Industrieversicherung Digital – Der Podcast. Tue, 13 Oct 2026 14:16:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://industrieversicherung.digital/wp-content/uploads/cropped-logo_id_xs-4-32x32.png Industrieversicherung Digital – Der Podcast. 32 32 Nikolaus Sühr, Kasko.io: KI im Industriegeschäft ist Chefsache – ID #88 https://industrieversicherung.digital/nikolaus-suehr-kasko-io-ki-im-industriegeschaeft-ist-chefsache-id-88/ Wed, 07 Oct 2026 15:57:52 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23828 Digitalisierung hieß in der Versicherungsbranche lange Standardisierung. Das Individual- und Industriegeschäft blieb außen vor. Nikolaus Sühr, Gründer von Kasko.io, erklärt, warum sich das mit KI jetzt ändert, warum KI eine Führungsaufgabe und kein IT-Projekt ist und wie Versicherer das implizite Wissen ihrer besten Underwriter nutzbar machen können.

Im Gespräch: Nikolaus Sühr, Benjamin Zühr
Länge: 80 Minuten

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ID#88

07.10.2026

Nikolaus Sühr, Kasko.io: KI im Industriegeschäft ist Chefsache – ID #88

Digitalisierung hieß in der Versicherungsbranche lange Standardisierung. Das Individual- und Industriegeschäft blieb außen vor. Nikolaus Sühr, Gründer von Kasko.io, erklärt, warum sich das mit KI jetzt ändert, warum KI eine Führungsaufgabe und kein IT-Projekt ist und wie Versicherer das implizite Wissen ihrer besten Underwriter nutzbar machen können.

Im Gespräch: Nikolaus Sühr, Benjamin Zühr
Länge: 80 Minuten

Transkript

Benjamin Zühr   1:13
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Industrieversicherung Digital. Nach einer längeren Pause freue ich mich heute ganz besonders, dass nicht nur ich den Podcast aufnehme, sondern einen super spannenden Gast bei mir habe: Nikolaus Sühr, Nik.
Herzlich willkommen.


Nikolaus Sühr  
1:37
Hi Benny, freut mich.


Benjamin Zühr  
1:40
Ja, danke, danke, dass du die Zeit nimmst. Wir haben uns ja letztens kennengelernt beim MGA Event in Hamburg, Hamburg meets London, und ja, letztendlich fand ich es super spannend, was du da erzählt hast. Einerseits


Nikolaus Sühr  
1:47
Ja.


Benjamin Zühr  
1:56
kommst du ja, hast du ja ’ne lange Versicherungshistorie, obwohl du noch relativ jung bist und also sowohl familiär als auch jetzt was Eigenes aufgebaut. Aber du bist natürlich auch jemand, der sich sehr, sehr stark mit doch innovativen Themen auseinandersetzt und.
Eigentlich würde ich mich freuen, wenn wir heute genau diese 2 Themen und diese 2 Erfahrungen, die du bisher machst in der Branche, mal so ein bisschen auseinandernehmen und mal gucken, was vielleicht auch andere davon lernen können.
Und vielleicht können wir uns gegenseitig noch ein paar Sachen erzählen, die wir noch nicht voneinander wissen.


Nikolaus Sühr  
2:29
Mhm.
Ich hoffe.
Ich hoffe, wie wollen wir anfangen?


Benjamin Zühr  
2:37
Ich würd sagen, stell dich doch mal vor. Sag doch mal ein bisschen was zu dir. Woher kommst du? Was machst du genau?


Nikolaus Sühr  
2:43
Ja, ja.
Also genau, Nikolaus oder Nick Sühr wohnen hier in Hamburg, 42 verheiratet, zwei kleine Töchter.
Hab vor 11 knapp 12 Jahren die Firma Kasko gegründet, mit dem Ziel seinerzeit einen Assekuradeur im Affinity Bereich aufzubauen, also so Plattformen und Versicherer zusammenzubringen, über eine Plattform abzuwickeln.
Sind dann reingerutscht in das Thema.
Insurance as a Service oder InsurTech as a Service, weil viele unserer Partner, auf die wir zugegangen sind, mit Vertriebsopportunitäten sagten, wir können unsere bestehenden Vertriebs oder Produktopportunitäten nicht bewirtschaften, weil Kernsystem ist alt und
Busy oder es wird ein Replatforming gemacht auf Guidewire, wie auch immer, also mehr im Retail-KMU-Bereich seinerzeit.
Und haben daraus dann ein Technologiethema in dieser mit ein bisschen Plattform-Fees, Konfiguration und so weiter gemacht, davor.
Komme ich in der Tat, mein Vater hat einen Assekuradeur für Oldtimer gemacht. Ich habe deswegen in England Versicherungen und Risikomanagement studiert. Bin dann zunächst im Industriemakler bei der Funk-Gruppe. War eine super Zeit, Hendrik Löffler, Jörg Hildegard.
Und war sehr vertriebsnah.
bin dann ins Familienunternehmen gegangen, um die so die Nachfolge anzutreten, aber hatte mehrere Gründe. Im Kern war es so, dass die mich nicht gebraucht haben. So, also hätte ich nicht den Nachnamen gehabt, hätten die mich auch nicht eingestellt.
Und so die ganzen Ideen, die ich da irgendwie so hatte, die waren jetzt nicht die Ideen, die der Laden braucht, weil die hatten seinerzeit mit 33 Monaten Antragsrückstau zu kämpfen. So, so, das so, jetzt kannst du natürlich sagen, ey, wie doof sind die Prozesse oder sagst du, wie geil ist der Vertrieb, ne, also wahrscheinlich


Benjamin Zühr  
4:43
OK, well.


Nikolaus Sühr  
4:52
mich ist da irgendwie, ich habe lieber 3 Monate Antragsrückstau als ’ne geile Plattform, wo kein Traffic rüberläuft. Was mich dann auch zu der Brücke schlägt, warum wir neben Plattformthemen dann andere Sachen, also uns jetzt nicht nur der Neugierde halber, sondern auch der nur aus der Not heraus,


Benjamin Zühr  
4:59
So ist es.


Nikolaus Sühr  
5:11
Wir, wie alle anderen im Markt, also Versicherer und Insurtechs, haben halt gemerkt, dass nur ein digitales Produkt, selbst wenn das zehnmal günstiger, schneller, besser, wie auch immer ist, garantiert noch keinen Vertriebserfolg. Also, du ziehst einen.
Du reduzierst einen Engpass. Der ist ein echter Engpass. Produktentwicklung mega teuer, megalangsam, kostet ein Schweinegeld, reduziert deine Vertriebsopportunitäten. Also reduzierst du jetzt sozusagen den technischen Teil.
Damit hast du aber noch nicht den vertrieblichen und den Produktentwicklungsteil beschleunigt, weil der ist ja nicht schneller als er sein muss.
Das ist sozusagen das, wo wir dann immer vermehrt reingezogen worden sind, weil wir in unserem Vertriebsansatz neue Sachen gemacht haben und nicht Kernsystemtransformation, weil wir das auch nicht konnten. Das war nicht unser Hintergrund.
Das war auch nicht glaubhaft. Da sind wir mittlerweile nach zwölf Jahren ein bisschen besser aufgestellt, aber seinerzeit und ein.
Technischer Prozess braucht halt einen Nutzer, den der diesen nutzt und da wir viel über Produkte braucht, es auch ein gescheites Produkt und einen guten Vertriebszugang. Und diese Sachen sozusagen zusammenzubringen, das ist so ein bisschen unsere Welt zu schauen, wie bringe ich eigentlich Vertriebszugang, Produkt.


Benjamin Zühr  
6:18
Russisch.


Nikolaus Sühr  
6:32
technischen Prozess sinnvoll zusammen, ohne bestehende IT oder sonstige Prioritäten in Frage zu stellen. Genau, das ist so ein bisschen mein mein mein Hintergrund und ich führe einfach viele viele Gespräche und versuche das zu verstehen und überlege mir von außen,
wissen, wie man Sachen nach nach vorne bringt und bekomme dann sehr offenes Feedback und dadurch lerne ich und das treibt mich an.


Benjamin Zühr  
7:01
Mhm.
und sag noch mal ganz kurz, um das noch ’n bisschen konkreter zu machen. Also, Kasko ist Assekuradeur, hat das ja eben gerade gesagt, und hängt zwischen der dann klassisch zwischen der Maklerwelt und der Versichererwelt und die Produkte baut ihr OK du du ah OK jetzt können die Gäste das natürlich nicht sehen, aber OK.


Nikolaus Sühr  
7:20
Nee, ich, ich habe es einfach schlecht erklärt. Also, wir sind als Assekuradeur gestartet, den haben wir dann wieder eingestampft, weil wir den nicht brauchen. Wir sind sozusagen in das technische Thema, also ich habe höchsten Respekt vor Leuten, die Vertriebszugang.


Benjamin Zühr  
7:22
Uh.
Ja, OK. Ah, OK.


Nikolaus Sühr  
7:34
Haben und den produzieren und wir agieren momentan als Technologie und Beratungs.


Benjamin Zühr  
7:35
Mhm.
OK.


Nikolaus Sühr  
7:43
Player, so ein bisschen, wobei wir das Thema Beratung auch vermehrt.
sozusagen über den Zaun werfen, in KI-Agenten versuchen oder in KI-Prozesse zu zu industrialisieren, weil wir gar nicht die Tagessätze verkaufen wollen, sondern wir wollen halt einfach gescheit, dass es funktioniert.


Benjamin Zühr  
8:04
Mhm.


Nikolaus Sühr  
8:04
Und wir haben dann und daraus auch aus diesem MGA Event, wir sind in ein anderes Thema reingestolpert, weil wir seinerzeit in London gegründet haben, da waren wir noch Teil der EU.


Benjamin Zühr  
8:18
Mhm.


Nikolaus Sühr  
8:20
haben, sind wir einen sehr komplizierten regulatorischen Prozess durchgelaufen. Also es ist wirklich 12 Monate und das ist was anderes als hier irgendwie IHK Vermittler Lizenz. Und wir haben ein zweites Standbein neben Technologieberatung und das ist.
EU Market Access. Wir haben sehr, sehr viele englische Kunden, die durch Brexit, auch ein paar amerikanische Kunden, EU-Zugang haben wollen und denen durch eine deutsche Lizenz mit Freedom of Services organisieren. Und da haben wir ’nen Compliance Modell draus entwickelt.
worüber wir sehr, sehr viele sehr, sehr spannende Kunden, also ich finde Industriegeschäft intellektuell spannender als Retail-Geschäft und darüber haben wir da wieder ’nen Zugang und gucken jetzt, wie wir mit KI, weil jetzt die Technologien, glaube ich, einen Maturitätsgrad erreicht haben,


Benjamin Zühr  
9:02
Mhm.


Nikolaus Sühr  
9:13
Den du mit klassischen Coding, No Code, Low Code Standardisierungsthemen einfach hattest du keine Daseinsberechtigung meines Erachtens im Industriebereich.


Benjamin Zühr  
9:22
Mhm.
Sagten, bevor wir quasi, also du hast ja eben das Thema KI schon aufgegriffen und es wird nachher ja auch ein ganz großer Schwerpunkt sein, worüber wir sprechen, weil es einfach der Wahnsinn ist, was da gerade passiert, bevor wir da aber hingehen.


Nikolaus Sühr  
9:34
Ich hoffe.
Irre.


Benjamin Zühr  
9:40
Also zumindest meine persönliche Erfahrung ist auch, kommend ja aus der Maklerwelt, dass das Thema Digitalisierung bisher also eigentlich im Versicherungsbereich schwerpunktmäßig nur im KMU Bereich oder ja SME Bereich und und im Privatbereich
stattgefunden hat und eigentlich Standard, Entschuldigung, Digitalisierung immer mit Standardisierung gleichgesetzt wurde. Also das, das war so, ist so meine persönliche Erfahrung und und also man liest extrem viel, was so alles an Initiativen in den letzten Jahren gestartet ist, ob.


Nikolaus Sühr  
10:07
Ja.


Benjamin Zühr  
10:17
Was daraus geworden ist, kann ich in Teilen gar nicht beurteilen. Ich glaube, aber es sind auch viele Initiativen am Ende gescheitert, weil sie vielleicht zu groß gedacht wurden oder sonst was. Aber ich würde mich für deine Sicht da noch mal drauf interessieren, weil letztendlich du natürlich auch als.


Nikolaus Sühr  
10:31
Ja.


Benjamin Zühr  
10:33
also Geschäftsführer und Co-Founder, da natürlich vielleicht auch noch mal ’ne ganz andere Erfahrung gemacht hast, auch flexibler in den Markt agieren musstest und also wie, wie hast du denn das Gefühl, hat sich das Thema Digitalisierung in den letzten Jahren im im Versicherungsbereich und da gerne auch vor allen Dingen bezogen auf Industrie
Und komplexeres Gewerbegeschäft entwickelt.


Nikolaus Sühr  
10:54
Also, ich glaube, zunächst einmal habe ich enorme Hochachtung vor den Kollegen und Kolleginnen, die.
So ein, die ist ja nicht Scherbenhaufen, aber die diese gewachsene technologische Infrastruktur, die enorm komplex, schlecht dokumentiert, funktionabel, riesige Integration, Funktionsumfänge entwickelt haben.
irgendwie im Zaum zu halten. Das ist überhaupt kein einfaches Problem, kein einfaches, keine einfache Herausforderung. Und in einer Welt, die bis vor keine Ahnung, 12 Monaten noch so war, dass
Softwareentwicklung extrem teuer war.
Weil du die Talente waren teuer und die Anpassungen waren aufwendig, so dass du halt dir überlegen musstest, ich bau jetzt eine Brücke und dann brauche ich aber Traffic über die Brücke, damit sich die Brücke rechnet und damit hast du diese.
diese sehr mächtigen technologischen Assets, wie auch immer die aufwendig waren zu zu bauen und zu bewirtschaften, halt auf solche Prozesse, die du irgendwie da in einer hohen Frequenz durchhalten konntest, weil es im Prinzip Fabriklogik. Ja, so ist ganz einfache Skalenlogik.


Benjamin Zühr  
12:13
Mhm.


Nikolaus Sühr  
12:15
Und das war genau das, was wir mit den Mitteln, die uns zur Verfügung standen, tun müssen. Das heißt natürlich im Industriebereich.
Wo die Risikolage, die Informationslage, die Informationsbeschaffungslage sehr, sehr heterogen ist. Ich habe unterschiedlichste Teilnehmer.
war das nie, also konntest nicht die Lösung bereitstellen und du konntest dadurch, dass du gar nicht so viel Frequenz auf dem Thema hattest, konntest dir halt auch ein anderes Bewirtschaftungsmodell leisten, weil es einfach günstiger war. Es war einfach günstiger, Faktor Mensch dazwischen, riesige Excel-Tapeten, Word und so weiter.
damit warst du einfach besser und in irgendwelche komischen Datenbanken und Sachen zusammenziehen. Und damit war sozusagen in der Mitte dann, sei es der Maklerbetreuer auf der einen Seite oder der Risikomanager auf der Versicherer auf der Kundenseite oder der Underwriter auf der Versichererseite. Das war das.
marktwirtschaftlich effizientere und logischere Modell. Das verändert sich jetzt durch KI und da gibt es glaube ich sehr, sehr coole Ansätze, die einfach funktionieren.
Genau.


Benjamin Zühr  
13:36
Ja, OK, perfekt, springen wir direkt rein, einfach funktionieren. Weil, wie funktioniert das denn? Also, ich les viel von Proof of Concepts, ich les viele viel davon, dass mittlerweile ja eigentlich jeder Mitarbeiter, egal ob beim Makler oder beim Versicherer oder MGA, irgendwie Zugang zu irgendeinem
einer wie auch immer gearteten AI hat. Aber ist das jetzt die Lösung oder ist das eigentlich ist das also wie wie ist da eure Erfahrung, welche Erfahrung macht ihr, ab wann hilft KI wirklich?


Nikolaus Sühr  
14:11
Ja, also ich glaube.
Das
Also, ich glaube, dass KI, nehmen wir vielleicht, sind es so 3 Ebenen. Also, es gibt vielleicht so die individuelle Produktivität. Es gibt dann einzelne Prozesse und dann gibt es wirklich eine Transformation im Unternehmensbereich.


Benjamin Zühr  
14:27
Mhm.


Nikolaus Sühr  
14:35
Dritte Ebene sind die wenigsten Unternehmen, komme ich auch drauf gleich. Ich glaube, die individuelle Ebene, individuelle Produktivität, Chatbots et cetera, da hast du durch die enormen Sprünge der Modelle kannst du mit relativ wenig Aufwand technischer Seite


Benjamin Zühr  
14:38
Mhm.


Nikolaus Sühr  
14:55
Kannst du Individuen produktiver machen? Da hast du dann eher einen Change-Aufwand, den du sozusagen eingehen musst, der nicht.
Zu vernachlässigen ist, aber grundsätzlich glaube ich, muss es schon müsste.
Stickst du mit ein bisschen Schulung und irgendwie Chatbots, kriegst du den Laden irgendwie ein bisschen voran. Das muss ich eigentlich rechnen. Du kriegst ihn aber irgendwie nur so ein bisschen voran und dann hast du so deine deine Verteilung von irgendwie die Leuten, die es eh nicht rein, nicht wollen, irgendwie die dann so ein bisschen die paar E-Mails machen und die, die völlig.


Benjamin Zühr  
15:23
Mhm.


Nikolaus Sühr  
15:33
unhinged sind und riesige Python-Scripts sich bauen, die musst du halt eher, glaube ich, irgendwie auf das Thema, bleib mal, bleib mal hier am am Ball, wir müssen hier irgendwie Geschäft machen und nicht uns irgendwen Sachen verewigen. Ich glaube, du hast auch einzelne coole Use Cases, also ich glaube, du kriegst coole
Underwriting Workbenches hin. Ich hatte jetzt mit Leuten neulich saß ich zusammen mit Leuten von Allianz Global und die sagten, die haben eine globale Underwriting Workbench. Daran halten sich dann auch die die Underwriter und die sagen dann halt auch nee, wenn unser Risiko.


Benjamin Zühr  
15:51
Hm.


Nikolaus Sühr  
16:06
Sagt ist X und der Markt will Y. Dann zeichnen wir nicht. Ne, das ist dann sogar fast noch wichtiger zu sagen, war ja auch in Hamburg so, bedarf Bezug. Ne, also wenn du dann doch wieder auf einen weichen Markt preist.


Benjamin Zühr  
16:22
Mhm.


Nikolaus Sühr  
16:22
obwohl du eigentlich sagst, das ist ja, also wenn du die Zyklen sozusagen nicht den Gegenschätz, dann kann dir die Technik auch nicht, auch nicht, auch nicht helfen. Ich glaub, das geht auch. Der transformative Aufwand, also die wirklich selbstlernende Organisation, wo jeder Vorgang


Benjamin Zühr  
16:24
Ich.


Nikolaus Sühr  
16:42
im Sinne von Entscheidung, Inhalt, Veredelung, Qualität, wie auch immer du das aufsetzen willst, der die bestmöglichste Antwort liefert, egal wen du im Unternehmen fragst und sowohl die.
den Standard, den du machst, von unten sozusagen nach oben treibst und das Ceiling, also die Decke, auch immer weiter nach oben treibst. Das kriegen die wenigsten Unternehmen hin, bis gar keiner. Das hat am Ende ist es wie immer, der Fisch stinkt vom Kopf.
Es ist eine Führungsfrage und ich glaube, dass das größte Problem ist, dass viele.
am Ende, dass der CEO technically illiterate ist und meint, dass das, was ihn bisher, also es gibt ja gute Manager, die sagen, ich hole mir gute Leute, die klären das für mich und


Benjamin Zühr  
17:32
Mhm.


