einfach da keinen Zugang, Interesse, was auch immer dran haben und da glaube ich, das wird ein ganz interessantes Thema.
wie jetzt man damit umgeht, das ist natürlich changed, das ist ganz stark managementgetrieben und so weiter und so fort. Aber ich glaub da, da könnt ich mir übrigens aber auch vorstellen, dass sowas wie Workbenches am Ende helfen, die halt ganz, ganz klar sagen, OK, ich unterscheide eben nicht mehr zwischen dem, der das Tool.


Nikolaus Sühr  
1:08:28
Total.


Benjamin Zühr  
1:08:35
Gut nutzt und dem, der es nicht gut oder gar nicht nutzt, sondern ich habe meinen Prozess und in dem Prozess sind Agenten, die letztendlich personenübergreifend gewisse Prozesse halt einfach durchführen. Also und.


Nikolaus Sühr  
1:08:48
Absolut.


Benjamin Zühr  
1:08:50
Das sehe ich als Riesenchance da.


Nikolaus Sühr  
1:08:52
Ich, also das ist auch eine Riesenchance. Ich würde halt das, was alles, das was du gerade gesagt ist, alles wahr und jeder nickt es weg und fühlt sich nicht verantwortlich. Deswegen sage ich, du bist, du kannst starten, bevor du die Work, also Szenario 1. du hast die Workbench noch nicht, du kannst damit starten.


Benjamin Zühr  
1:09:08
Das ist richtig, absolut.
Ja.


Nikolaus Sühr  
1:09:12
Und damit dann Requirement Set für die Workbench machen. Absolut. Nein, ich würde auch sagen, ob jetzt der.


Benjamin Zühr  
1:09:12
Yeah.
Ja, da total richtig, ja.


Nikolaus Sühr  
1:09:22
Also sozusagen der, der der der der King Underwriter ja, der wo alles sozusagen am Ende endet zwischen ob der jetzt selber mit der Underwriting Workbench zu tun hat, würde ich gar nicht sagen. Ich will den gar nicht, der muss gar nicht durch die Underwriting Workbench, das sollen gerne.
glaub, es müssen dann gar keine, wenn die Underwriting Workbench so beschrieben ist, wie du sagst, müssen es ja gar keine Underwriter sein. Aber es müssen halt Menschen sein, die sozusagen die Sache machen und am Ende ist der Chief Underwriter, der kriegt halt irgendeine SMS oder der kriegt einen Eskalationspfeil, der kriegt ein Ergebnis, spricht eine Sprachnachricht zurück, außer dass der mega Bock hat auf einer
Workbench, Mensch, dann hat er natürlich Zugang zu der Workbench, aber er muss nicht direkt mit der Technologie interagieren. Wenn du dir vor, wenn du dir, wenn du dir anschaust, was machen extrem busy Leute?
Also, das wissen wir, die interagieren niemals direkt mit ihrer Technologie. Die schreiben, gucken manchmal nicht ihre eigenen E-Mails, die sind, machen irgendwelche Sprachnachrichten. Also, wenn du dir anguckst, wie hierarchisch organisierte Organisationen, sagen wir mal, dass die richtigen Leute on the top sind.
ja, und rar sind. Die schaffen es immer weitere Abstraktions-Layer von der eigentlichen Technologie hin zu, ich spreche mit Leuten, ich hole mir die Leute rein und ich rede mit Leuten. Das ist eigentlich das oder ’ne Sprachnachricht, ja, sozusagen das digitale Äquivalent. Das muss das Designprinzip sein.


Benjamin Zühr  
1:10:34
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:10:39
als Angebot von der Interaktion der Leute, dessen Wissen du nicht nur einmalig, sondern dauerhaft in das System haben musst. Und dann musst du sie immer auch noch motivieren und da gibt es unterschiedliche Situationen. Aber das muss das Designprinzip sein. Also die Underwriting Workbench für
für mich, wenn er, wäre WhatsApp oder Slack, weil ich eigentlich nur Teilerfahrung, ne, und dann kann ich da irgendwie reingehen. Und ich glaube, dass du da enorm viel


Benjamin Zühr  
1:11:00
Ja.


Nikolaus Sühr  
1:11:12
Dann kannst du machen, wie du die Agenten miteinander machst, und dann sagt einer: „Warte mal, ich hol mir jetzt noch mal den Agenten. In der Türkei war das doch ganz anders. Jetzt zieh ich mir ganz, ganz viele Daten. Jetzt baller ich das wieder rein.“ Das ist dann wie in allen technologischen Fällen. Du guckst halt von den.
Einzelfall eher in dieses systemisch prozessuale Denken. Das ist aber nicht weniger wert. Das ist aber eine enorme, das ist, wenn die beiden zusammen gehen, ist das enorm viel wert. Und das glaube ich,
ist dann, wie du mit Individualgeschäft, wie du dann in Underwriting Benches kommst, wie du in Portfolio Underwriting, bessere Maklererklärung, Vertriebsthemen kommst, aber sogar daraus auch Rateable Business und das kann natürlich andersrum gehen, wenn du aus einer.
KMU-Strecke kommst von einem Rateable Business in den Manual Referral, der kann natürlich genauso aufmachen, außer dass du sozusagen sagst, na ja, sind irgendwie nur 7 Regeln, bis hin zu einem Individual Underwriting, weil die meisten Cases ist ja auch nicht alles bei einem Großkunden.
non-ratable. Großkunde hat in seinem Gedöns durchaus auch Standardzeugs drin, ne, und das meine ich, diese, diese dann wieder das finnische Thema


Benjamin Zühr  
1:12:20
Absolut.
Total.


Nikolaus Sühr  
1:12:33
Das wie so Schnee sich machen lassen, weil der die Sache, die sich total verändert hat, ist, dass die Kosten der technischen Entwicklung, wenn du richtig weißt, wie du agentisch codest und nicht wie ich jetzt irgendwie vibe coden irgend Müll da hingeben würde.
Dann sind die natürlich enorm gesunken, aber es hat sich jetzt verlagert auf: Wie plane ich? Wie mache ich das mit den Leuten? Und ich glaube, diesen Sprung, den ich sehe, dass.
Die Leute reden. Forward Deployed Engineer ist ein Begriff, oder?


Benjamin Zühr  
1:13:05
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:13:06
Na also, vielleicht für die Zuhörer, kommt eigentlich so von Palantir und das ist war die Erkenntnis, dass du sehr, sehr große technische analytische Fähigkeiten, damit das sozusagen an die verschiedenen Datenpools, Tools et cetera angebunden, dass du Leute von Palantir mit der Erfahrung vor Ort haben musst, die dir dann das Plumbing gemacht haben, damit die Technologie reinging.
Das merken jetzt auch die ganzen AI-Labs. Die machen deswegen mit Private Equity Leuten, die kaufen sich die Forward Deployed Engineers, weil sie merken, dass allein das Tool nicht ausreicht für große Kunden, das einzusetzen. Ich würde das Thema einen Schritt weitergeben.
überall dort, wo das Wissen implizit und nicht allein durch die Daten extrahiert. Du brauchst sozusagen einen Forward Deployed Worker, Menschen, der sozusagen diese technische Schnittstelle, diese operative Schnittstelle macht. Der muss gar nicht ’nen Entwickler sein, ist vielleicht sogar besser, weil der muss die Arbeit auch machen.
und nicht sofort in der technischen Lösung, sondern vielleicht sagen, du OK, ich kopier aus 17 Quellen irgendwas alles in mein Projekt rein und da kommt dann Ergebnis, ja, war jetzt nicht so cool, hat irgendwie 10 Minuten gedauert, vorher hat es aber 8 Stunden gedauert und der Vorfall kommt nur alle 5 Jahre, also machen wir gar kein Engineering-Project. Ich glaub, das ist das, was.
Viele Leute noch nicht mitgeschnitten haben und ist meine Einladung, weil damit kann jeder sehr, sehr gut anfangen.