Nikolaus Sühr  
17:42
So manage ich. Das Problem ist, du kannst gar nicht beurteilen, ob es gute Leute sind, weil das ja alles neu ist. Und wenn du meinst, dass KI Verantwortung bei deinem CIO oder CTO sitzt, dann hast du einen Führungsfehler gemacht, nicht.
weil der CTO irgendwie doof wär oder der das nicht rein würde oder irgendwie, sondern weil du einen eben nicht ein klassisches IT-Projekt hast, nicht ein klassisches CRM, das gehst du, jeder guckt rein, kommt das Gleiche raus, musst du durchschulen, musst du durchprügeln, wie auch immer, das ist ja schon schwer genug.
die Leute kriegen ja noch nicht mal Kernsystemtransformation sauber hin, weil das schon schwierig ist, jetzt mit einer Technologie, die sehr sensitiv ist zu dem, wer ihr gegenüber sitzt, welchen Kontext du hast, welches Modell du machst, welches Modellupdate du hast, was irgendwie gut bedeutet.
und sich dann auch noch in in Prozessen, wo ja überhaupt noch nicht definiert ist, was gut bedeutet, dann ist das ein Führungsthema und du musst sozusagen von dem Faktor Mensch kommen. Und deswegen sind die Organisationen nicht transformiert, weil ich glaube, dass die
Führungspersonen nicht verstehen, wie sie an das Thema rangehen müssen und meinen, dass sie es mit klassischen Managementmethoden der Delegation und der Ressourcenallokation lösen können. Und ich glaube, das kriegen sie nicht hin.


Benjamin Zühr  
19:08
OK, das also ich glaub, da hast du auf jeden Fall ’n Punkt, weil ich ich auch der Meinung bin und das ist halt ein Phänomen, was man im Markt ja schon seit Jahren kennt. Es wird halt einfach viel geredet und es wird extrem viel geredet.


Nikolaus Sühr  
19:21
Extrem viel geredet.


Benjamin Zühr  
19:24
Aber ich kenne wenige, die sich wirklich intensiv mit AI auseinandersetzen und vor allen Dingen es auch anwenden. Und auch da, ich meine jetzt nicht, ich lasse mir eine PowerPoint oder eine E-Mail schreiben, sondern wirklich mal eine.
keine Ahnung, ’ne kleine Anwendung bauen, mit allem, was dazugehört, um wirklich mal zu sehen, wo sind die Grenzen einer AI heute, wo so und das Ganze transformieren und so verstehe ich dich jetzt auf das eigene Geschäftsmodell. und Und also mein, das was du gesagt hast, ich versuch es mal mit meinen Worten aus, eigentlich also


Nikolaus Sühr  
19:53
Genau.


Benjamin Zühr  
19:59
Du sprichst ja, glaube ich, auch gerne mal von AI first und und und letztendlich ist ist es ja vielleicht genau das, also zu sagen AI first bedeutet nicht ich führe AI ein, sondern ich transformiere mein Geschäftsmodell aus.


Nikolaus Sühr  
20:02
Ja.


Benjamin Zühr  
20:14
Dem Blickwinkel der AI ist das richtig verstanden, oder?


Nikolaus Sühr  
20:18
Ja, also ich bin jetzt, muss man sagen, das ist ’ne ’ne Working Terminologie und das ist sozusagen, ich muss nächste Woche nach, darf ich nach Las Vegas vor Amis. Deswegen hab ich es jetzt mal ’n bisschen stärker formuliert, als es sonst als mein meinem norddeutschen Naturell entspräche. Also mein norddeutsches Naturell wäre eigentlich, lass uns ’ne


Benjamin Zühr  
20:35
Schön.


Nikolaus Sühr  
20:37
Organisation bauen, die sozusagen compounded so, also sehr. In Amerika werde ich jetzt sagen, How to build the superintelligent Company, ne, also auch Pre-Chick, superintelligent Company. Und ich glaube,
Dass der, ich glaube, was ganz, ganz wichtig ist, ist dass eine Führungskraft ein Gefühl dafür entwickelt, was kann ich von dieser Technologie erwarten und was nicht.
Ich zum Beispiel, ich glaube, das kann helfen.
Selber eine Applikation zu bauen, wobei ich da glaube, ich sage, das müsste also das, das kann helfen, so ein Wow-Effekt zu machen. Ich glaube, das ist aber gar nicht notwendig. Ich glaube, dass der wirklich entscheidende Faktor bei einem Versicherer.
nicht die Effizienz-Cases sind. Also und mein mein logisches Beispiel ist, es gibt schon den das Marktbeispiel, dass ein Versicherer günstiger ist als ein anderer. Das gibt es.


Benjamin Zühr  
21:42
Mhm.


Nikolaus Sühr  
21:44
2-3 Prozentpunkte. Ist das transformativ für das Geschäftsmodell? Ich würde sagen, nein.
Also ich hab den Case schon, jetzt arbeiten sie aber alle dran, Schäden zu reduzieren, Schaden Admin Service und ich sag nicht, dass das nicht alles irgendwie auch nervige Prozesse sind und ich glaube im Übrigen auch nicht, dass sie sich schon ehrlich machen, was sie mit der freiwerdenden Kapazität machen, weil am Ende musst du die Leute in
in andere ökonomisch sinnvolle Prozesse reinbringen oder du musst sie halt freisetzen. Was dann wiederum irre negative Auswirkung darauf hat, wenn du deiner Mannschaft halt sagst, wir nutzen KI um euch freizusetzen, dann sagen natürlich nicht alle, ey cool, ich pack jetzt mal mein Wissen in die KI, damit ich hier morgen raus bin.
bin. Also ich, deswegen glaube ich, sind diese Effizienzcases ein bisschen problematisch. Aber ich glaube, der Kernpunkt ist eigentlich aus meiner Sicht für die Anwendung des Managements und dieses Management ist einer der am weitesten und signifikantesten.
zu transformierende oder zu verändernde Bereiche mit KI, weil ein großer Bestandteil einer Managementfunktion ist ja, Informationen zur richtigen Stelle zu bringen, Kontext zu geben, insbesondere so hoch und runter der der Hierarchie und unter Unsicherheit Entscheidungen zu treffen.
Und so weiter.
Das ist natürlich eine Power Power Use Case für KI und ich würde eher sagen, wenn man als Manager für seine Entscheidung nicht mit einem hochperformanten Modell seine Entscheidung durchläuft, challenged.
steelmannt, Recherche macht das dann sozusagen adressatengerecht aufbereitet. Ich glaube, wenn du damit mal anfängst, um dann zu überlegen, einen Schritt zu gehen vom individuellen ins systemische Denken.
Und dann zu sagen: Was mache ich hier eigentlich? Was ist mein Prozess einer Entscheidung? Ich packe Informationen zusammen, ich versuche es zu clustern, ich fasse mir vielleicht in eine Outline. Dann versuche ich, meine einzelnen Argumente zu machen. Dann versuche ich, meine Argumente zu widerlegen. Dann versuche ich, mir Daten zu holen, um diese Argumente zu widerlegen. Dann drehe ich noch mal zurück. Ist das konsistent? Ist das
Es gibt ganz, ganz viele Veredelungsschritte und das ist am Ende Codebaum. Also ich glaube, du kannst, wenn du so ein Wow-Effekt haben willst, dir gerne auch irgendwie was vibe coden. Das ist aber nichts, was du in dein tägliches Geschäft machst.
Ich würde eher dazu einladen, Wissensarbeit zu systematisieren und zu versuchen, seine eigenen impliziten Gedankenmuster näherungsweise in einen Prozess zu kippen, den ich dann
Für mich selber, einer KI und später auch vielleicht einer Person erklären kann und dann fängst du an zu verstehen.
Was hier transferierbar ist und wie du in eine superintelligent Company nämlich bist, indem du dein implizites Wissen im Sinne von Kontext, System, Judgment, Entscheidungen et cetera weitergibst, das reicht. Ich würde sogar weitergehen und sagen.
Ein.
Wenn dein Ansatz ist, dass du von bestehenden Leuten, die ja Herausforderungen, Timelines, Verzielung haben, erwartest, dass sie im selben Moment eine neue Technologie für sich
Sortieren, dass dann also diesen diesen Change Aufwand, die Interaktion mit einer sich auch immer verändernden Technologie sozusagen auf die einzelne Wissensperson überführst.
Dann wird es so scheitern, weil die Leute einfach da an ihre Grenzen stoßen und ich würde argumentieren, das mache ich zum Beispiel, ich interagiere sehr gerne mit KI, aber es gibt Tage, wo ich nicht einmal mit der KI interagiere, sondern nur Sprachnachrichten in mein Unternehmen gebe, weil ich Prozesse und Menschen
KI gestützte Menschen, die hinten dran sind, die dann diese Prozesse veredeln und in einem sozusagen Feedback-Loop mir wieder zuspielen, wo ich dann wiederum Prozesse, Abstraktionsebenen draufbauen muss, weil ich plötzlich von der von dem von dem Output.
Reverse Output sozusagen überrollt werde genau da hab das vielleicht mal so ein bisschen unstrukturiert, wie ich da drüber nachdenke.


Benjamin Zühr  
26:09
Ja, aber es ist ja superspannend, weil letztendlich die Quintessenz ist ja, das Top-Management muss verstehen, was KI kann und was KI nicht kann und es muss es auch dauerhaft immer weiter challengen, weil KI lernt extrem schnell, wird extrem schnell viel besser


Nikolaus Sühr  
26:24
Absolute.


Benjamin Zühr  
26:25
und letztendlich ist das ja eine Riesenchance auch für Unternehmen zu zu gucken, OK, wie kann ich jetzt die nächste Intelligenzstufe wieder positiv für mich einsetzen. Und ich, also so wie ich dich jetzt verstanden habe, ist ja genau dieser Umgang, dieser dauerhafte Umgang, dieses Nutzen.
egal wie jetzt mal, ne. Also ich hatte jetzt ’n Beispiel, ne, du hattest ’n Beispiel, dann ist es halt einfach super wichtig, immer wieder sich mit dem mit dem Thema auseinanderzusetzen, eben eben nicht nur in den Standardfällen, sondern auch wirklich die Grenzen kennenzulernen, zu sagen, OK, bis dahin funktioniert das.


Nikolaus Sühr  
26:59
Yeah.


Benjamin Zühr  
26:59
Und ab da, hm, vielleicht nicht mehr ganz so gut, ja.


Nikolaus Sühr  
27:04
Also, es ist, das ist in genau, ich glaube, und das ist vielleicht.
enorm. Also wenn man noch mal ’ne Ebene tiefer oder ’n bisschen bisschen technischer, jeder hat Zugang zu den Modellen. Jetzt ist das nicht so, alle kriegen die gleiche Antwort. Also wir beide gehen durch die gleiche Frage, kriegen völlig unterschiedliche Antworten. Also das ist auch Blödsinn. Also nicht alles, was auf LinkedIn da irgendwie ist, sehr bunte Männchen rein, graue Männchen raus, totaler Blödsinn.
Also, da kannst du enorm viel, je nachdem, wie wie du mit dem Modell umgehst, kommen völlig unterschiedliche Sachen. Also, wir beide genau die gleiche ChatGPT-Pro-Lizenz oder wie auch immer nutzen oder welches Modell du hast. Aber grundsätzlich, die Modelle, jeder hat Zugang zu diesen Modellen für einen Spottpreis.


Benjamin Zühr  
27:40
Mhm.


Nikolaus Sühr  
27:46
Das Zweite ist, die Agenten, Harnesses, wie auch immer, hat auch jeder irgendwie Zugang und das wird immer zugänglicher. Das, was aber worüber niemand ’ne Antwort hat, ist das, was sonst so ja ist, Kontext. Denken die Leute, ha, es sind meine Daten, ha, ich muss jetzt meine Daten und wenn ich alles irgendwie miteinander verbunden hab,


Benjamin Zühr  
27:58
Mhm.


Nikolaus Sühr  
28:04
dann ist alles fein. Ist natürlich totaler Blödsinn, weil jedes Datum ist nur seine Relevanz, Interpretationsspielraum, hängt natürlich sehr, sehr viel damit zusammen, in welchem Kontext etwas gemacht wird. Und deswegen ist das eigentlich relevante Wissen meines Erachtens nicht das Einzige.
Aber das mitunter relevanteste Wissen ist in den Köpfen der Leute.


Benjamin Zühr  
28:27
Mhm.


Nikolaus Sühr  
28:28
Und jetzt musst du dir halt überlegen, wie du an dieses Wissen rankommst, nicht nur einmalig.
Weil, und das, ich glaube, das musst du spüren, aber intellektuell ist, was passiert, wenn du.
Jetzt haben wir einmal das den Download in die KI und jetzt kriegst du zusätzliche Fälle. Jetzt kriegst du die Fälle in genau dem Veredelungszustand, wie du ihn haben willst, mit all den Daten, die du zusätzlich haben möchtest. Und jetzt fängst du aber an, hast du mehr Rechenkapazität im Kopf und sagst.
warum das könnte ich noch machen oder das könnte ich noch machen. Also, die Leute, die bei dir die Believable Experts sind, sind deswegen believable Experts, weil sie zumindest ’n Teil Neugierde und Qualitätsanspruch hatten, sonst wären sie nicht der Believable Expert auf ihrem Thema. Und wenn du denen immer bessere Arbeitsergebnisse lieferst, werden sie den.
das, was ‚What does good look like‘, den Standard, den sie haben wollen, immer weiter treiben, insbesondere wenn die Kosten dieses Standards bereitzustellen, zumindest wenn dieser einmal definiert wurde, der 0 geht. Und das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Was ist eine AI First Company, es zu verstehen,
dass wir das Wissen, die Entscheidung, die Zielrichtung des Unternehmens laufend in einen Kontext geben müssen, der zunächst anderen Mitarbeitern und Kollegen zugänglich wird. Da ist KI das Substrat, um dann die Basis zu schaffen, damit unsere Agenten mal so richtig loslegen. Aber die meisten ja gar
Gar nicht dafür dafür sind ja gar nicht da bereit, wenn wenn du plötzlich irgendwie 100 zweihunderttausendfach x deinen Output erhöhst. Dafür hast sind die Prozesse viel zu instabil.
Und das wird es nicht. Ne, das mein, das wird es halt eben nicht.


Benjamin Zühr  
30:22
Aber für mich eine vielleicht dahingehend noch weitere Frage ist also meine Erfahrung, also oder AI first.
Ist vielleicht das Vorleben, was es heute noch nicht wird, aber vor allen Dingen auch.
das neu denken. Also, was meine Erfahrung ist, wenn wir in der Vergangenheit über Digitalisierung gesprochen haben, war es ganz häufig so, dass wir manuelle Prozesse versucht haben in eine digitale Welt zu transformieren. Anstatt dass wir die Prozesse


Nikolaus Sühr  
30:51
Ja.


Benjamin Zühr  
30:55
neu gedacht haben und neu gedacht haben mit den Fähigkeiten, die uns in einer digitalen Welt zur Verfügung stehen. Und ich sag mal, AI ist da für mich wirklich next Level. Ich kann mir schon von da würd mich einfach deine Meinung auch vor diesem Hintergrund AI first interessieren.
Wir haben in der Versicherungswelt uns perfekt eine eine Welt geschaffen, die einfach super funktioniert, weil wir halt eher manuell gearbeitet haben.


Nikolaus Sühr  
31:28
Ja.


Benjamin Zühr  
31:29
Wir haben starre Verträge, wir haben relativ starre Bedingungswerke und so weiter und so fort. Die Kommunikation zwischen unseren Kunden, zwischen Kunden, Versicherer, teilweise Makler, Assekuradeur dazwischen ist eher häufig noch traditionell geprägt.
Ähm.
jetzt mal rein aus dieser AI First Brille gedacht. Wenn ich heute einen Versicherer gründen würde, wie würde ich denn das machen, also was würde ich, was würde ich deiner Meinung nach anders machen, weil das ist finde ich die total spannende Frage, die sich halt auch bestehende Unternehmen jetzt fragen müssen und da meine ich nicht nur die, die schon seit 100 Jahren existieren.


Nikolaus Sühr  
31:56
OK, yeah.


Benjamin Zühr  
32:06
Damit meine ich auch die, die im Zweifel erst seit fünf Jahren da sind, weil die auch schon vielleicht Legacy haben. Keine Ahnung.


Nikolaus Sühr  
32:07
Yeah.
Ja.
Genau, also ich finde, das ist ’n ist ’n ganz spannendes, lass das mal durchspielen. Wie würde ich heutzutage einen digitalen Versicherer oder digitalen Assekuradeur oder Makler aufbauen? Eingangs aber auch nur gesagt und das müssen wir, glaube ich, ich lasse niemanden aus der Verantwortung.
Ja, also ja, es ist ein Führungsthema, aber das bedeutet nicht, dass nur weil dein CEO nicht irgendwie einen visionary AI Papst ist, dass du als CTO oder als Führungskraft mit einer eigenen Abteilung hier aus der Verantwortung kommst. Das muss ja am Ende noch mal durchkommen, weil jeder.


Benjamin Zühr  
32:30
Mhm.


Nikolaus Sühr  
32:46
kann sofort anfangen und richtig los. Das ist, das glaube ich, ganz, ganz wichtig, weil der alle sind natürlich immer dabei, dass jemand anders schuld ist. Das ist sofort und jeder ist auch sofort dabei zu sagen, boah, und das wird dann super teuer. Also, es ist erstaunlich,
wie einfach unser Gehirn uns Ausreden parat legt, die uns sehr, sehr logisch darlegen, warum wir jetzt nicht den nächsten Schritt gehen sollten. Also das noch mal, aber zu deiner eigentlichen Frage. Also ich glaube,
Mein zukünftiges Betriebsmodell ist, du hast folgende Funktionen, die du dann auf Menschen verteilen musst. Also, du hast natürlich das ganze Thema und das auf einzelne Aufgaben. Du hast das ganze Thema.
Wo muss ich, wo gehen wir hin, was wollen wir machen, welchen Markt, welchen also bisschen Führung? Das wird auch KI nicht machen, weil du hast irgendwo immer begrenzte Ressourcen, die musst du eine gewisse Richtung bekommen. Du hast dann das Thema Expertise, das ist auf den einzelnen Fachbereich, weil wie, was sieht gut aus, wann, wann ist das Resultat adäquat?
das ist von Recht bis Underwriting bis Aktuariat, was auch immer deine ganzen Funktionen. Dann hast du das ganze Thema Relationships nach außen, nach innen, die gehen gar nicht weg, die sollen auch gar nicht weggehen. Also
das ist einfach, das ist noch zu verkürzt. Und dann hast du aber das Thema Ops, diese ganzen Prozesse müssen immer noch gemanagt werden und selbst wenn alles KI ist, irgendjemand muss die KI-Agenten, du kriegst Sachen zurück, musst du freigeben, das ist immer auf einer weiteren Abstraktionsebene, aber das ist das Gleiche wie
Kopfrechnen, Taschenrechner, Excel, Cat-Modell, irgendeine Turbo Pricing Engine des Todes, keine Ahnung. Ja, also irgendjemand sitzt da immer noch mal drüber und entscheidet, gibt Richtungen, Person in Guard Rails, also das wird auch bleiben und muss.
Die Sachen und dann hast du, glaube ich, die Engineering Function, die wirklich dann anfängt, immer weiter mehr die Automatisierung in probabilistische, deterministische Sachen zu machen. So, das ist das Ding. Wenn du dir jetzt überlegst, was brauchst du für einen Versicherer, also ich würde mal Versicherer weglassen, weil der hat natürlich ganz viele so richtig langweilige Funktionen.
Ich würde es mal mit einem Assekuradeur machen, weil niemand braucht irgendwie noch ein neues Balance Sheet. Lass das mal bitte weg, weil das ist wirklich langweilig. Also, wir haben die, ich glaube, die die Messe ist auch gelesen. Wir hatten genug Balance Sheets, die hocken überall rum, die geben alle ihre Balance Sheets zurück, weil es gibt auch keinen, es gibt auch strukturell keinen Vorteil, sondern eher Nachteil eines kleinen.


Benjamin Zühr  
35:08
Mhm.


Nikolaus Sühr  
35:21
Balance Sheets, einfach aufgrund von Risikoverteilung und so weiter. Also ’n super diversifiziertes Balance Sheet, wenn das nicht so mega teuer mit ihren ganzen ineffizienten Funktionen wäre, wäre ja mega cool. Und das erstmal so als als Arbeitshypothese raus. Also nehmen wir uns den MGA.


Benjamin Zühr  
35:33
Mhm.


Nikolaus Sühr  
35:38
Im Kern brauchst du da natürlich eine Person, die.
Den Kopf, die die Entscheidung trifft.
So, das ist dann halt ein Geschäftsführer, ein Organ. Ich glaube, du brauchst initial, musst du gemeinsam für die relevanten Prozesse Underwriting, Aktuariat, Schaden, Marketing, Vertrieb, schieß mich tot, Technik.
Mal definieren, was sind sozusagen meine Standards? Da brauchst du absolut Erfahrung, weil da kommst du sozusagen von unten mit den Modellen und so weiter. Die verrennen sich. Da brauchst du absolut Erfahrung, aber die brauchst du.
Ich glaub, die Erfahrung brauchst du gar nicht unbedingt dauerhaft. Also, du kannst sehr, sehr gut, wenn du ein eine erfahrene Person hast, die sozusagen Vorgaben et cetera gibt, das initiale Modell Ausnahmen definiert, dann kannst du das sehr, sehr schnell in diesen operativen Layer machen, die dann mit den verschiedenen Modellen aus verschiedenen Datentöpfen sozusagen


Benjamin Zühr  
36:28
Mhm.


Nikolaus Sühr  
36:45
sozusagen das Entscheidungsmodell aufbauen und dann brauchst du eigentlich die erfahrenen Leute auf der inhaltlichen Ebene nur noch um Edge Cases zu beantworten und die Qualität sozusagen zu sichern. Je nach Throughput brauchst du das auch vielleicht 40 Stunden die Woche.
Aber nicht unbedingt. Also, ich glaube, du hast ganz, ganz viele fraktionelle Rollen, wenn du es aufsetzen würdest, und die kannst du dir auch extern einkaufen.


Benjamin Zühr  
37:04
Mhm.


Nikolaus Sühr  
37:14
Und vielleicht gibt es da auch unterschiedliche Sachen, wo es einfach eine gewisse Entscheidung ist, wo du einfach entscheiden musst. Das solltest du im Unternehmen behalten. Und dann gibt es einfach fachliche Themen, wo du sagst: „Ey, jetzt keine Ahnung, wie baue ich jetzt eine Flottenversicherung von Deutschland in die Türkei?“
Da hast du vielleicht mal irgendwie einen türkischen Underwriter, der ein bisschen Erfahrung hat. Würde ich mir jetzt dazu holen.
Ich glaub, was du immer Fulltime haben musst, ist Vertrieb. Das ist einfach zu teuer, das zu externalisieren, also Beziehungen und so weiter. Aber am Ende gehst du durch jede Funktion durch und du trennst Zielrichtung


Benjamin Zühr  
37:40
Mhm.


Nikolaus Sühr  
37:50
Expertise, Durchführung und Qualitätssicherung. Und bei Qualitätssicherung würde ich ist manchmal auch einfach Choice, das ist einfach, du kannst links rum gehen, rechts rum gehen, aber du musst halt irgendwo rum gehen. Und bei dem anderen ist es wirklich
richtige Expertise, da kannst du richtig falsch liegen und das kannst du dir notfalls hinzukaufen auf einen Retainer und so weiter, weil du im Zweifelsfall das sonst sehr, sehr teuer wäre. Also ich glaube, du kannst einen super schlanken und dann hast du natürlich Customer Service, was noch im Prinzip drin bleibt.
Das würde ich auch mit Menschen erstmal machen und du, du besetzt eigentlich dort Menschen dauerhaft, wo du auf der Vertriebsebene bist und wo du was mit Menschen zu tun hast. Und ansonsten kippst du sehr, sehr viel der.
Inhaltlich fachlichen Prozesse rein, hast aber absolut immer Zugang zur Expertise. Ob du das jetzt immer fulltime oder fraktionell extern vorhalten musst, ist am Ende eine betriebswirtschaftliche Entscheidung.


Benjamin Zühr  
38:58
OK, das heißt OK, aber dann genau das ist ja jetzt quasi sehr stark auch die interne Perspektive, die du jetzt einmal aufgemacht hast, also wie so ’ne Organisation letztendlich dann aufgebaut werden könnte. Und du hattest ja vorhin auch schon gesagt, dass natürlich das Ganze, das ist


Nikolaus Sühr  
39:07
Ja.


Benjamin Zühr  
39:13
aktuell viele Effizienz-Cases gibt. Also einerseits nachvollziehbar, weil wir haben weiterhin ja und wir haben auch Fachkräftemangel weiterhin, eine alternde Gesellschaft weiterhin und so weiter und so fort. Und ich sag mal, die Löhne im Versicherungssektor sind ja jetzt in den letzten Jahren auch nicht stark gesunken, sondern eher im Gegenteil.


Nikolaus Sühr  
39:16
Mhm.
Ineffizienzen vorhanden sind.
Ja.


Benjamin Zühr  
39:33
will, also das ist ja schon echt ’n Thema. Trotzdem glaube ich, also würde ich gerne meine Hypothese hier in den Raum stellen und würde gerne deine Meinung dazu wissen. Meiner Meinung nach besteht eine Riesenchance in im Nutzen der KI, nämlich bei der Ausgestaltung von Versicherungsprodukten,
Produkten
und ich könnte mir vorstellen, dass das heutige teilweise digitalisierte Standardgeschäft, was geprägt ist durch starre Tarife und mehr oder weniger einfache
Risikofragen sich mehr und mehr mehr und mehr verdrängt wird durch einen immer stärker werdenden individuellen Ansatz, weil Individualität eigentlich nicht mehr viel Geld kostet und man somit den Kunden, was ja meiner Meinung nach sehr positiv wird.
zukünftig, egal wie groß oder klein er ist, ein sehr maßgeschneidertes Absicherungskonzept hinstellen kann mit Hilfe von AI. Würdest du dem zustimmen oder würdest du sagen, hm, also glaubst du eher nicht dran, Standardgeschäfte bleiben und wir konzentrieren uns jetzt vielleicht auf gewisse andere Themen.


Nikolaus Sühr  
40:46
Also ich.
Ich glaube, man überschätzt das Interesse.
Des Endkunden, also ich würde da mal unterteilen zwischen einem, ich habe ’nen ’nen Endkunden, ich habe ’nen KMU Kunden, KMU, wo der Geschäftsführer Inhaber ist, ich habe irgend und irgendwo kommt das Thema Fremdgeschäftsführung und ich habe irgendwie Industriekunden.
Ich glaube.
Das
Am Ende jede These, zumindest bisher, wo ich eine die Annahme war, wenn der Kunde sich mehr
Mit unserem Produkt beschäftigen könnte, ist er oder sie gewillt, selber Verantwortung für die Entscheidung zu treffen. Die ist, glaube ich, verneint worden bisher. Und am Ende ist es immer, gibt waren es eigentlich immer Delegationsmechanismen.
Häufig war das der persönliche Vertrieb, aber am Ende ist es auch, wäre es jetzt an den KI-Agenten, ob ich denen jetzt vertraue oder es wäre an Check 24 oder wie auch immer, oder an den Makler. Ich glaube, ich würde in jeder Sache immer einmal gegenlaufen. Ist es für den Kunden sehr, sehr einfach,
Die Situation muss eigentlich so sein.
gib mir ’n gutes Produkt. Und nicht OK, hier sind 37 Fragen, die du mir jetzt beantworten kannst. Es kann natürlich sein, hey, hier sind meine ganzen Daten, Informationen, ich pack das alles rein, ich krieg dadurch eine maßgeschneiderte Information oder Empfehlung.


Benjamin Zühr  
42:09
Genau.


Nikolaus Sühr  
42:22
Das glaube ich, kann helfen. Ich würde aber zunächst immer noch meinen, dass dieses du, du kommst.
du kommst irgendwann immer noch an Entscheidungen und Empfehlungen. Also es gibt auch eine KI, auch die Daten können nicht, da gibt es nicht eine Wahrheit Wahrheit oder so, das ist so eine Mär, man denkt, da ist eine Wahrheit und es gibt nur noch
eine Entscheidung, sondern es hat dann unterschiedliche Entscheidungen, weil ja Sachen, es sind ja alles Wetten in die Zukunft, da sind wieder Annahmen, das ist so, es ist so wie mit Anlage, mit Investitionen, es die machen eine gute Investitionsentscheidung, dann sagst du, das kommt halt ein bisschen drauf an, auch wie du damit umgehst und ich glaube, dass.
Das etwas ist, was die Leute gerne abgenommen haben wollen von jemandem, der die an die Hand nimmt. Das kann jetzt natürlich gerne auch der KI-Agent sein.
Bin ja noch gar nicht so weit mit Haftung und so weiter. Sagen wir mal einen Haken dran, dass da irgendjemand haftet.
Ich glaube aber.
dass du mit den bestehenden Versicherungsbedingungen die Sachen relativ gut matchen kannst und
Man ja auch sagen muss, das ist so ein bisschen das Doofe an Versicherungsbedingungen. Die sind ja nicht wie so ein, sind nicht wie so ein Supermarkt, je mehr du drauf packst und dann machst du einfach eine Summe drauf, sondern du hast ja irgendwie so das Komische, die gleichen sich dann aus.
und die Standardpakete sind 8090 und der das Zusatzzeugs kostet gar nicht mehr so viel. Und deswegen glaube ich nicht, dass wir jetzt, ich jetzt heute mir Gedanken machen würde, außer in einer Innovationswerkstatt, in die ich nie gehen würde, weil ich glaube, das ist
Blödsinn, wir können ja alle nicht in die Zukunft gucken. Meines Erachtens, ich habe auch ganz viele von denen in den letzten 10 Jahren gemacht und das ist echt gruselig. Also alle dürfen mal ein bisschen Innovation spielen, darum geht es ja auch nicht, sondern ich würde dieses Thema in der Tat
Sozusagen ich habe einen KI-Agenten, der redet mit einem anderen KI-Agenten und die verhandeln dann laufend und ich, ich habe kann brauche dafür aber ganz, ganz viele Mikroversicherungsprodukte, die sich dann darauf matchen, das würde ich.
Das mag kommen, das wäre jetzt aber nicht mein, mein, darauf würde ich jetzt keine, keine Energie verwenden, sondern eher zu überlegen, wie kann ich den und das glaube ich schon, wie kann ich
Den bestehenden Kanal, den der Kunde auswählt, als Versicherer jetzt.
Am Ende mit den richtigen Produkten bespielen, die der Vertriebsweg entscheidet.
Und da wäre ich total agnostisch. Also, wenn Check24 das so schneidet, dann schneiden die das halt so. Und wenn plötzlich irgendjemand kommt mit einem Turboagenten, der ganz, ganz viele Anfragen hat, dann bin ich sofort, sag Haken dran, anderes Thema, dann schneiden wir halt die Produkte kleiner.
und liefern die an. Und dann kann mir die KI natürlich auch auf der technischen Seite helfen, meine Produkte auseinanderzuschneiden, weil das große Problem ist ja häufig dann, ich hab gar nicht die Risiko und die Claims-Daten auf den Zuschnitten.
Keine Ahnung. Vielleicht habe ich MTPL mit seinen irgendwie 335 Ausprägungen oder vielleicht sind es auch nur 12. Vielleicht habe ich die Daten ja sauber auf den 12 Ausprägungen oder vielleicht habe ich sie auch einfach nur auf dem Ding. Da kann KI natürlich dann helfen, dieses Matching zu machen.
Aber ich.
Ich bin da nicht so.
Dran interessiert.
Oh, der Versicherungsvertrieb verändert sich jetzt signifikant, sondern ich würde eher draufgehen, was müssen wir eigentlich jetzt sowieso machen und zahlt das dann nicht eh auf die Zukunft ein. Und das ist natürlich die die Grenzkosten von von adäquaten Produkten, Prozessen, die unsere Vertriebskanäle jetzt.
wünschen, machen. Und wenn ich einen signifikanten Vertriebskanal finde, der anders paketierte Produkte hat, dann würde ich anders paketierte Produkte anbieten, aber ich würde der nächst Lead, der interessiert mich jetzt ehrlicherweise nicht so, weil da kommen wir dann schon hin und wenn der Traffic da ist, dann
Bist du da halt auch in ein paar Monaten?


Benjamin Zühr  
46:56
Fair, total fair. Vielen Dank für deine Einschätzung. Lass uns noch mal bitte.
noch mal zu Häusern gehen, die eher gestandener sind. Und ein Thema, was uns in den letzten Jahren auch immer wieder verfolgt hat, ist das ganze Thema, wie gehe ich mit meiner Legacy-Software um. Jetzt haben wir


Nikolaus Sühr  
47:18
Ja.


Benjamin Zühr  
47:21
jetzt bisher viel über den Change bei den Menschen in den Prozessen geredet. Das Problem mit der Legacy Software ist ja, also es ist jetzt nicht so, dass jetzt da die letzten Jahre es nur.
Juhu-Schreien gab, sondern das ist ja eher so, dass in einfach extrem viel alte Software noch rum war. Löst sich das Problem deiner Meinung nach jetzt ’n Stück weit von selbst, muss ich da jetzt heute überhaupt noch auch vor dem Hintergrund, was jetzt mit AI möglich ist, noch so stark gucken, dass ich die


Nikolaus Sühr  
47:39
Yep.


Benjamin Zühr  
47:57
Ablöse oder kann ich gibt es da vielleicht auch andere Möglichkeiten, dass ich die stärker in den Hintergrund einfach rücke und durch KI mit Workbenches oder sonst was einfach steuern lasse? Wie ist da deine Einschätzung oder wie auch deine Erfahrung, wie Unternehmen da aktuell mit umgehen?


Nikolaus Sühr  
48:12
Also, ich glaube.
Also zunächst einmal, ich bin nicht der Experte für Legacy-Software-Transformation, aber ich habe aus einigen Gesprächen gehört, dass es da sehr, sehr spannende Ansätze gibt, sozusagen dieser Legacy-Software noch mal so ’n zweiten Frühling zu geben, weil es da mit KI und Coding kannst du sozusagen synthetisch nachdokumentieren.
Wir das ein bisschen besser handlen und dann ein bisher abgeschriebenes Asset mal verlängern und genau wie du sagst dann halt gucken mit so gewissen Middle Layer Technologien irgendwas drüber setzen und dann packst du da irgendwie deine Agenten oder weitere Sachen rauf, so dass das glaube ich.
dieses Burning-Plattform-Thema grundsätzlich noch mal neu zu evaluieren wäre. Was nicht bedeutet, dass das Ergebnis ist, wir können das jetzt, wir hatten jetzt weiter Bock auf IBM Mainframe-Gedöns da irgendwie abzuhängen.
Ich glaube, aber intellektuell und das ist das, was du sagtest, eigentlich du sagtest, Prozesse neu denken.
Ich.
Bin sehr, na wie soll man sagen, sehr. Ich hatte sehr hohe Hochachtung vor, sozusagen der.
Na, wie soll man sagen, ich?
Ich finde es sehr, sehr schwierig, Prozesse in die Zukunft sozusagen zu definieren. Also, ich finde dieses Ding, lass uns, lass uns neue Prozesse neu denken und dann auf Basis dieser neuen Zielvorgabe dann eine technische Roadmap machen. Das halte ich für
Mitunter brandgefährlich, je nachdem, wie weit ich sozusagen meinen Plan habe, weil einfach das evidenzbasiert häufig viel, viel häufiger daneben geht, als es richtig geht. Ich glaube aber, dass vielleicht.


Benjamin Zühr  
50:05
Mhm.