Benjamin Zühr  
1:14:26
Ja, da gebe ich dir total recht. Nick, bevor wir schließen, eine letzte Frage habe ich an dich oder würde ich mich deine Einschätzung interessieren? Wir haben jetzt so unterschiedlichste Facetten eigentlich diskutiert, wie
Wie sich AI und Digitalisierung in den letzten Jahren entwickelt hat.
Ab wann glaubst du, verhandeln Agenten miteinander?


Nikolaus Sühr  
1:14:51
Ich glaube, das machen wir heute schon.


Benjamin Zühr  
1:14:52
OK.


Nikolaus Sühr  
1:14:53
Also, also die, die, na, die erste Form ist ja, ich krieg also ich krieg Informationen von dir, die hast du gedacht und wahrscheinlich durch ’ne KI veredelt.


Benjamin Zühr  
1:14:54
Gib mir mal ein Beispiel.
Mhm.
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:15:07
Hätte ich jetzt mal gedacht, das bedeutet nicht, dass du die KI gefragt hast, machen wir mal, sondern hier sind ein paar Ideen, du sprichst rein, zack, machen wir mal ’ne Struktur, dann macht es noch mal 34 extra, sag, boah, ist eigentlich auch ’ne ganz gute Frage, machen wir mal ’ne gute Struktur, haus raus, so, dann gucke ich mir das an und sag, mega cool, zum Beispiel Fragen, ne, da sind wir jetzt gar nicht so durchgegangen, du hast
ein paar Fragen vorher gestellt. Ich bin dann durchgegangen, was hab ich gemacht? Ich bin, bin, bin losgelaufen, hab mir die Fragen durchgesprochen, so meine Ideen, 20 Minuten Transkript, das pack ich wieder rein bei mir, hab mal Astra gefragt, so hey, map das mal auf die Fragen, ist es irgendwie logisch inkonsistent, wie kann ich das machen?
Hatte jetzt nicht mehr die Zeit. Kann ich ein paar Zahlen, Daten, Fakten die Research hatte ich jetzt nicht mehr. Die Zeit wäre auch, glaube ich, gar nicht notwendig gewesen. Hält dich rein, geb das zurück, schieb dir das zurück. Also, wir sind aktuell, haben wir eigentlich schon das Thema.
Mensch, KI zu Mensch, KI und zurück. Das kannst du jetzt natürlich mit Agenten zusätzlich machen, wenn das deterministisch ist und das ist
Dann die nächste logische Form im Individualgeschäft, weil jeder das eigentlich schon gebaut hat. Der Makler kriegt die unstrukturierten Daten, packt das bei sich in seine KI-Agenten, mappt das auf die ganzen verflixten Fragebögen, die Zugang.
Ballert das hin.
vielleicht noch mit irgendwie einer Information, jetzt je nachdem, ob der Fragebogen genau ist, der geht in den Submission Triage Prozess. Also da haben wir es, glaube ich, schon und das ist dann eigentlich ’ne logische Erweiterung oder der Kunde kommt mit, ich hab mal, ich hab mal KI gefragt auf meine Police.
Das sind folgende Sachen, lieber Makler, mach mal, der Makler kriegt jetzt ein viel breiteres Sache an Fragen, pack das wieder bei sich in die K. Also ich glaub, das passiert schon. Wann das automatisch passiert, glaube ich.
im Industriegeschäft, kann das, glaube ich, sehr, sehr schnell jetzt vielleicht nicht so sehr im ersten Schritt bei der Verhandlung, weil ich glaube, da sind da tun sich beide Seiten noch schwer, die ganzen impliziten Regeln, die dann doch in der Verhandlung drin sind,


Benjamin Zühr  
1:17:20
Hm.