Nikolaus Sühr  
50:11
Prozesse neu machen mit KI und insbesondere mit KI sich ja auch alles total verändert. Das sagtest du ja auch, wenn wenn wir plötzlich das, was ein ein mit KI gestützter Prozess vor 6 Monaten sieht, ja heute ganz anders aus, weil ich plötzlich heute einfach
Ganz anderes Modell. Ich habe eine völlig instabile Basis.
Auf den Prozess, ich würde schon einladen, jeder der aktuell größere Budgets allokiert für einen für digitale interne Transformationen, die nicht absolut Burning Plattformen.
sind. Also, wo du wirklich sagst, wir sind ja auf der letzten Rille und sonst schließt uns hier der Laden, die BaFin, irgendwie den Laden zu. Haken dran, mach das, ja. Ich würde da ein Moratorium draufsetzen und von, von, von oder zumindest ein Parallel-Track.
Und sagen: „Ich suche mir für die für mich wirtschaftlich relevanten Bereiche.“ Und das sind nicht die Bereiche, die ich jetzt schon meine, prozessual zu durchdrungen, sondern was bringt diesen Laden richtig nach vorne? Kann er underwriting, Vertrieb, Schaden? Da suche ich mir drei bis fünf Experten.
Raus, die versorge ich meines Erachtens nicht nur mit Technik. Da kommen jetzt keine KI-Agenten oder sonst was, die versorge ich mit menschlichen Assistenten.
Die dann wiederum KI an die Hand haben und einfach sagen: ‚Benny, du bist, du bist mein Königs-Underwriter.‘ Wenn ich Benny 15 Mal hätte, weil bei Benny kommen immer die Sachen und wenn Benny keinen Bock hat oder krank ist, dann bewegt sich das Ding auch nicht, weil wir Benny bisher nicht davon überzeugen konnten oder Benny auch keine Zeit hat und wir uns das gar nicht überlegen konnten.
Wie wird dein Wissen?
Jemand anders transferieren konnten.
Und das wirst du im Vertrieb so haben, im Schaden haben, im Finance haben, im Anlagebereich. Du hast überall so Hoheitswissen.
Jetzt zu Benny aber zu sehen, Benny, mega gut, du brauchst jetzt ’ne KI-Schulung, du machst das, entweder hast du keinen Bock oder du hast keine Zeit, wahrscheinlich selbst wenn du Bock hast, hast du irgendwann wahrscheinlich keine Zeit, weil ich will ja, ja, könnte Benny jetzt irgendwie was vibe coden, könnte er vielleicht, aber das kann irgendwie
Das kann wahrscheinlich der 17-Jährige.
Heini, KI-Entwickler, wahrscheinlich besser als Benny, aber was niemand kann, ist den Makler anrufen, die Entscheidung, die Erfahrungswerte. Das hat nur Benny. Und dann im Prinzip hingehen und zu sagen, wir fangen jetzt an, unsere Kern-Leverage-Experten.
Können auch Manager sein, zu multiplizieren.
Aber wir versuchen nicht, euch jetzt zu fragen: „Könnt ihr mal beschreiben, was ihr macht?“ sondern wir delegieren einfach an die Menschen. Die machen alles mit KI. Damit können wir gucken, ob wir euer Fachwissen replizieren können. Wir achten nicht auf Prozesse, weil wir die Prozesse vielleicht gar nicht kennen. Eure Prozesse sind irgendwie instabil.
Und damit fangen wir plötzlich an, dieses interessante implizite Wissen zu definieren. Wir lernen, wie sich Prozesse verändern, wenn ich diese intelligente Schicht dazwischen habe. Wir lernen, wie weit wir in einzelnen Prozessen.
Regeln entwickeln können, sodass die sozusagen Übersteuerung, die Qualitätssicherung, immer geringer ist. Das kann ich aber nicht vorher, das kann ich nicht planen. Also, ich kann nicht sagen, das geht.
Das geht absolut in 3 bis 6 Monaten. Das geht auch absolut mit 50 bis 80 Prozent Effizienzgewinn oder sogar noch mehr. Wenn du aber das, das muss ich gar nicht planen, das müssen wir sozusagen erleben, weil ich nicht genau weiß und du auch nicht genau weißt, welche Tätigkeiten Benny in den nächsten 3 Monaten
durchführt. Und daraus entwickeln wir dann sozusagen nach Nutzung und Skalierung und wir sagen einfach, ist doch cool, wenn Benny jetzt schon, ich Benny immer weniger umsetzen muss. Bennys Wissen sozusagen vielleicht noch nicht für die Agenten.
oder im Kernsystem, aber in einem geteilten Wissenspool von Menschen, das hab ich schon viel gewonnen. Benny wird dann die freie Zeit nutzen, um mehr Kunden, Qualität nach oben zu bringen und so weiter. Und die Prozesse, die dann stabil sind,
Die gucken wir uns jetzt an. Ey, mega, kann ich das in meine Legacy reinpumpen? Muss ich ’n neuen deterministischen Prozess draufsetzen? Pack ich ’n KI-Agenten drauf und du, du gehst sozusagen auf Basis deiner echten
Ähm.
Bewirtschaftung und Stabilität deiner Prozesse rauf und das Beispiel, was ich im Kopf hab, ich hatte mal irgendwie, dass die in Finnland, wenn die in Finnland Fahrradwege oder so Wege in Parks machen.
Das deutsche Modell ist ‚bat bam grid‘ durch. Die warten, bis es schneit, gucken sich an, wer durchläuft, sehen damit sozusagen, wie ist der eigentliche Prozessweg und dann bauen die die Wege. Und das ist so ein bisschen für mich, das ist so wie
wir haben jetzt diese Technologie ist völlig neu, es schneit jetzt einmal, wir keiner von uns hat eine Ahnung, wir können es auch nicht planen, insbesondere da die Technologie sich total verändert, unser Anspruch nach Nutzung der Technologie sich verändert und wir könnten die Legacy jetzt länger am Leben halten, da würde ich eine Moratorium
machen und dann lass uns mal genau gucken, was passiert und darüber dann rausbauen. Aber es ist nicht nur ein technisches Problem, es ist natürlich, ich muss sozusagen, es ist ein, ich find Change ist so ein bisschen abgedroschen. Ich hab eigentlich ein anderes Organisationsmodell und ich glaub ganz entscheidend ist dieser.
Menschliche.
KI-Assistenten, Ops-Pool, weil das sind am Ende auch die Leute, die die Agenten machen. Weil Benny, wie viele Agenten hast du denn Bock, selber zu managen?


Benjamin Zühr  
55:57
Schönes Bild. Also vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung. Also vor allen Dingen das Bild mit Finnland gefällt mir sehr.


Nikolaus Sühr  
56:06
Ich fand das auch geil. Also war irgend so ein LinkedIn-Meme. Ich so: Ja, ja, das kann ich irgendwie nachvollziehen, ja.


Benjamin Zühr  
56:08
Ja.
Genau, also es ist schön vorstellbar. Und wenn wir das Bild noch mal nehmen, also.
Letztendlich muss man ja sagen, also das eine ist ja das Thema Umgang mit Legacy, darüber haben wir jetzt gesprochen, aber das andere ist ja vor allen Dingen, wo haben wir eigentlich Möglichkeiten jetzt mit Hilfe von AI reinzugehen, die wir vorher nicht hatten und da ist für mich eigentlich immer so das Thema Individualgeschäft. Und ich find auch da passt das


Nikolaus Sühr  
56:38
Ja.


Benjamin Zühr  
56:39
Bild deswegen eigentlich super cool, weil auch da, glaube ich, im Zweifel ist Individualgeschäft. Ich meine, es steckt ja schon im Namen, es ist halt individuell, aber es ist ja nicht nur individuell, weil das Risiko individuell ist, sondern es ist auch individuell, weil im Zweifel.


Nikolaus Sühr  
56:50
Yep.


Benjamin Zühr  
56:55
Auch jeder gewisse Dinge einfach ein bisschen anders macht. Es gibt extrem viel Schatten-IT, Excel, Word, Powerpoint, schieß mich tot und so weiter und so fort. Und das wäre für mich noch mal so ein Punkt, also.


Nikolaus Sühr  
57:01
Jap, jap.


Benjamin Zühr  
57:09
Wir hatten vorhin am Anfang gesagt, Digitalisierung war sehr stark bisher mit Standardisierung eigentlich in Verbindung und ich glaube, also mein Gefühl ist gerade jetzt kommt die Zeit, wo Digitalisierung mit Hilfe von AI halt auch wirklich das Individualgeschäft betreffen wird.


Nikolaus Sühr  
57:14
Ja.


Benjamin Zühr  
57:26
Kannst du dazu noch mal deine deine Meinung sagen? Das würde ich super spannend finden.


Nikolaus Sühr  
57:28
Yep.
Absolut, ich glaube, das wird ’n absoluter Gamechanger. der Der Vorgehensprozess ist für mich eigentlich wie folgt: Das Individualgeschäft kommt jetzt erst mal so rein, wie es reinkommt. Der Underwriter macht ja sein Geschäft jetzt schon. Jetzt kriegt dieser Underwriter einen
Virtuellen Junior Underwriter, also diese besagte Person, ist ausgestattet mit den mächtigsten Tools. Das gesamte Besteck darf da alles rein laden. So, und dann geht es, fängt es ja erst mal an zu sagen, können wir die, kann ich die Submission sozusagen, ich krieg die rein, kann ich die in meinen Fragebogen mappen?
wahrscheinlich nicht ganz, kann ich relativ schnell dem Broker zurückgeben. Hier sind noch ein paar Rückfragen, da hast du so diesen Submission-Prozess, dann kannst du das nächste Ding machen, kannst du da irgendwie triagieren, weil ein Makler hat auch gerne eine schnellere Antwort, auch gerne ein schnelleres Nein, aber auch ein schnelleres Ja, weil das dir natürlich
dann wiederum mehr Zeit gibt, weitere Fragen zu stellen. Also es gibt im Londoner Markt, ich war jetzt die letzten Tage in London, da gibt es Underwriter, die sagen einfach nö, das ist aber nicht in meiner Form. Dann sagt der Broker, ja warte mal, ich krieg das ja so von meinem Kunden, der zieht das ja auch noch aus seinem System.
Es gibt hier irgendwie 5 Markets oder Versicherer, die haben alle andere Systeme. Eure Fragebögen sind im Übrigen, fragen irgendwie alle so ein bisschen das Gleiche, aber auch nicht genau. Und könnt ihr es nicht einfach mal machen? Und das kannst du sehr, sehr schön machen und dann lernst du erst mal ein paar Sachen.


Benjamin Zühr  
58:49
Mhm.


Nikolaus Sühr  
58:56
Wie sind die Formate? Wie viel kann die KI lesen? Welche Modelle können das machen? Was ist das? Dann passiert aber noch was anderes. Jetzt ist, jetzt sagt er: ‚Ey, cool, ich muss das Zeug jetzt nicht alles durchlesen.‘ Jetzt gehst du weiter und sagst: ‚Wusstest du, welche zusätzlichen Daten du haben kannst?‘
So, und jetzt fängst du an, Sachen entweder aus Datenbanken abzuzapfen, OK, aber auch das Internet zu crawlen. Dann sagst du: „OK, jetzt habe ich alle Finanzdaten.“ Sag: „Warte mal, was willst du eigentlich mit den Finanzdaten machen?“ Also, du fragst jetzt Daten an.
Aber es ist noch gar nicht klar, was dieser neue Datenpool auf deinem Underwriting-Modell bewirkt, weil das war so, A wär ja schön und dann wirst du irgendwelche Sachen bekommen, wie keine Ahnung, wie ist irgendwie die Organisationsstruktur, weil wenn du sagst, Allianz Türkei kommt ja nicht in eine saubere.
P&L oder Adidas Türkei kommt ja nicht plötzlich sauber Adidas Türkei, sondern können irgendwie 15 verschiedene Firmen sein. Wie sind die miteinander verwoben? Und dann lernst du plötzlich: „Ah, warte mal, wie kann ich das machen?“
Und dann kannst du das Individualgeschäft, glaube ich, von dem Entscheidungsthema relativ gut machen. Du kannst dann einen Schritt weitergehen und wenn der, wenn der sozusagen Magic One, das Droidenwissen, plötzlich reinkommt, kannst du noch mal sagen, warum hast du das eigentlich gemacht?
Unter welchen Prämissen wäre das anders? Also, du kannst dieses Wissen noch mal ein bisschen challengen, weil da ist eine KI mega mächtig und dann: „Ja, aus dem Grund habe ich das gemacht.“ Oder auch noch mal hinterfragen, welche weiteren Daten könnte man noch mal machen. Also, der Underwriter kann dann selber.
Entweder mit der KI oder das macht dann, weil der gar nicht drauf kommt, das macht dann ein gut instruierter KI-Assistent. Der nutzt das ganze Besteck, das ganze logische Besteck, um das sozusagen rauszuholen und sagt: „Komm mal, hier ist eine Entscheidung, das wolltest du von mir.“ Ich habe es noch mal gegenchecken lassen. Werden folgende Informationen für dich auch interessant?
Man kann es entscheiden. Ah, OK. Und daraus ergibt sich dann, das meine ich sozusagen, ein neues Zielbild. Das hätte dir der Underwriter gar nicht sagen können, weil der Underwriter hat ja nur seinen bisherigen Prozess. Und das gehst du sozusagen durch, bis du irgendwie sagst: „Jetzt habe ich eine gewisse Stabilität.“
Und dann kannst du natürlich sehr, sehr einfach sagen: ‚Warte mal, aus diesem unstrukturierten Datensatz, Ergebnispräsentation, will ich jetzt für mein Kernsystem, das ist jetzt erstmal so, wie es ist, die deterministischen Daten.‘
rausgeben, dann lässt du vielleicht zwischen bauen, irgendwie ’nen Data Validation Score, so der da, der wahrscheinlich lieber deterministisch und dann pumpst du das irgendwie in ein System, daraus erstellt du jetzt das Bode hoch. So das kannst du, da ist aber Technik ist ’ne Person mit geilen KI-Tools, die für 2€ im Monat irgendwie
brauchst du auch keine, keine Workbench, das ist erst mal sozusagen das Ding daraus, wenn du jetzt richtig Volumen drauf kriegst, baust du dir deine Workbench, aber wie soll die Workbench aussehen? Die baust du natürlich, würde ich die machen mit Coding Agents, weil die Visualisierung, wie ich das machen kann, das
Unendlich viele Möglichkeiten und das kannst du. Das können wir beide in einem Workshop ja gar nicht.
Also würde ich sagen, ich weiß nicht, was es ist. Es gibt sicherlich ein paar Best-Practice-Komponenten, aber ich möchte, dass der Underwriter sich sogar je Kunde.
Ein eigenes Dashboard zur Verfügung stellen kann, weil Packaging und Visualisierung für das menschliche Gehirn extrem wichtig ist, um Sachen kognitiv zu hinterfragen.
So, und das ist halt je nach Kunde vielleicht ein bisschen anders. Und das packst du dann durch einen Coding Agent. Wird jetzt, du hast vielleicht ein Interesse dran, Coding Agent zu öffnen. Ich habe da überhaupt keinen Bock drauf. Und deswegen, das muss aber dann der KI-Agent, also der der KI-Assistent.
Der ballert dann den Coding Agent hoch und baut dir das Ding irgendwie in 20 Minuten zurück, weil du irgendwie 567 Rückfragen hast.
Und das jetzt kann es aber noch weitergehen. Jetzt gehst du weiter und sagst: ‚Warte mal, ist denn wirklich alles Individualgeschäft oder ist ein Teil vom Individualgeschäft eigentlich Rateable Business?‘ Das hätte einen Individual Underwriter.


Benjamin Zühr  
1:02:55
So ist es.


Nikolaus Sühr  
1:03:00
Der kommt immer nur in seinen Ausnahmen und dann sagst du: „Aber warte mal, guck mal, wir haben das jetzt ein paar Mal gemacht. Hier geht das hin.“ Oder du kannst sagen: „Ah, guck mal, Nick ist auch Underwriter. Der sieht das immer ein bisschen anders. Du hast alle Freiheiten, weil wir das organisatorisch so festsetzen.“
Aber guck mal, ist das vielleicht noch eine interessante Idee, weil du plötzlich die Sachen gegeneinander legen kannst? Oder ich hatte jetzt neulich mit einem Chief Underwriting Officer gesprochen, der sagt, das ist brandgefährlich. Ich will eigentlich die Risikoauslese und ich will eigentlich die, die das Portfolio von meinen Underwritern haben, weil die sozusagen, obwohl sie es gar nicht will, ich hab nicht sozusagen diesen Mono, ich hab nicht diesen Single
Oder Failure, dass die sozusagen das kann ich aber natürlich durch die KI auch einfordern. Ich kann ja natürlich die KI-Sachen und jetzt mach mal unterschiedliche Annahmen. Das muss ich jetzt ja gar nicht durch die Person. Das kann zum Beispiel reinkommen oder ich mach ein paar. Und dieser Prozess ist, glaub ich, inherent instabil.
weil du immer mehr machen möchtest und deswegen wäre meine technische Lösung dafür, eine Person mit ganz, ganz vielen KI-Tools, um die Sachen zu analysieren, zu determinieren, zu visualisieren.
dann aber sukzessive den Rater unten durchzubauen, wo du sagst: ‚Hey, wie könnte man das raten?‘ Dann sagt er: ‚OK, warte, das Ding kann ich sogar raten.‘ Das gibst du jetzt wieder zurück in die Submission, sodass du nicht nur sagen kannst: ‚OK, ich will jetzt sozusagen Submission in mein
in in meinem Fragebogen, sondern du kannst gegebenenfalls mit Proxys machen. Ich kann euch schon mal eine Ersteinschätzung geben. Dann gehst du weiter und sagst, ich kann euch diese Ersteinschätzung sozusagen nicht nur geben, sondern ich kann euch sagen, wenn ihr folgende aktive Risikomaßnahmen jetzt schon habt oder in Zukunft machen würdet.
hätte das folgende Reduktion auf die Prämie und im Übrigen wollen wir mit euch das Risiko managen, bis hin, wenn du das drin hast, kannst du plötzlich dein Portfolio passiv underwriten, bis hin kannst du zu dem Makler hingehen und sagen, guck mal, wir haben mal den ganzen Market Spread, was so Coalition macht.
Jetzt haben wir mal gepre-underwritten, also du weißt schon, und das, das ist sozusagen, du elevatest das Ding und bevor das nicht stabil ist, ich glaube, es ist nie ganz stabil, aber es wird stabiler. Es gibt immer Sachen, die wir verändern und es wird dann immer Sachen geben,
Die sozusagen einigermaßen stabil sind, die gehen dann sozusagen in die KI-Assistenten, die sozusagen ohne Einzelfallprüfung die Sachen durchgeben. Dann baust du proprietäre deterministische Software und irgendwann, wenn du an die Grenzen von deiner Legacy kommst, wenn das wirklich dein Hauptproblem ist, weil du oben so viel geilen ****** gemacht hast, dann kannst
Du dir überlegen, ob du Teilprozesse der Legacy irgendwie rausschneidest von unten oder die Legacy vielleicht noch mal anpasst, weil die Legacy vielleicht gar nicht so schlecht war. Sie war nur schlecht, sich laufend verändernde Business Requirements kosteneffizient umzusetzen.


Benjamin Zühr  
1:05:49
Ja, aber was für eine Chance, was für eine Chance, die da drin steht, ne?


Nikolaus Sühr  
1:05:49
Ja, das ist.
Und nochmal, das kannst du und jetzt machen wir den Bogen.
Das kannst du heute anfangen. Du bist Chief Underwriting Officer, hast nicht, du bist nicht, hast nicht die AI-Strategie. Die wird irgendwo in Amerika oder in München, hast keine, hast keine Chance, da irgendwas zu machen.
Du kommst trotzdem nicht aus. Dein CTO ist ein Idiot.
Ja, dein CEO ist ’n Idiot, dein CTO ist ’n Idiot. Du weißt, das einzige, was du brauchst, du hast irgendeine Art von KI-Copiloten, den hast du.
Das Einzige, was du machen musst, ist zu gucken. Ja, das will ich machen. Du brauchst einen Underwriting-Agenten und musst irgendeinen Hiwi.
also nicht Hiwi, die das wissen wir schon, intelligente, aber der muss noch nicht mal Underwriting haben, einsetzen und durch diesen diesen Prozess einfordern und encouragen und nicht das erste, wir machen jetzt eine
Underwriting-Workbench. Natürlich kannst du auch sagen, vielleicht ist die Underwriting-Workbench genau das Thema, weil du sozusagen schon prozessual stabiler bist. Aber was auch immer du für eine Underwriting-Workbench dir einkaufst oder einprogrammieren lässt, du musst relativ schnell die Möglichkeit haben, diese Sachen zu erweitern.
Selbst wenn das nicht im Scope ist, weil aus meiner Sicht treibst du diesen Scope immer weiter nach vorne und daher kommt auch das Wachstum. Das meine ich auch mit einer Wachstumsfunktion, aber da lasse ich niemanden aus der Verantwortung, wenn du das nicht machst.
Dann liegt es an dir. Jeder kann das heutzutage machen. Ich habe bei uns angefangen mit einer ChatGPT-Lizenz und einem Kollegen, weil die Lösungen, die mein technisches Team bereitgestellt hat, einfach inadäquat waren, und die sind heute noch inadäquat.
Weil wir einfach.
Also, sie sind teiladäquat, sagen wir mal so.


Benjamin Zühr  
1:07:46
Ja, aber letztendlich ist es, ist es und das hatten wir vorhin auch schon ’n paar Mal, es ist alles an den Menschen und und ich, ich glaub schon, dass gerade gestandene Unternehmen gerade einfach die große Herausforderung haben. Sie haben halt.
Menschen, die Lust haben, sich damit zu beschäftigen, die die Tools an ihre Grenzen treiben und es gibt, glaube ich, aber mindestens genauso viele Menschen, die einfach da keinen Zugang, Interesse, was auch immer dran haben und da glaube ich, das wird ein ganz interessantes Thema.
wie jetzt man damit umgeht, das ist natürlich changed, das ist ganz stark managementgetrieben und so weiter und so fort. Aber ich glaub da, da könnt ich mir übrigens aber auch vorstellen, dass sowas wie Workbenches am Ende helfen, die halt ganz, ganz klar sagen, OK, ich unterscheide eben nicht mehr zwischen dem, der das Tool.


Nikolaus Sühr  
1:08:28
Total.


Benjamin Zühr  
1:08:35
Gut nutzt und dem, der es nicht gut oder gar nicht nutzt, sondern ich habe meinen Prozess und in dem Prozess sind Agenten, die letztendlich personenübergreifend gewisse Prozesse halt einfach durchführen. Also und.


Nikolaus Sühr  
1:08:48
Absolut.


Benjamin Zühr  
1:08:50
Das sehe ich als Riesenchance da.


Nikolaus Sühr  
1:08:52
Ich, also das ist auch eine Riesenchance. Ich würde halt das, was alles, das was du gerade gesagt ist, alles wahr und jeder nickt es weg und fühlt sich nicht verantwortlich. Deswegen sage ich, du bist, du kannst starten, bevor du die Work, also Szenario 1. du hast die Workbench noch nicht, du kannst damit starten.


Benjamin Zühr  
1:09:08
Das ist richtig, absolut.
Ja.


Nikolaus Sühr  
1:09:12
Und damit dann Requirement Set für die Workbench machen. Absolut. Nein, ich würde auch sagen, ob jetzt der.


Benjamin Zühr  
1:09:12
Yeah.
Ja, da total richtig, ja.


Nikolaus Sühr  
1:09:22
Also sozusagen der, der der der der King Underwriter ja, der wo alles sozusagen am Ende endet zwischen ob der jetzt selber mit der Underwriting Workbench zu tun hat, würde ich gar nicht sagen. Ich will den gar nicht, der muss gar nicht durch die Underwriting Workbench, das sollen gerne.
glaub, es müssen dann gar keine, wenn die Underwriting Workbench so beschrieben ist, wie du sagst, müssen es ja gar keine Underwriter sein. Aber es müssen halt Menschen sein, die sozusagen die Sache machen und am Ende ist der Chief Underwriter, der kriegt halt irgendeine SMS oder der kriegt einen Eskalationspfeil, der kriegt ein Ergebnis, spricht eine Sprachnachricht zurück, außer dass der mega Bock hat auf einer
Workbench, Mensch, dann hat er natürlich Zugang zu der Workbench, aber er muss nicht direkt mit der Technologie interagieren. Wenn du dir vor, wenn du dir, wenn du dir anschaust, was machen extrem busy Leute?
Also, das wissen wir, die interagieren niemals direkt mit ihrer Technologie. Die schreiben, gucken manchmal nicht ihre eigenen E-Mails, die sind, machen irgendwelche Sprachnachrichten. Also, wenn du dir anguckst, wie hierarchisch organisierte Organisationen, sagen wir mal, dass die richtigen Leute on the top sind.
ja, und rar sind. Die schaffen es immer weitere Abstraktions-Layer von der eigentlichen Technologie hin zu, ich spreche mit Leuten, ich hole mir die Leute rein und ich rede mit Leuten. Das ist eigentlich das oder ’ne Sprachnachricht, ja, sozusagen das digitale Äquivalent. Das muss das Designprinzip sein.


Benjamin Zühr  
1:10:34
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:10:39
als Angebot von der Interaktion der Leute, dessen Wissen du nicht nur einmalig, sondern dauerhaft in das System haben musst. Und dann musst du sie immer auch noch motivieren und da gibt es unterschiedliche Situationen. Aber das muss das Designprinzip sein. Also die Underwriting Workbench für
für mich, wenn er, wäre WhatsApp oder Slack, weil ich eigentlich nur Teilerfahrung, ne, und dann kann ich da irgendwie reingehen. Und ich glaube, dass du da enorm viel


Benjamin Zühr  
1:11:00
Ja.


Nikolaus Sühr  
1:11:12
Dann kannst du machen, wie du die Agenten miteinander machst, und dann sagt einer: „Warte mal, ich hol mir jetzt noch mal den Agenten. In der Türkei war das doch ganz anders. Jetzt zieh ich mir ganz, ganz viele Daten. Jetzt baller ich das wieder rein.“ Das ist dann wie in allen technologischen Fällen. Du guckst halt von den.
Einzelfall eher in dieses systemisch prozessuale Denken. Das ist aber nicht weniger wert. Das ist aber eine enorme, das ist, wenn die beiden zusammen gehen, ist das enorm viel wert. Und das glaube ich,
ist dann, wie du mit Individualgeschäft, wie du dann in Underwriting Benches kommst, wie du in Portfolio Underwriting, bessere Maklererklärung, Vertriebsthemen kommst, aber sogar daraus auch Rateable Business und das kann natürlich andersrum gehen, wenn du aus einer.
KMU-Strecke kommst von einem Rateable Business in den Manual Referral, der kann natürlich genauso aufmachen, außer dass du sozusagen sagst, na ja, sind irgendwie nur 7 Regeln, bis hin zu einem Individual Underwriting, weil die meisten Cases ist ja auch nicht alles bei einem Großkunden.
non-ratable. Großkunde hat in seinem Gedöns durchaus auch Standardzeugs drin, ne, und das meine ich, diese, diese dann wieder das finnische Thema


Benjamin Zühr  
1:12:20
Absolut.
Total.


Nikolaus Sühr  
1:12:33
Das wie so Schnee sich machen lassen, weil der die Sache, die sich total verändert hat, ist, dass die Kosten der technischen Entwicklung, wenn du richtig weißt, wie du agentisch codest und nicht wie ich jetzt irgendwie vibe coden irgend Müll da hingeben würde.
Dann sind die natürlich enorm gesunken, aber es hat sich jetzt verlagert auf: Wie plane ich? Wie mache ich das mit den Leuten? Und ich glaube, diesen Sprung, den ich sehe, dass.
Die Leute reden. Forward Deployed Engineer ist ein Begriff, oder?


Benjamin Zühr  
1:13:05
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:13:06
Na also, vielleicht für die Zuhörer, kommt eigentlich so von Palantir und das ist war die Erkenntnis, dass du sehr, sehr große technische analytische Fähigkeiten, damit das sozusagen an die verschiedenen Datenpools, Tools et cetera angebunden, dass du Leute von Palantir mit der Erfahrung vor Ort haben musst, die dir dann das Plumbing gemacht haben, damit die Technologie reinging.
Das merken jetzt auch die ganzen AI-Labs. Die machen deswegen mit Private Equity Leuten, die kaufen sich die Forward Deployed Engineers, weil sie merken, dass allein das Tool nicht ausreicht für große Kunden, das einzusetzen. Ich würde das Thema einen Schritt weitergeben.
überall dort, wo das Wissen implizit und nicht allein durch die Daten extrahiert. Du brauchst sozusagen einen Forward Deployed Worker, Menschen, der sozusagen diese technische Schnittstelle, diese operative Schnittstelle macht. Der muss gar nicht ’nen Entwickler sein, ist vielleicht sogar besser, weil der muss die Arbeit auch machen.
und nicht sofort in der technischen Lösung, sondern vielleicht sagen, du OK, ich kopier aus 17 Quellen irgendwas alles in mein Projekt rein und da kommt dann Ergebnis, ja, war jetzt nicht so cool, hat irgendwie 10 Minuten gedauert, vorher hat es aber 8 Stunden gedauert und der Vorfall kommt nur alle 5 Jahre, also machen wir gar kein Engineering-Project. Ich glaub, das ist das, was.
Viele Leute noch nicht mitgeschnitten haben und ist meine Einladung, weil damit kann jeder sehr, sehr gut anfangen.


Benjamin Zühr  
1:14:26
Ja, da gebe ich dir total recht. Nick, bevor wir schließen, eine letzte Frage habe ich an dich oder würde ich mich deine Einschätzung interessieren? Wir haben jetzt so unterschiedlichste Facetten eigentlich diskutiert, wie
Wie sich AI und Digitalisierung in den letzten Jahren entwickelt hat.
Ab wann glaubst du, verhandeln Agenten miteinander?


Nikolaus Sühr  
1:14:51
Ich glaube, das machen wir heute schon.


Benjamin Zühr  
1:14:52
OK.


Nikolaus Sühr  
1:14:53
Also, also die, die, na, die erste Form ist ja, ich krieg also ich krieg Informationen von dir, die hast du gedacht und wahrscheinlich durch ’ne KI veredelt.


Benjamin Zühr  
1:14:54
Gib mir mal ein Beispiel.
Mhm.
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:15:07
Hätte ich jetzt mal gedacht, das bedeutet nicht, dass du die KI gefragt hast, machen wir mal, sondern hier sind ein paar Ideen, du sprichst rein, zack, machen wir mal ’ne Struktur, dann macht es noch mal 34 extra, sag, boah, ist eigentlich auch ’ne ganz gute Frage, machen wir mal ’ne gute Struktur, haus raus, so, dann gucke ich mir das an und sag, mega cool, zum Beispiel Fragen, ne, da sind wir jetzt gar nicht so durchgegangen, du hast
ein paar Fragen vorher gestellt. Ich bin dann durchgegangen, was hab ich gemacht? Ich bin, bin, bin losgelaufen, hab mir die Fragen durchgesprochen, so meine Ideen, 20 Minuten Transkript, das pack ich wieder rein bei mir, hab mal Astra gefragt, so hey, map das mal auf die Fragen, ist es irgendwie logisch inkonsistent, wie kann ich das machen?
Hatte jetzt nicht mehr die Zeit. Kann ich ein paar Zahlen, Daten, Fakten die Research hatte ich jetzt nicht mehr. Die Zeit wäre auch, glaube ich, gar nicht notwendig gewesen. Hält dich rein, geb das zurück, schieb dir das zurück. Also, wir sind aktuell, haben wir eigentlich schon das Thema.
Mensch, KI zu Mensch, KI und zurück. Das kannst du jetzt natürlich mit Agenten zusätzlich machen, wenn das deterministisch ist und das ist
Dann die nächste logische Form im Individualgeschäft, weil jeder das eigentlich schon gebaut hat. Der Makler kriegt die unstrukturierten Daten, packt das bei sich in seine KI-Agenten, mappt das auf die ganzen verflixten Fragebögen, die Zugang.
Ballert das hin.
vielleicht noch mit irgendwie einer Information, jetzt je nachdem, ob der Fragebogen genau ist, der geht in den Submission Triage Prozess. Also da haben wir es, glaube ich, schon und das ist dann eigentlich ’ne logische Erweiterung oder der Kunde kommt mit, ich hab mal, ich hab mal KI gefragt auf meine Police.
Das sind folgende Sachen, lieber Makler, mach mal, der Makler kriegt jetzt ein viel breiteres Sache an Fragen, pack das wieder bei sich in die K. Also ich glaub, das passiert schon. Wann das automatisch passiert, glaube ich.
im Industriegeschäft, kann das, glaube ich, sehr, sehr schnell jetzt vielleicht nicht so sehr im ersten Schritt bei der Verhandlung, weil ich glaube, da sind da tun sich beide Seiten noch schwer, die ganzen impliziten Regeln, die dann doch in der Verhandlung drin sind,


Benjamin Zühr  
1:17:20
Hm.


Nikolaus Sühr  
1:17:30
also nach dem Motto, ja, Marsh hat halt gefragt, macht aber 70% unseres Geschäfts, steht nirgends, dürfen wir auch nicht, aber ne, wird halt noch mal eskaliert, wenn der Chef irgendwie anruft, das muss ja alles irgendwie sonst mit abgebildet werden, dieses Negotiation, ne, ich glaub, wo es relativ schnell reinkommt und heute mit heute technischen Mittelmöglichkeiten.
sind es halt in so, keine Ahnung, dynamischen Gruppenverträgen, dass du einfach sagst, also überall wo du, wie heißt denn das, Delegation, wie heißt das, Delegation, also was ist, wenn du was rein meldest in den Vertrag, was, wie heißt man,


Benjamin Zühr  
1:18:03
Ja, also Rahmenverträge für KFZ-Flotte, Wohngebäude.


Nikolaus Sühr  
1:18:05
Rahmenverträge.
Kfz Flotte könnte das sein oder es könnte eine eine Internet alles so Logistik, Transport, ne, so so und das hast du im Prinzip, kannst du zu Fahrt mit Regeln und dann dann sucht er das. Das kann sogar mit Systemzugriff theoretisch sein bei einem großen Kunden.


Benjamin Zühr  
1:18:12
Yeah.
Genau, Transport, ja.


Nikolaus Sühr  
1:18:25
Das wäre sicherlich etwas, wenn ich einen firmengebundenen Makler hab, der das sozusagen einfach. Also, da ist es ja schon sehr, sehr. Da ist ja der die Entscheidung weitestgehend, ist glaube ich, der Grund, warum es manuell ist, eher die Schnittstellenthema.
als dass jetzt jeder Underwriter irgendwie 3 Tage lang nachgrübelt, was er mit dieser Submission macht. Und das, glaube ich, wäre sehr schnell, ob das dann wirklich Verhandeln ist, das ist dann Verhandeln, das meine ich.
Ein Teil davon ist ratable. Ein Teil von geht in referral process.


Benjamin Zühr  
1:19:00
Mhm.


Nikolaus Sühr  
1:19:03
Und das ginge, glaube ich, heute schon.
Also technisch ist das alles möglich. Ich muss nur, ich muss nur und das unterschätzen die Leute. Ich muss halt den den Regelbaum eigentlich gut aufzeigen und wenn man das mal alles sieht.
So, da ist das halt relativ viel, weshalb ich auch glaube, dass man schrittweise machen muss, weil du.
Selbst wenn es statisch wäre, du kannst, ist es sehr, sehr schwer für für für uns, glaube ich, historisch wissen, was so implizit ist, vorwärts gerichtet in den Entscheidungsbaum zu treffen, der dann auch noch irgendwie gut trifft.


Benjamin Zühr  
1:19:47
Aber ich denke, am Ende ist es ja konsistent. Wir müssen uns einfach mit den Möglichkeiten, die heute bestehen, wirklich intensiv auseinandersetzen. Wir müssen sofort anfangen zu nutzen und wir müssen gucken, was macht es mit meinem Geschäft, wie.
Werde ich zukünftig mein Geschäft betreiben? Ich fand es super spannend, dass wir uns dazu heute so intensiv ausgetauscht haben. Vielen lieben Dank für deine Zeit und für deine Einschätzungen und ganz viel Spaß in Las Vegas. Ich bin sehr gespannt, was du berichtest.


Nikolaus Sühr  
1:20:17
Benny, vielen vielen Dank. Danke fürs Zuhören und freue mich auf kritische Kommentare. Ich glaube, das Spannende ist, wir sehen, dass alle haben andere Zwänge, andere Opportunitäten.
Aber die genau die Grundprämisse, die Benny sagte, du kannst anfangen, kann jeder kann heute anfangen und wenn du es nicht machst, dann bist du selber schuld.


Benjamin Zühr  
1:20:44
Damit schließen wir. Vielen lieben Dank an die Zuhörer und bis bald.

 

 

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Patrick Kipp, KA Köln.Assekuranz: Q12-TMT Testmanagement Tool – ID #87 https://industrieversicherung.digital/patrick-kipp-ka-koeln-assekuranz-q12-tmt-testmanagement-tool-id-87/ Fri, 03 Jul 2026 16:06:34 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23837 Softwaretests gehören in vielen IT-Projekten zum Pflichtprogramm – ihr strategischer Wert bleibt dabei jedoch oft unterschätzt. Das lässt sich ändern: In dieser Episode steht ein konkretes Praxisbeispiel aus der Industrieversicherung im Mittelpunkt: die Einführung des Q12-TMT Testmanagement Tools bei der KA Köln.Assekuranz. Patrick Kipp, Business Analyst und Testmanager bei der KA Köln.Assekuranz, schildert, wie Testmanagement bei einem komplexen Migrationsprojekt – der Umstellung der Vertragsverwaltung auf das COSMO Underwriting Tool – von dezentralen Excel-Listen zu einem strukturierten, professionellen Ansatz weiterentwickelt wurde.

Im Gespräch: Patrick Kipp, Oliver Storch, Erik Schilling und Kirstin Müller
Länge: 38 Minuten

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ID#87

03.07.2026

Patrick Kipp, KA Köln.Assekuranz: Q12-TMT Testmanagement Tool – ID #87

Softwaretests gehören in vielen IT-Projekten zum Pflichtprogramm. Ihr strategischer Wert bleibt dabei jedoch oft unterschätzt. Das lässt sich ändern: In dieser Episode steht ein konkretes Praxisbeispiel aus der Industrieversicherung im Mittelpunkt: die Einführung des Q12-TMT Testmanagement Tools bei der KA Köln.Assekuranz. Patrick Kipp, Business Analyst und Testmanager bei der KA Köln.Assekuranz, schildert, wie Testmanagement bei einem komplexen Migrationsprojekt – der Umstellung der Vertragsverwaltung auf das COSMO Underwriting Tool – von dezentralen Excel-Listen zu einem strukturierten, professionellen Ansatz weiterentwickelt wurde.

Im Gespräch: Patrick Kipp, Oliver Storch, Erik Schilling und Kirstin Müller
Länge: 38 Minuten

Transkript

(in Arbeit)

 

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Michael Bruch, Allianz Commercial: Naturgefahren bewerten mit CAReS – ID #86 https://industrieversicherung.digital/michael-bruch-allianz-commercial-naturgefahren-bewerten-mit-cares-id-86/ Mon, 08 Sep 2025 10:45:57 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23762 Mit der neuen CAReS-Plattform der Allianz Commercial können Unternehmen bewerten, wie sich Naturgefahren heute und in Zukunft auf ihr Geschäft auswirken. In dieser Folge stellt Michael Bruch das Projekt, seine Hintergründe und die Einsatzszenarien vor.

Im Gespräch: Michael Bruch, Ansgar Knipschild
Länge: 25 Minuten

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ID#86

08.09.2025

Michael Bruch, Allianz Commercial: Naturgefahren bewerten mit CAReS – ID #86

Mit der neuen CAReS-Plattform der Allianz Commercial können Unternehmen bewerten, wie sich Naturgefahren heute und in Zukunft auf ihr Geschäft auswirken. In dieser Folge stellt Michael Bruch das Projekt, seine Hintergründe und die Einsatzszenarien vor.

Im Gespräch: Michael Bruch, Ansgar Knipschild
Länge: 25 Minuten

Transkript

(in Arbeit)

 

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Stefan Rosenowski, Marc Kirchhofer: ORDA – Die Open Risk Data Association des GVNW – ID #85 https://industrieversicherung.digital/stefan-rosenowski-marc-kirchhofer-orda-die-open-risk-data-association-des-gvnw-id-85/ Fri, 04 Apr 2025 05:50:03 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23741 In dieser Folge gibt es eine Deepdive mit Stefan Rosenowski und Marc Kirchhofer (beide Geschäftsführer von ORDA), in dem wir aktuelle Fragen rund um den Verein diskutieren.