Nikolaus Sühr  
1:17:30
also nach dem Motto, ja, Marsh hat halt gefragt, macht aber 70% unseres Geschäfts, steht nirgends, dürfen wir auch nicht, aber ne, wird halt noch mal eskaliert, wenn der Chef irgendwie anruft, das muss ja alles irgendwie sonst mit abgebildet werden, dieses Negotiation, ne, ich glaub, wo es relativ schnell reinkommt und heute mit heute technischen Mittelmöglichkeiten.
sind es halt in so, keine Ahnung, dynamischen Gruppenverträgen, dass du einfach sagst, also überall wo du, wie heißt denn das, Delegation, wie heißt das, Delegation, also was ist, wenn du was rein meldest in den Vertrag, was, wie heißt man,


Benjamin Zühr  
1:18:03
Ja, also Rahmenverträge für KFZ-Flotte, Wohngebäude.


Nikolaus Sühr  
1:18:05
Rahmenverträge.
Kfz Flotte könnte das sein oder es könnte eine eine Internet alles so Logistik, Transport, ne, so so und das hast du im Prinzip, kannst du zu Fahrt mit Regeln und dann dann sucht er das. Das kann sogar mit Systemzugriff theoretisch sein bei einem großen Kunden.


Benjamin Zühr  
1:18:12
Yeah.
Genau, Transport, ja.


Nikolaus Sühr  
1:18:25
Das wäre sicherlich etwas, wenn ich einen firmengebundenen Makler hab, der das sozusagen einfach. Also, da ist es ja schon sehr, sehr. Da ist ja der die Entscheidung weitestgehend, ist glaube ich, der Grund, warum es manuell ist, eher die Schnittstellenthema.
als dass jetzt jeder Underwriter irgendwie 3 Tage lang nachgrübelt, was er mit dieser Submission macht. Und das, glaube ich, wäre sehr schnell, ob das dann wirklich Verhandeln ist, das ist dann Verhandeln, das meine ich.
Ein Teil davon ist ratable. Ein Teil von geht in referral process.


Benjamin Zühr  
1:19:00
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:19:03
Und das ginge, glaube ich, heute schon.
Also technisch ist das alles möglich. Ich muss nur, ich muss nur und das unterschätzen die Leute. Ich muss halt den den Regelbaum eigentlich gut aufzeigen und wenn man das mal alles sieht.
So, da ist das halt relativ viel, weshalb ich auch glaube, dass man schrittweise machen muss, weil du.
Selbst wenn es statisch wäre, du kannst, ist es sehr, sehr schwer für für für uns, glaube ich, historisch wissen, was so implizit ist, vorwärts gerichtet in den Entscheidungsbaum zu treffen, der dann auch noch irgendwie gut trifft.


Benjamin Zühr  
1:19:47
Aber ich denke, am Ende ist es ja konsistent. Wir müssen uns einfach mit den Möglichkeiten, die heute bestehen, wirklich intensiv auseinandersetzen. Wir müssen sofort anfangen zu nutzen und wir müssen gucken, was macht es mit meinem Geschäft, wie.
Werde ich zukünftig mein Geschäft betreiben? Ich fand es super spannend, dass wir uns dazu heute so intensiv ausgetauscht haben. Vielen lieben Dank für deine Zeit und für deine Einschätzungen und ganz viel Spaß in Las Vegas. Ich bin sehr gespannt, was du berichtest.


Nikolaus Sühr  
1:20:17
Benny, vielen vielen Dank. Danke fürs Zuhören und freue mich auf kritische Kommentare. Ich glaube, das Spannende ist, wir sehen, dass alle haben andere Zwänge, andere Opportunitäten.
Aber die genau die Grundprämisse, die Benny sagte, du kannst anfangen, kann jeder kann heute anfangen und wenn du es nicht machst, dann bist du selber schuld.


Benjamin Zühr  
1:20:44
Damit schließen wir. Vielen lieben Dank an die Zuhörer und bis bald.

 

 

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