Im Gespräch: Stefan Rosenowski, Marc Kirchhofer, Hartmut Mai, Ansgar Knipschild
Länge: 53 Minuten

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ID#85

04.04.2025

Stefan Rosenowski, Marc Kirchhofer: ORDA – Die Open Risk Data Association des GVNW – ID #85

In dieser Folge gibt es eine Deepdive mit Stefan Rosenowski und Marc Kirchhofer (beide Geschäftsführer von ORDA), in dem wir folgende Fragen diskutieren:
Was macht ORDA?
Wie grenzt sich ORDA von Ausschreibungsplattformen und Vergleichern ab?
Wird ORDA auch Datenstandards, z. B. für Risikodaten, entwickeln?
Wie sieht das technische Lösungsdesign aus?
Was bekomme ich als Kunde als Produkt „out-of-the-box“?
Was muss ich tun, um ORDA zu nutzen?
Wird ORDA nur für bestimmte Sparten oder Geschäftssegmente entwickelt?
Welche technische Plattform wird für den Datenaustausch genutzt?
Wie und wo wird die Plattform betrieben?
Was kommt nach dem MVP?
Warum wurde ORDA als eingetragener Verein unabhängig vom GVNW gegründet?
Wer sind die Gründungsmitglieder des Vereins?
Wie ist der Verein organisiert?

Im Gespräch: Stefan Rosenowski, Marc Kirchhofer, Hartmut Mai, Ansgar Knipschild
Länge: 53 Minuten

Transkript

(automatisch generiert)

# Ansgar Knipschild

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Mein Name ist Ansgar Knipschild und dies ist ID-Industrieversicherung digital. Mit dabei, wie immer in letzter Zeit, mein Kollege Hartmut Mai. Wir haben heute ein besonders spannendes Thema, ORDA, das muss ich gerade nochmal selbst nachgucken: ORDA steht für Open Risk Data Association, ein neu gegründeter Verein, im Dezember 2024 ging ja die Pressemitteilung rum und natürlich gab es viele Fragen im Markt zu dieser Initiative: Was ist das denn eigentlich? Wer steht dahinter? Kann man da vielleicht sogar auch mitmachen als Industrieversicherer, als Makler oder auch als Versicherungsnehmer?

Viele, viele Fragen, die wir auch so im Alltag erlebt haben und genau diese Fragen wollen wir im heutigen Podcast mit unseren Gästen beantworten und dazu möchte ich unsere beiden Gäste ganz herzlich willkommen heißen, Stefan Rosenowski und Marc Kirchhofer. Hallo Stefan.

# Stefan Rosenowski

Hallo zusammen, vielen Dank für die Möglichkeit, ich freue mich, dass wir Fragen klären können, was treibt mich rum? Ich habe jetzt den Nebenjob als Geschäftsführer bei ORDA, ehrenamtlich zu meiner hauptamtlichen Tätigkeit beim GVW. Und was ist aktuell die Situation, ich darf mich mit unserer deutschen Bürokratie auseinandersetzen und die Registrierung des Vereins irgendwie hinbekommen. Und da wundert mich manchmal nicht, dass man etwas in Deutschland hinterherhinkt, weil die Digitalisierung in diesem ganzen Prozess noch nicht so vorangeschritten ist, da könnten wir vielleicht auch mal arbeiten.

# Marc Kirchhofer

Vielen Dank Stefan, Marc Kirchhofer, ich bin wohnhaft in der Schweiz, bin Associate Partner bei der Beratungsunternehmung Synpulse, leite dort das globale Industrieversicherungsteam, war oder bin schon fast 13 Jahre mit dabei, habe sechs Jahre in New York verbracht, damit unter den US-Markt bearbeitet, war fürs UK und London-Geschäft verantwortlich und bringe genau diese globale Perspektive und dieses globale Wissen dann auch in die ORDA-Initiative ein. Wie von Stefan gesagt, wir sind Co-Geschäftsführer und ich decke primär die Marktbearbeitung und dann auch die technologischen Themen mit ab.

# Ansgar Knipschild

Ja, ganz herzlichen Dank, dass es euch die Zeit nimmt dabei zu sein und wir haben uns jetzt so vier Themenblöcke vorgenommen, die Hardy und ich uns hier untereinander aufteilen.

  • Was ist ORDA wirklich
  • Eine Beschreibung der Aufgaben, der Ziele, die ihr euch gesetzt habt,
  • Was sind die aktuellen Aktivitäten,
  • Wie ist ORDA organisiert
  • und last but not least: Wie kann man bei ORDA gegebenenfalls auch mitmachen.

# Hartmut Mai

Ja, Ansgar, erstmal herzlichen Dank, auch von mir aus nochmal Begrüßung an Marc und Stefan, wie immer, mir eine wahre Freude, euch hier dabei zu haben, um Licht ins Dunkel zu schicken.

Fangen wir direkt mal an, Stefan, vom letzten Symposium war ja viel von einer RDX-Initiative, eine Datenplattform-Initiative des GVNW die Rede, heute haben wir eine neue Abkürzung, nämlich ORDA.

Um was geht es denn bei ORDA eigentlich und wie hat man sich von RDX in ORDA entwickelt, vielleicht kannst du das mal kurz darstellen in ein paar Sätzen, was ORDA eigentlich macht?

# Stefan Rosenowski

Also grundsätzlich: Das, was wir beim Symposium vorgestellt haben, hat auch noch weiterhin seine Gültigkeit. Wir haben nichts Neues erfunden, es ist nur der neue Name und das war eigentlich ausschließlich der Hintergrund. RDX hat halt eine sehr, sehr große Nähe zu einem anderen Programm, was zu Unsicherheiten etc. geführt hat und im Prinzip sind dann auch Sachen vermengt worden, die nicht vermengt zu sein scheinen.

Insbesondere, da können wir ja drüber reden, ist es das RDS von der Swiss Re und da gab es halt immer Verwechslungen und dadurch, dass auch Swiss Re Gründungsmitglied ist, haben wir hier sehr, sehr stark nach einem Namen gesucht und mit ORDA einen Namen gefunden, der genau eigentlich das darstellt, was es nämlich sein soll: Ganz bewusst Open Risk Data, dass wir dort eine sichere Infrastruktur schaffen, die einen sicheren und effizienten Austausch von Risikodaten ermöglicht.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger, das ist schon genug und wir haben immer von Plattformen gesprochen, deswegen auch vielleicht mal die Abgrenzung, wir speichern da keine Daten, im besten Falle ist es eine End-zu-End Verschlüsselung, da kommen wir glaube ich später darauf zurück und wir setzen in die Mitte einen Hub und wollen versuchen, damit einfach einen effizienten und sicheren Austausch von Risikodaten zwischen allen Marktbeteiligten im Markt hervorheben und deswegen ist mir auch ganz wichtig, dass wir hier jetzt nicht mehr den GVNW hervorheben, sondern es als ORDA nehmen, GVNW ist ein Mitglied von elf insgesamt und hat die Aufgabe, etwas für den Markt zu machen und nicht nur für die GVNW Mitglieder.

Wir waren Initiator der ganzen Initiative, deswegen war es vorher richtig, aber jetzt ist der GVNW einer von vielen.

# Hartmut Mai

Ja, Stephan, erstmal herzlichen Dank, ich glaube, das habe ich jetzt so verstanden, wo die Abgrenzungen herkommen, was den Namen anbelangt, aber vielleicht auch für mich nochmal zum Rekapitulieren und auch für unsere Zuhörer, wie grenzt sich ORDA eigentlich von anderen im Markt noch vorhandenen Plattformen oder jemals vorhandenen Plattformen ab?

Ich weiß, da gibt es immer wieder Fragen hinsichtlich Inex24 etc., wie grenzt sich ORDA von diesen Plattformen ab? Was macht ihr und was macht ihr eben nicht?

# Stefan Rosenowski

Ja, also das Damoklesschwert, was namentlich immer über uns schwebt, ist Inex24 und damit wird immer sehr, sehr gerne verglichen und das ist genau falsch, hat überhaupt nichts mehr miteinander zu tun. Inex24 war eine Ausschreibungsplattform, hatte ganz andere Zielrichtung gehabt und hat sich weniger auf den Datentransfer fokussiert und wir als ORDA fokussieren uns ausschließlich auf den Austausch von Risikodaten, um im Prinzip die dann darauf folgenden Underwriting-Prozesse und Preisprozesse zu schaffen.

Wir legen mit ORDA im Prinzip das Fundament ganz, ganz unten, auf den alle Prozesse aufbauen, um auf die relevanten Daten zuzugreifen.

Und wenn ich jetzt dann noch parallel Corify nehme: Corify ist ein hervorragendes Beispiel dafür, weil die verwenden eher die Daten, die können sich an ORDA anschließen und haben einen Mehrwert von ORDA, weil sie ebenfalls in strukturierter, digitaler Form Daten in ihr System befüllen können, aber es ist keine Überschneidung insoweit, sondern das sind zusätzliche Dienstleistungen, über die dann jeder Nutzer selber entscheiden kann, sei es Versicherer, Makler oder eben auch unsere Seite, der Versicherungsnehmer, dann weitere Datendienstleistungen zu nutzen, aber eben es ist erstmal das Fundament, was wir legen, damit die Daten in die jeweiligen Systeme strukturiert reinkommen.

Das wollen wir schaffen und das ist schon eine horrende Aufgabe, weil da eine Strukturierung der Daten mit erforderlich ist, aber wir bieten halt keine zusätzlichen Dienstleistungen mit ORDA an.

# Hartmut Mai

Und wenn ich da noch mal nachfragen darf, Strukturierung der Daten, heißt das jetzt auch Standardisierung von Datenmodellen oder ist es das eben gerade nicht?

# Stefan Rosenowski

Also ich glaube, dass es ein bisschen, Marc, und spring mir bitte gerne beiseite, da bist du sogar noch ein bisschen besser mit dem Thema drin, was wir nicht machen wollen, wir wollen keine neue Standardisierungsinitiative werden, das würde nur aufreihen, wir wollen aber mit den bestehenden Standards, die es im Markt gibt, sei es das BIPRO-GDV-Datenmodell, sei es ACORD, sei es andere Datenstandards, die wollen wir nutzen, die werden jetzt auch in der Initiative im Prinzip evaluiert, was hat den besten Nutzen, auch in der Vision, die wir haben, weil die Vision ist ja, dass wir uns nicht nur auf Deutschland fokussieren, sondern auch international skalieren und halt auch Richtung weitere Marktteilnehmer skalieren, also auch die Rückversicherer, und wo haben wir den größten Nutzen, mit welchem Standard wir nehmen und darauf einigen wir uns dann.

Wichtig ist aber auch, wenn wir uns dann geeinigt haben, dass alle Marktteilnehmer den dann auch so anwenden, weil sonst bringt das nichts.

Das ist im Prinzip dann damit gemeint, also ja, wir haben damit eine Standardisierung der Risikodaten, aber das ist eher das Nebenprodukt, wir machen hier keine neue Standarddiskussion auf.

# Hartmut Mai

Marc, du bist mir aus dem letzten GVNB-Symposium als Mann der Technik hinter dieser ganzen Initiative schon noch im Gedächtnis geblieben, deswegen jetzt mal so ein paar technische Fragen an dich, die mich und wahrscheinlich auch alle Zuhörer hier umtreiben.

Wie grenzt sich eigentlich ORDA technisch ab von dem, was im Markt vorhanden ist, und wie sieht eigentlich das technische Lösungsdesign für das aus, was der Stefan eben auch so in kurzen Worten gerade so dargestellt hat?

# Marc Kirchhofer

Also die genannten Lösungen, beispielsweise Corify oder Inex24, sind von Kern her zentralisierte, multimandantenfähige Plattformen, die eigentlich vom Technischen eine gemeinsame Ontologie oder ein gemeinsames Datenmodell vorschreiben.

Das heißt, die Daten werden auf diesen Plattformen zentral gespeichert und dann auch eben zentral verwaltet. Und das sind jetzt nur zwei Beispiele für Deutschland.

Es gibt auch genügend Beispiele international, in UK gibt es Big Ticket, in den USA gibts Archipelago, dann gibt es Platzierungsplattformen wie PPL oder Whitespace, es gibt Broking-Plattformen von Aon, WTV oder Marsh, die ebenfalls ähnliche Funktionalitäten anbieten. Oder eben Risikodaten- und Analyseplattformen: Wir haben RDS von Swissre gehört, oder RMIS Plattformen wie Ventiv oder Riskonnect.

Alle sind ähnlich aufgebaut, in denen die zentralisiert sind und eine gemeinsame Datenhaltung oder eine Datenstruktur vorgeben.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eben nicht nochmal eine weitere Plattform zu sein, sondern eben letztlich eine Infrastrukturlösung zu bieten, um all diese Plattformen und Lösungen miteinander zu verbinden, um letztlich sicherzustellen, dass nicht all diese Plattformen dann Point-to-Point oder Direktintegration aufbauen müssen, sondern dass das über eine gemeinsame Datendrehscheibe passieren kann, ohne zentrale Datenspeicherung, also im Sinne, es ist ein klassisches API-Management mit einer Gateway-Struktur, wo eben die unterschiedlichen Teilnehmern über eine gemeinsame Struktur und eben über auch gemeinsame Standards diese Daten dann austauschen können.

# Hartmut Mai

Ja, wenn ich jetzt mich mal so auf die Seite des Kunden stelle, also Kunde wäre jetzt für mich, Kunde von Orda ist jetzt der Versicherungsnehmer oder der Versicherer oder eben auch der Makler, was ist eigentlich das Produkt, was ich jetzt out of the box von Orda bekomme und wie muss ich mir das vorstellen, wie integriert das dann in meine bestehenden Systeme, weil alle die angeschlossenen Stakeholder haben ja auch ihre Systeme, wie ist da die technische Integration möglich?

# Marc Kirchhofer

Gerne, also eben wie gesagt, es ist eine Daten-Prescheibe in der Mitte, da verbindet sich jeder mit, also das sind dann Bestandssysteme, das sind Underwriting Workbench-Systeme, das können Verwaltungsprogramme sein auf der Makler-Seite, die letztlich eine Integration mit dieser Schnittstellen-Lösung herkriegen.

Man darf nicht eine klassische Frontend-Lösung erwarten, wo man sich einloggt und dann diverse Funktionalitäten ausüben kann.

Es kann sein, dass da gewisse Frontend-Funktionalität da ist, das heißt, man kann definieren, mit wem man Daten teilt oder von welchen Endpunkten man Daten erhält, das sind Autorisierungs-, auch die Identifizierungseinstellungen, die man machen kann, gegebenenfalls gewisse Analyse-, Audit- und Reporting-Funktionalitäten, die auf der Plattform mit angeboten werden, aber das kommt alles out of the Box auch von den Anbietern, die wir derzeit analysieren.

Aber die Hauptfunktionalität, wie beschrieben, findet sich im Backend statt, das heißt, es ist eine Infrastruktur, wo sich die einzelnen Parteien letztlich eben über Web-Services dann anbinden und eben dadurch dann im Hintergrund diese Daten über diese Schnittstelle austauschen können.

Nun vielleicht ganz kurz zum Versicherungsnehmer, irgendwo müssen diese Daten ja strukturiert werden, weil die sind eben in ERP-Systemen oder in REMS-Systemen bei den einzelnen Kunden, das heißt, die werden entweder über einen Makler strukturiert, über eben diese Broking-Plattformen oder wir nutzen hier Drittlösungen.

ORDA hat sich bewusst entschieden, eben keine Risikostrukturierungslösung selber zu bauen, sondern, dass man da eben auf Drittlösungen zurückgeht und das können Tools wie eine Qorify sein, das können Tools wie eine RDS sein, die sich dann über unsere Schnittstelle anbinden, das heißt, die Kunden könnten ihre Risikosituationen in diesen Tools abbilden und dann über unsere Schnittstelle an die Makler oder an die Versicherer dann zur Verfügung stellen.

# Hartmut Mai

Jetzt bei der Industrieversicherung reden wir ja auch von unterschiedlichsten Risiken, wir reden über Long-Tail, Short-Tail, was weiß ich, ich will jetzt gar nicht in die Produktspezifika reingehen.

ORDA, konzentriert ihr euch auf all diese Geschäftssegmente und Sparten oder fangt ihr in einer an, wenn ja, wo ist der Anfang und wo ist das Ende oder wie sieht die Vision aus, wie ihr das dann am Ende des Tages vielleicht auch weiterentwickeln möchtet?

# Marc Kirchhofer

Generell unterscheiden muss man zwischen Anfangsphase, diesem MVP, diesem Minimum Variable Product und eben, wie es in die Skalierungsphase ausschaut.

Initial, wenn man jetzt mal auf die Geschäftssegmente schaut, fokussieren wir uns ganz klar auf Large Corporate, das heißt, die individuelle Industrieversicherung und nicht primär auf das Standardgeschäft.

Das heißt, in Deutschland betrifft das sowohl Kunden, die als firmenverbundener Vermittler oder In-House-Broker organisiert sind, aber auch solche, die das über Broker platzieren.

Aus Spartensicht hat man uns ganz klar fokussiert auf die Sach- und BU, sind aber auch hier offen und auch gewillt, in der Zukunft weitere Sparten mit hinzuzunehmen und das Ganze weiter auszubreiten.

Und auch aus der Geografieperspektive sind wir erstmal nur auf Deutschland fokussiert für diesen MVP, aber auch ganz klar hier, und ich glaube, Stefan hat es bereits erwähnt, es ist eine globale Initiative, die letztlich dann auch in weiteren Regionen und Ländern ausgerollt wird, weil nur so erhält diese Initiative auch die Skalierung und der Business Case dahinter geht dann auch für alle Teilnehmer auf, wenn das Ganze eben über Deutschland hinweg dann ausgeweitet wird.

Vielleicht noch ergänzend mit hinzu, die internationale Perspektive, wir starten und sind ein deutscher Startpunkt, aber von vornherein halt auch, was das Produkt halt angeht.

Konzentriert sich der MVP auf das internationale Sachversicherungsprogramm, also auch schon in dem MVP haben wir eine internationale Komponente mit, das heißt Risikodaten, die außerhalb Deutschlands liegen müssen, irgendwo in diesen MVP mit eingebaut werden, dann halt von der versicherungsnehmenden Seite.

Und jetzt ganz am Anfang, gerade wenn wir auf unsere Mitgliedsunternehmen gucken, gucken wir halt auch auf Unternehmen für die Verprobung, die schon relativ hohen Reifegrad in der Digitalisierung haben und das relativ gut bereitstellen müssen.

In der Vision, wie es dann weitergehen muss, wir haben ja auch eine, also wirklich eine Breite von Reifegraden, ja, Entwicklung, wo halt auch Versicherungsnehmer sehr unstrukturiert noch die Daten haben und eine Eingabemöglichkeit benötigen, aber das ist erstmal wirklich ferner Zukunft, Musik, weil wir wollen erstmal verproben unsere Idee, ob das so funktioniert.

# Hartmut Mai

Okay, ja, vielen Dank schon mal für die ersten Ausführungen, ich glaube, wir haben für den ersten Block, was ist ORDA, einen echt guten Überblick bekommen und vielleicht auch das eine oder andere Fragezeichen im Markt ausräumen können.

Das waren wirklich meiner Meinung nach sehr gute und nachvollziehbare Ausführungen von euch.

# Ansgar Knipschld

Legen wir es mal in den Fokus auf die aktuellen Aktivitäten, das Stichwort MVP ist ja gerade schon gefallen und ich habe es extra so ausgesprochen, weil ich vor kurzem in einem Meeting, das war bei einem Maklerkollegen, der das Missverständnis hatte, Maklerverwaltungsprogramm, nein, wir reden hier über MVP als Minimal Viable Product, also sprich euer kleinstes Produkt zum Start eben vor Eurem Go-To-Market.

Marc, könntest du vielleicht mal kurz skizzieren, über welchen Zeitraum reden wir hier grob, was habt ihr euch vorgenommen und was soll wirklich in diesem Zeitraum dann am Ende des Tages rauskommen?

# Marc Kirchhofer

Sehr gerne, Ziel ist sehr schnell etwas Handfestes zu haben, das validiert werden kann, das heißt, wir sind im Januar gestartet, Ende Januar, haben zwei Ausschüsse gegründet, der eine bezieht sich auf die Technologieauswahl, das heißt, wer soll diese Plattform letztlich in der Mitte bereitstellen und der andere, Stefan hat es bereits gesagt, ist die Standardauswahl, das heißt, auch wir sind keine Normierungsinitiative, wir wollen auch nicht die Zeit investieren, dann einen eigenen Standard mit aufzubauen, sondern wir nutzen hier Bestehende, um eben auch diese Time-to-Market so schnell und so knapp wie möglich zu halten.

Wir arbeiten in wöchentlichen Sprints in diesen Ausschüssen, das heißt, wir gehen sehr iterativ und sehr schnell vorwärts, um eben sehr schnell diese Resultate auch erarbeiten zu können, das heißt, das Ziel ist, diese Analyse- und Evaluationsphase für die beiden Ausschüsse bereits im April zu finalisieren, damit es dann im Q2 schon bereits in die Umsetzung gehen kann, das heißt, für uns Ziel im 2025 ist, dieser technische Datenaustausch, also dieser technische Durstig zwischen unterschiedlichen Teilnehmern zu erstellen und wir hoffen natürlich, dass wir bereits am Symposium im September schon zumindest ein Update, aber hoffentlich schon erste Resultate dann auch mitteilen können.

# Ansgar Knipschld

Also durchaus ein sportlicher Plan, sage ich mal an der Stelle. Da drücken wir euch die Daumen, dass ihr das hinkriegt.

Vielleicht, um auch mal ein Gefühl für die Komplexität zu bekommen, wenn wir über Liability oder Sach sprechen, Stefan hat es eben adressiert, gibt es da durchaus umfangreiche Datenhaushalte oder wenn man sich die Risikofrage bögen oder auch die Berichte von Risikoingenieuren hier anschaut, geht es da teilweise wirklich hier sehr tief.

Marc, könntest du mal einen Eindruck geben, über wie viel Datenpunkte oder Datenvolumen reden wir hier eigentlich?

# Marc Kirchhofer

Initial für den MWP halten wir uns auch da sehr knapp, das heißt, wir gehen auf die klassischen Risikoobjektdaten, dazu gehören Adressdaten, Geodaten, natürlich die Versicherungswerte, auch die Informationen zur Betriebsart, auch gewisse Taxonomien, also durchaus, was sind die Objektklassen, handelt es sich um Betriebsstandort, Industriestandort oder ist es ein Gebäude, welche Gebäude gehören zum Industriestandort, vielleicht in der Zukunft auch, welche Gebäude gehören zu einem Brandabschnitt, der dann für die PML- oder EML-Berechnung notwendig ist, weiterkommende Informationen zur Legal Entity, das heißt, wer ist das Mutterunternehmen, das Tochterunternehmen, eine klare Identifikation der Broker und der Makler, um einfach dieses Basisfundament zu legen, damit eben Daten besser einmal ausgetauscht werden können, aber das gemeinsame Verständnis da ist, eben dann auch zukünftige Anwendungsfälle über Unternehmensgrenzen hinweg durchzuführen, weil genau dieses semantische Alignment ist oftmals nicht da, wenn es darum geht, eben Informationen beispielsweise vom Versicherer wieder zurück zum Makler zu schicken oder von einem Führungsversicherer zum Beteiligungsversicherer oder von einem Versicherer zum Rückversicherer, dass eben genau dieses Basissegment von Daten eben da ist und ein gemeinsames Verständnis erstellt wird.

Du hast die Risikoberichte angesprochen, die oftmals sehr lange detailliert sind, das ist im Moment nicht Teil dieses Standards, da ist auch die Frage, muss es Teil des Standards sein, weil auch da, ich glaube, wir dürfen uns nicht die Augen verschließen von den technologischen Entwicklungen, die passiert sind auch in den letzten zwei Jahren mit den Large Language Models und der generativen KI, die es viel mehr oder sehr viel einfacher macht, auch gewisse unstrukturierte Daten zu strukturieren und auch da muss eine gute Balance gefunden werden, was eben über Order und über den Standard abgedeckt ist und wo eben dann auch neue Technologien dazu kommen, um eben Daten zu extrahieren.

Das Ziel ist aber wirklich und der Fokus auf dem interorganisationellen Datenaustausch, das heißt im Datenaustausch eben über die Unternehmensgrenzen hinweg und dafür wird eben genau dieses semantische Alignment benötigt.

# Ansgar Knipschld

Es mag ja vielleicht der eine oder andere Hörer denken: „Naja, mein Gott, ein paar Risikodaten, ein paar Standorte und so weiter, da muss doch eigentlich mehr drin sein…“. Ich glaube, man unterschätzt hier so ein bisschen, dass das ja gerade im Large Corporate Bereich, den ihr adressiert habt, aber wahrscheinlich auch schon im Midcorp Bereich, sind das ja durchaus Datenmengen, also ein Unternehmen, das ja ein paar Standorte hat, die alle aufzulisten und immerhin heute die Praxis, das wird abgetippt, das wird wirklich abgetippt und zwar mehrfach in der Kette.

Den Mehrwert, der alleine auf den ersten Blick hier so unscheinbaren Daten erzeugt wird, ist, glaube ich, hier nicht unbeträchtlich an der Stelle, das wollte ich noch mal hervorheben, weil fett der Eindruck entstehen kann, wir nehmen ja nur hier so einen kleinen Ausschnitt raus.

# Marc Kirchhofer

Also einerseits Effizienzprobleme, absolut, aber andererseits auch Qualitätsprobleme, weil eben oftmals die Informationen, die auch übermittelt werden, Jahr über Jahr dann auch wieder eben inkorrekt oder fehlerhaft sind oder komplett fehlen.

Auch hier ist natürlich das Ziel, über diese Initiative mehr Qualität in den Prozess reinzugeben, dass man die Daten einmal korrigiert und dann alle diese neuen korrekten Daten auch zukünftig verwenden können oder dass eben im Erneuerungsfall, im Renewal, die Informationen wieder reinkommen mit den gleichen Identifikatoren und dann nicht ein manuelles Mapping gemacht werden muss zu den alten Daten, zu den Vorjahresdaten, sondern dass diese Daten dann eben direkt automatisiert in den Prozess reingezogen werden können und gewisse Abweichungen direkt festgestellt werden.

Also das sind die Ziele dahinter und ich glaube eben, das Setup, das sich ORDA festgeschrieben hat, ist genau das Richtige, um das Ganze eben effizient zu erreichen, ohne dass man sich zu stark verliert in zu vielen Datenpunkten oder zu vielen Anwendungsfällen und dann diese erste Hürde gar nicht erfolgreich meistert.

Ich denke auch, es macht keinen Sinn, Forderungen, es ist nur ein Datenaustausch zu stellen, weil letztendlich in der Initiative, gerade wenn es eine Marktinitiative ist und eine Marktlösung sein soll, dann müssen auch alle Marktteilnehmer damit einverstanden sein.

Und das war der gemeinsame Nenner, der größte gemeinsame Nenner, den wir da gefunden haben.Bei allen anderen Themen haben gewisse Marktseiten gar nicht mitspielen wollen. Also wenn wir jetzt das Thema ja Ausschreibungsplattform nehmen, das war nicht gewollt. Steht auch so extra in der Satzung drin, dass es nicht der Fall ist. Also insoweit nur Datenaustausch, das nur, das ist zwar ein Anführungszeichen, das ist nicht nur nur.

Und ein zweiter Effizienzgewinn, der da ist, selbst du sagtest es, aktuell tippen welche das ein.

Vielleicht gibt es sogar schon Schnittstellen, aber für die Zukunft wäre, wenn wir das jetzt nicht machen würden, würde es im Prinzip eine Entwicklung geben, jeder baut eine Eins-zu-Eins-Schnittstelle zu seinen Marktteilnehmern.

Also eine immense Anzahl von Schnittstellen, die entstehen.

Und im besten Fall, wenn wir erfolgreich sind, und ich gehe davon aus, dass wir erfolgreich sind, haben wir den Hub in der Mitte und jeder braucht nur eine einzige Schnittstelle zu bauen, nämlich Richtung Hub und damit wäre es erledigt.

# Ansgar Knipschld

Als Verein habt ihr sicherlich auch die Frage gestellt „Make or Buy“ – also wie kriege ich die technische Plattform hier ans Fliegen, um diesen Hub zu implementieren?

Marc, kannst du uns da einen kleinen Eindruck geben, welche technische Plattform ihr für den Datenaustausch hier einsetzen möchtet?

# Marc Kirchhofer

Also ich kann die Details noch nicht offenlegen, weil wir momentan im Ausschreibungsprozess uns befinden, das heißt auch da hoffen wir, dass wir in zwei bis drei Wochen eben genau diesen Provider, diesen Bereitsteller gefunden haben und damit beantworte ich auch schon die Frage, bauen wir es selber oder kaufen wir es ein?

Also wir kaufen es ein, das ist eben auch wiederum einerseits der Timeline geschuldet, weil wir sehr schnell eben etwas verproben möchten, aber ich glaube auch rein von der Budgetsituation ist es für uns im Moment, in der Situation, wo wir sind, einfach passender, das Ganze über einen Standard oder über einen Standardprovider einzukaufen und genau das schauen wir uns an.

Also wir schauen im Markt draußen, da gibt es unterschiedliche Bereiche, das sind die großen Hyperscaler, das sind die spezifischen API-Management-Suites, die es gibt, aber wir haben es gehört, auch Bipro oder Accord nutzen bereits gewisse Gateway-Komponenten und auch da ist es zu prüfen, ob und in welcher Form eben gegebenfalls auch ein solches Setup erfolgreich sein könnte.

# Ansgar Knipschld

Neben der Frage des technischen Frameworks oder der Plattform, die ausgewählt wird, drängt sich ja auch die Frage auf, wie wir diese Plattform betrieben, also sei es eben vom Verein selber sogar, dass ihr das Hosting und den aktiven Betrieb und die Wartung übernehmt, wie gebt ihr das raus?

Ich frage auch ein bisschen durch die Brille „Datenschutz, Datensicherheit, DSGVO“. All diese Fragen, die ja den Markt sicherlich auch bewegen werden, habt ihr da schon Ideen oder hängt das auch stark von dem ausgewählten Dienstleister ab?

# Marc Kirchhofer

Vom Setup her für dieses Jahr und ich glaube auch für die nächsten zwei, drei Jahre wird das vom Markt her gesourced, das heißt, wir suchen ganz klar jetzt auch nach einem Anbieter, der das Ganze als Plattform-as-a-Service oder Software-as-a-Service zur Verfügung stellt, das heißt, der ganze Betrieb, die Weiterentwicklung und auch der Support wird dann über den Betreiber sichergestellt.

Zum Thema Datenschutz, Datenspeicherung, Data Residency, das sind so die Themen, die da auch mitspielen, ist ganz klar, der MWP ist auf Deutschland fokussiert, das heißt, wir müssen uns auch da entsprechend ausrichten, dass eben die Datenspeicherung eben über auch Cloud-Lösungen in Deutschland passieren, das kann aber in Zukunft dann auch noch skaliert werden, wenn wir in weitere Regionen oder weitere Länder vordringen, dann bedeutet das natürlich auch da, dass man sich mit der Gesetzgebung eben hinsichtlich Datenspeicherung oder eben auch Sicherheit dann auseinandersetzen muss.

Das sind aber ganz klare Anforderungen, die wir auch an den zukünftigen Provider stellen, das heißt, die sind ganz klar auch im Anforderungskatalog schon bereits mit drin, dass eben genau diese Fähigkeiten auch für eine spätere Skalierung sichergestellt werden können.

# Ansgar Knipschld

Prima, ich glaube, da haben wir schon ein sehr konkretes und auch klares Bild so fürs nächste halbe Jahr oder so etwas darüber hinaus, Q3, Q4 habt ihr ja eben so grob angepeilt.

Zum Abschluss vielleicht mal die Frage über den Tellerrand hinaus, was gibt es für Ideen oder vielleicht sogar schon ein Roadmap, was nach dem MWP kommt, gibt es da schon Ideen, Skizzen, was 2026, folgende Jahre bei euch passieren wird?

# Marc Kirchhofer

Also für die weitere Skalierung ist letztlich der Verein und das Vereinssetup zuständig, das heißt, eine Skalierung kann in diversen Vektoren passieren, ein Vektor kann sein, dass man sich innerhalb eben von Sachen BU auf weitere Attribute oder auf weitere Anwendungsfälle konzentriert, man kann das Ganze auf weitere Lines of Business skalieren, man könnte weitere Akteure mit hinzunehmen, das heißt beispielsweise die Assekuranz, Assekuratöre, die Rückversicherung oder selbst der ALS Kapitalmarkt, da sind auch hier keine Grenzen gesetzt oder wir haben es gehört, der Ausbau in weitere Länder oder weitere Regionen, alles kann man parallel nicht machen, da braucht es einen Fokus, aber wir möchten eben genau den Verein oder die Mitglieder des Vereins dazu auch bringen, um diese Entscheidung zu treffen und eben genau diese Weiterentwicklung dann gemeinsam zu shapen, wo eben dann auch für den Verein und die Mitglieder der größte Mehrwert besteht.

# Hartmut Mai

Das ist ein super Stichwort, Marc, um vielleicht die Zuhörer und mich selbst auch so ein bisschen wieder zurückzuführen von der Technik auf ORDA selbst, erstmal herzlichen Dank, ich glaube, das war sehr erhellend, Stefan, Marc hat gerade eben gesagt, dass ORDA ja als Verein im Mittelpunkt steht, die Initiative ist aber damals vom GVNB ausgegangen, wieso wurde jetzt ORDA als eingetragener Verein gegründet und wo liegt da der spezifische Mehrwert für den Verein selbst, um das separat vom GVNB zu machen?

# Stefan Rosenowski

Vielleicht gehe ich da nochmal ein bisschen in die Zeitschiene zurück und von der Erwartung ab, die Frage ist ja sehr gut, dass du das so damit stellst, wir haben als GVNB die Initiative gestartet, weil wir uns als in Anführungszeichen neutralste Marktteilnehmer gesehen haben, um verschiedene Marktteilnehmer zusammenzubringen, das heißt auch unter Wettbewerbsgesichtspunkten, Versicherer konnten ja untereinander schwer miteinander sprechen, die Marke ebenso, geschweige denn das zusammenführen, aber wir wollten halt die Diskussion starten und halt auch die versicherungsnehmende Seite mit einbinden, deswegen waren wir als GVNB immer Treiber dieser Initiative, aber in dieser Initiative selber, das war immer die Vision, wir wollten eine Non-Profit-Organisation neutral in den Markt gestellt haben, um eine Marktlösung zu nehmen und wenn wir das unter dem Deckmantel des GVNB gemacht hätten, wäre es A dem Neutralitätsgesichtspunkten vielleicht schon wieder etwas schwieriger geworden, geschweige denn hätten wir dann nur über GVNB-Mitglieder gesprochen und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache, also auch Versicherungsnehme, die nicht Mitglied beim GVNB werden, sollten es vielleicht tun, aber anderes Thema, sollen halt auch den Zugang zu Order und mitnutzen und Order steht halt deswegen auch die Namenshinden, Open Risk Data, neutral im Markt für alle Marktteilnehmer, versicherungsnehmender Seite, Maklerseite, Versichererseite und was dann dazu kommt, also bewusst wird keiner ausgegrenzt und das ist auch wichtig, dass Order als eingetragener Verein, das war für uns im ersten Moment die neutralste Version, wir haben auch kurz über eine Genossenschaft nachgedacht, aber dieser eingetragene Verein war für uns auch in der Rechtsform auch ein Sinnbild zu sagen, okay, hier steht A eine Non-Profit-Organisation im Raum und B halt auch neutral, wo dann unter den Gründungsmitgliedern auch alle Marktseiten vertreten sind, also sowohl wir als GVNB von der versicherungsnehmenden Seite als auch Makler und Versicherer.

Eingetragen sind wir leider noch nicht, da scheitere ich noch an der Bürokratie, aber wir sind jetzt Order e.V. in Gründung, der ganze Gründungsprozess ist angestoßen und ich gehe auch davon aus, dass die Eintragung jetzt in Kürze erfolgen wird, aber soweit steht das.

# Hartmut Mai

Ich glaube, das ist nochmal ganz wichtig herauszugeben, es ist vom GVNB angestoßen worden mit der Intention eine marktbreite Initiative zu implementieren und deswegen natürlich auch den höchstmöglichen Diversifizierungsgrad an Mitgliedern, die praktisch den gesamten Markt von allen Stakeholdern Interessen abbildet.

Wer sind denn die Gründungsmitglieder? Ich meine, das fängt ja schon bei der Gründung an. Wie habt ihr die eigentlich an Bord geholt, um diesen breiten Markt abzubilden? Kannst du uns da mal ein Geschehen dafür geben?

# Stefan Rosenowski

Also die Anzahl ist 11 und wir wollten halt, und ich nehme es jetzt bewusst nicht in den Mund, eine alte Initiative nicht wiederholen, weil dann nicht eine große Marktabdeckung war, sondern unser Ziel war, dass wir schon so viel wie möglich an Marktabdeckung ganz am Anfang in diesen Verein legen.

Das heißt, bei der Akquisition der Gründungsmitglieder und das war schon aufwendig und das hat viel Überzeugungsarbeit bedeutet, haben wir darauf geachtet, dass wir eine große Anzahl von Führungsversicherern haben.

Sprich, Swiss Re war von Anfang an dabei in der Initiative, HDI war von Anfang an mit dabei in der Initiative, aber auch beide haben gesagt, wir gründen keinen Verein, wenn nur wir beide die Gründungsmitglieder sind bei dem Verein.

Das ist zu wenig und umso mehr freue ich mich, dass es auch eine Allianz Commercial ist mit dabei, eine Zürich ist mit dabei von den Führungsversicherern.

Leider fehlt noch Axa XL, die hätte ich gerne mit dabei. Sie ist nicht aktuell mit dabei, fokussiert sich auch ein bisschen Richtung BIPRO, aber auch da sind wir weiter in Gesprächen und im Austausch. Also, so sind wir in der Thematik.

Dann sind wir von der Versichererseite noch mit der Liberty Mutual mit verbunden, die auch sehr treiber mit ist.

Und von der Maklerseite sind ebenfalls die großen Häuser mit dabei, relativ auch von Anfang an mit dabei war Marsh, Willis ist dazugekommen, zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Ecclesia ist mit dabei, Funk ist mit dabei, auch jetzt sehr maßgeblich und treibend mit dabei, und Howden, so dass wir da auch schon eine große Marktabdeckung im großen Corporate-Segment haben.

Und der GVNW ist auch als Gründungsmitglied dabei, als einer von den elf Unternehmen. Und wir bündeln halt die Versicherungsnehmer zusammen, weil da ist es ein bisschen schwierig, Industrieunternehmen zu diesem frühen Zeitpunkt in die Initiative mit einzubinden.

Aber, was wir auch sagen, die Mitglieder des GVNW haben großteils ihre Bereitschaft für die Verprogung des MBPs gegeben. Also, sie sind alle sehr interessiert an dieser Initiative und an dem neuen Verein und dass das auch was wird, das freut mich umso mehr.

# Hartmut Mai

Stefan, an der Stelle vielleicht nochmal die Frage in so einer Initiative, die ja wirklich viele Stakeholder zusammenbringen will.

Kannst du da nochmal kurz erklären, wie der Verein selbst organisiert ist?

# Stefan Rosenowski

Also, wir haben vorhin schon gelernt, wir haben zwei Ausschüsse, einer für die Auswahl der Standards, der zweite für die Auswahl der Technology etc. Wie organisiert sich der Verein, dass wirklich alle Stakeholder an den gewissen Schnittstellen mit eingebunden sind?

Vorstandsebene, Ausschüsse etc., damit wir so ein bisschen ein Gefühl auch für die Governance bekommen, dass wirklich die Interessen sich überall wiederfinden.

Also, das Vertretungsorgan nach außen ist der Vorstand. Das ist das Einzige und es ist auch das einzige Gremium, was die Entscheidung für den Verein trifft.

Und da haben wir im Prinzip schon auch bei der Besetzung, bei der Vorstandswahl darauf geachtet, dass wir möglichst eine paritätische Besetzung unter den Funktionen im verschiedenen Markt haben.

Jetzt ist es schwierig, Versicherungsnehmende Seite hat nur ein Mitglied, nämlich den GVNW, aber mit Benedikt Hinze von einem Mitgliedsunternehmen von uns, von Georg-Marien Hütte, stellt der GVNW den Vorstandsvorsitzenden und in einer paritätischen Wahl, also bei Gleichstand bei den Stimmen, hat er ein doppeltes Stimmrecht und kann so den Ausschlag geben. Das heißt, etwas eine herausgehobene Funktion.

Die Stellvertreter sind dann einmal marktlerseitig mit John-Asmus Burmester von Funk und Jakob Gremmelmaier von der Zürich besetzt. Wir haben dann die Schatzmeisterfunktion, die von Dirk Schilling, HDI und Leonie Sandelbaum von Marsh besetzt ist, also auch wieder bewusst die Finanzseite, Versicherer- und Maklerseitig besetzt.

Wir haben als Schriftführerfunktion dann den Michael Rüsch von der Swiss Re Corso und als Kassenprüfer dann nochmal den außerhalb des Vorstands, aber insoweit dann auch mit eingebunden, Michael Hart von der Liberty.

So haben wir zumindest in der Entscheidung versucht, eine paritätische Besetzung hinzubekommen.

Und auch der entscheidet über alle Belange, also auch was die Technologieauswahl angeht.

Und das ist nämlich dann so der Sprung zu dem Gremium.

Das Gremium ist ein Fachgremium und soll eine Entscheidungsvorlage für den Vorstand erarbeiten und dabei alle möglichen Sachen und Umstände berücksichtigen, also auch damit die Business Judgement Rule mit erfüllen.

Bevor es dann in den Vorstand als Vorlage geht, so ist der Plan, wollen wir alle anderen Mitglieder, die halt nicht in den Ausschüssen oder im Vorstand dann mit vertreten sind, über ein Sounding darüber informieren, was wir vorhaben, Feedback einsammeln und das gegebenenfalls dann in die Vorlage noch mitberücksichtigen, so dass jedes Mitglied aktuell, ist es ja überschaubar, tatsächlich auch noch Einfluss auf die Entscheidung nehmen kann. Und dann wird der Vorstand dann darauf entscheiden.

Und so ist es bei all den Ausschüssen genommen, weil wir müssen ja auch ehrlich sein, wenn ein Fachausschuss mit 30 Leuten zusammenarbeitet, dann ist er nicht mehr effektiv und kann nicht zusammenarbeiten.

Aber wichtig ist, dass man alle Funktionen und alle Sichtweisen irgendwie mit berücksichtigt, zumindest mal gehört hat. Ob man sie dann benutzen kann, ist dann eine andere Frage. Aber so wollen wir halt den Interessensausgleich unter den Mitgliedern halt hinbekommen.

# Hartmt

So, jetzt haben wir, glaube ich, alle so ein bisschen Gefühl dafür bekommen, welches dicke Brett ihr da versucht zu bohren. So richtig, ich sage jetzt mal, ohne Kosten wird es nicht abgehen: Wie läuft die Finanzierung? Wie habt ihr die Finanzierung organisiert, dieses Vereins und des Vorhabens, was ihr da macht? Wie verteilt sich das?

# Stefan Rosenowski

Das ist eine große Frage schon im letzten Symposium gewesen.

# Hartmut Mai

Ich kann mich da erinnern, wo dann jemand aus dem Publikum gefragt hat, wer zahlt den Spaß? Seid ihr das als Versicherungsnehmer oder wer ist das eigentlich?

Vielleicht wäre es für die Zuhörer und eben auch für uns noch mal interessant, da ein bisschen Gefühl dafür zu bekommen, wie die Finanzierung des Vereins läuft.

# Stefan Rosenowski

Also zum einen gab es den Vorwurf, dass die versicherungsnehmende Seite ja sich nicht in der Finanzierung beteiligen will. Und das möchte ich mal ganz schnell so sagen:

Nein, dem ist nicht so.

Selbstverständlich beteiligen wir uns dann daran. Die Finanzierung war, das war sogar die größte Hürde letztes Jahr im Vorfeld, dann zwischen Symposium und Vereinsgründung, weil kostenlos ist es nicht. Und wir wissen alle, wie teuer IT-Projekte sind.

Aber wir haben uns halt in diesem Konstrukt versucht, so schmal wie möglich aufzustellen, so wenig wie möglich Komplexitäten erst einmal einzubauen, wenn sie noch nicht notwendig sind.

Und haben uns dann davon verabschiedet, ein Darlehenskonstrukt zu nehmen, wie wir es beim Symposium noch vorgestellt haben. Wir haben dann relativ schnell gemerkt, es funktioniert einfach nicht, weil ein noch nicht gegründeter Verein fällt durch jegliche Compliance-Prüfungen, innerlichen Genehmigungsprozesse durch. Also wir hätten nie ein Darlehen bekommen.

Und somit war dann klar, wir müssen irgendwie Richtung einer reinen Beitragsfinanzierung kommen. Bewusst jetzt ganz schnell so aufgestellt, dass wir versucht haben, Kosten zu reduzieren, wo es nicht möglich, wo es nötig ist und auch umsetzbar ist.

Sprich, wir arbeiten alle in diesem Verein ehrenamtlich, sämtliche Vorgangsmitglieder, sämtliche Gremien, sowie Marc und ich als Geschäftsführer. Es gibt keine Entlohnung, jeder Beitragszent wird entweder in die Allgemeine, und das ist ein ganz kleiner Teil Verwaltung des Vereins, also wenn man jetzt Software, Verwaltungssoftware etc. mitgeht oder Steuerberatung und so weiter.

Aber 99 Prozent der Beiträge fließt dann in die Entwicklung des Vereins.

Und wie haben wir es aufgestellt?

Und da ist im Prinzip die Situation, wir wissen ja, was wir jetzt für diesen MVP oder für die ersten anderthalb Jahre an Geld benötigen, und haben dann eine Kalkulation aufgestellt. Okay, wir brauchen zumindest direkt von Anfang an im Prinzip ein Volumen, wo wir zwei Jahresbeiträge hinbekommen.

Jetzt brauchen wir jetzt am Ende des Jahres, wenn wir in die Gründung Dezember gehen, brauchen wir nicht mehr über Mitgliedsbeitrag 2024 sprechen, sondern sind halt in die Entwicklung gekommen, welche Möglichkeit ist es, und wie können wir auch eine Möglichkeit schaffen, dass Gründungsmitglieder ein bisschen auch geschützt sind von denen, die dann als Zaungast erst später dann dazu kommen.

Und somit haben wir gesagt, und das ist auch Gründungsdokument mit, nämlich die Beitragsordnung, wir finanzieren über eine Aufnahmegebühr von einmalig 15.000 Euro, die kann durch eine Mitgliederversammlung auch mal erhöht werden zu einem späteren Zeitpunkt, aber aktuell sind es 15.000 Euro. Und dann zusätzlich ein jährlicher Mitgliedsbeitrag, der pro Kalenderjahr gilt, nicht pro Rata temporis, von ebenfalls 15.000 Euro.

Das heißt, jetzt im Augenblick ist jedes Mitglied mit 30.000 Euro dabei, inklusive der GVNW. Und der GVNW stützt noch, bei Vereinssitz ist die GVNW-Adresse, da ist auch Vereinssitz von Order. Die ganze Administration hintenrum machen wir ebenfalls mit, aber wir finanzieren halt genauso die 30.000 Euro mit. Und das ist für uns als Verein schon, wir merken das auf unserer Gewinn- und Verlustrechnung. Der eine oder andere Versicherer sitzt, glaube ich, in der zehnten Nachkommastelle, aber wir sehen es relativ weit vorne. Also wir sind da schon mit dabei und finanzieren das mit.

Und wenn wir dann später mal zu einem Business-Modell kommen und das zu Transferpreisen kommen, wird mit Sicherheit die versicherungsnehmende Seite da auch irgendwo mit eingebunden sein, wie jeder andere auch, weil es kommt dann darauf an, wer welche Daten schickt. Mengenmäßig wird dann halt auch abgerechnet werden.

Und das, klar, wird dann der Versicherungsnehmer auch mit dabei sein, aber prozentual am Gesamtvolumen wird es dann der geringere Beitrag sein, weil da auch der geringere Transfer dann stattfindet. Das war jetzt sehr weit, was die Finanzierung angeht.

# Ansgar Knipschld

Ja, aber ich glaube, das war ein guter Übergabepunkt zu unserem letzten Block, der auch ein bisschen kürzer ausfällt, nämlich jetzt hat das vielleicht der ein oder andere Zuhörer, Zuhörerin bei uns gehört.

Das ist ja ein breites Spektrum: Versicherungsnehmende Industrie, Makler, Versicherer, vielleicht auch Softwareanbieter, zum Beispiel die Maklerverwaltungsprogrammhersteller, und denken sich: Super transparent, tolle Initiative, da möchte ich gern mitmachen.

Da drängen sich zwei Fragen auf. Die erste, kann denn jetzt jeder, also entsprechendem Branchenbezug wahrscheinlich jetzt vorausgesetzt, logischerweise aus der eben genannten Zielgruppe, kann er dem Verein beitreten? Gibt es da bestimmte Voraussetzungen? Habt ihr Euch da Gedanken gemacht, wie offen ihr den Mitgliederzugang gestalten wollt? Wie sieht das aus, wenn man hier Interesse anmeldet?

# Stefan Rosenowski

Also grundsätzlich kann jeder mitmachen. Wir sind da komplett offen.

Über die Mitgliedschaft von Ersatzung bedingt entscheiden Marc und ich als Geschäftsführer und wenn es dann Zweifelfälle gibt, entscheidet der Vorstand.

So ist es in Satzung definiert. Die Problematik, du hast eben gerade Softwareanbieter angespielt, grundsätzlich würde da eine Mitgliedschaft bestehen, aber ich sehe da auch einen gewissen Interessenskonflikt.

Also ich, wenn ich im Prinzip Mitglied bin und Teil der technischen Lösung sein soll, Marc, das kannst du vielleicht viel, viel besser erläutern gleich als ich, sehe ich halt Schwierigkeiten mit bei und dann kann es unter Umständen sein, okay, vielleicht in einem Instrument als Förderungsmitglied, aber eben nicht als Treiber der Entscheidung, wo soll es hingehen, um halt da eine Neutralität des Vereins beibehalten.

Was vielleicht auch wichtig ist, und das grenzt nochmal an die Frage von von Hardy vorher an, die Finanzierung. Wir haben in Satzung festgelegt, jedes Mitglied, das eintritt, erklärt seine, gerade jetzt in dem Jahr, seine Mitgliedschaft für drei Jahre. Das heißt, wir wollen eine Finanzierung über drei Jahre gesichert haben.

Selbstverständlich, wenn wir an den Punkt kommen, dass wir als Verein scheitern sollten, am Ende des Jahres, weil der MVP nicht erfolgreich ist, was ich nicht glaube, aber was ja trotzdem ein Szenario sein kann, dann werden wir nicht drei Jahre Mitgliedsbeiträge einsammeln, sondern dann wird es nach einem Jahr Schluss sein.

Also für jeden ist das finanzielle Risiko überschaubar.

Was wir aber auch mitmachen oder sehen, wir können natürlich, und die Erwartungshaltung, wenn man jetzt Mitglied wird, können wir jetzt die aktuell laufenden Gremien und Ausschüsse nicht aufbrechen und wieder von vorne anfangen.

Also die die Mitarbeit in einem Ausschuss ist schwieriger, aber man ist trotzdem als neues Mitglied sehr, sehr früh und beteiligt an der Informationsgewinnung: Was passiert in ORDA? Welche Voraussetzungen muss ich denn in meinem eigenen Unternehmen schaffen, um mich anzuschließen?

Das bekommt man sehr früh mit und man kann halt auch durch dieses Sounding, das ich ja vorher schon mal erwähnt habe, ein bisschen auch Einfluss nehmen auf die Beschlussvorlage, die dann vom Vorstand zu bearbeiten ist und der Beschluss zu erfassen ist, in welche Richtung es geht. Also insoweit ja, jeder ist herzlich willkommen.

Wir freuen uns darüber. Ganz ehrlich, jeder Euro, den wir auch noch einsammeln, hilft uns, aber man muss halt auch die Erwartungshaltung nehmen.

Das ist halt, das haben wir auch vorher gesagt, das ist der Vorteil des Gründungsmitglieds. Die sind jetzt die treibenden Mitglieder und wir gucken, dass wir da eine Marktseitenabwägung haben, dass wir da neutral sind.

Wer jetzt mit dazukommt, ist halt im Augenblick nicht in der aktiven Rolle. Wenn es dann neue Ausschüsse gibt oder die Meilensteine erreicht sind und eine neue Besetzung erforderlich ist, sieht die Sache wieder ganz anders aus. Aber aktuell, jetzt bis September, sind wir am Laufen.

# Ansgar Knipschld

Ich würde gerne bei den Softwareanbietern nachhaken, Stefan.

Wenn ich mir die BIPRO-Struktur angucke, ist es ja gewollt, dass dort sowohl Makler, Versicherer als auch Softwarehersteller, insbesondere ja die MVP-Hersteller, in dem Fall Maklerverwaltungsprogramm, nicht MVP, um den Witz nochmal zu bemühen, als Multiplikatoren, also um den Standard oder überhaupt die Technologie auch zu multiplizieren, also in die Praxis zu bringen. Ist das nicht eine Überlegung wert?

Also – weil du gerade so ein bisschen den Interessenskonflikt, den es natürlich auch gibt, hervorgehoben hast.

# Stefan Rosenowski

Ich gucke ein bisschen hilfesuchend zu Marc… Ich glaube, da sind Opportunitäten und Chancen tatsächlich drin. Aber ich sehe da tatsächlich, wenn ich Technologieanbieter bin, der diesen Hub mitbauen soll, dann mache ich mir Sorgen, ob das wirklich noch neutral ist. Das ist jetzt aber meine persönliche Meinung.

Wenn der Softwareanbieter Added Services anbietet, why not? Dann ist der Softwareanbieter aber ja nicht Teil der Lösung, sondern ein Nutzer der Plattform. Also da wäre für mich die Unterschreitung.

Marc, magst du mir da mal kurz, weil du von der technologischen Seite bist, unterstützen bitte?

# Marc Kirchhofer

Ich glaube, wir haben uns das ja auch bewusst offen gelassen, dass zusätzliche Services und Lösungen mit angebunden werden können. Also ich sehe ja Richtung Insuretext oder weiteren Datenlieferanten, die durchaus auch ein Geschäftsmodell damit machen können, wenn sie ebenfalls über diese Schnittstelle dann Daten in die Industrie mitgeben können.

Und da macht es natürlich absolut Sinn, die dann auch am Schaffen und in dem Verein dann mit dabei zu haben, auch wenn es um Integration geht. Ich glaube, wir haben es vorher gehört, eine Mitgliedschaft bedeutet, dass man im Verein in diesen Ausschüssen mitarbeitet.

Aber der zweite Teil ist natürlich dann auch die technische Anbindung. Also jeder, der mitmacht, ist auch die Erwartung, dass man eben die technischen Voraussetzungen dann bei sich intern erarbeitet, um sich eben mit dieser Gateway-Struktur dann auch verbinden zu können.

Auch das bedingt technische Arbeiten, gegebenenfalls sogar Möglichkeiten für Lösungsanbieter, da mitzuarbeiten. Und auch das soll möglich sein.

Ich glaube, eben basierend auf der Komplexität, die wir verminimieren, zu probieren, macht es Sinn, das Setup sehr schlank zu halten für den MWP. Aber sobald das Ganze weiter skaliert, soll eben dann auch die Vereinstruktur so offen sein, um weitere Mitglieder begrüßen zu können.

# Ansgar Knipschld

Das bringt mich noch zu meiner zweiten und abschließenden Frage. Das eine war die Frage, wie ich im Verein gegebenenfalls Mitglied werden möchte.

Die andere: Gibt es, vielleicht auch sogar unabhängig davon, auch die Möglichkeit, beim MWP noch mitzumachen. Also wieder die Szenarien: Ich bin vielleicht ein kleiner Makler, ein kleinerer Versicherer, der sagt, ich finde das interessant, ich möchte mitmachen, weil ich ja auch Daten reingebe. Oder vielleicht gemäß der Idee von Netzwerkökonomie, je mehr mitmachen, umso besser. Also wann dann auch die Akzeptanz steigt. Wie sieht da die Idee aus bei euch? Ist man da offen oder sagt ihr bewusst, ne, das bleibt jetzt erst mit den Gründungsmitgliedern vorbehalten, um auch einfach den entsprechenden Fokus zu setzen?

# Stefan Rosenowski

Also beim MWP mitzumachen bedeutet, man muss auch Mitglied werden. Also das ist die Voraussetzung, ansonsten funktioniert es nicht. Was aber später die Nutzung angeht, muss man kein Mitglied sein. Also das ist bewusst auch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ganz klar. Wir dürfen hier nicht einschränkend irgendwie bei sein. Das heißt, nur die Mitglieder dürfen das Geschäft machen und die anderen nicht, ganz bewusst nicht.

Es wird also eine Export- und Importmöglichkeit mit eingeben, sodass halt auch die kleineren Makler, die aber glaube ich aktuell eher weniger in dem Fokus sind, was Large Corporates angeht, weil die betreuen in der Regel nicht Large Corporates. Deswegen werden wir dabei kaum eine Schnittmenge haben. Aber falls doch, selbstverständlich können die, wenn wir dann soweit sind, dann mitmachen.

Jetzt muss man aber auch, glaube ich, die Erwartungshaltung des MWPs ein bisschen wieder reduzieren, weil wir haben ja mit dem MWP, mit dem ersten noch keine fertige Businesslösung. Das heißt, wir haben wirklich was Rudimentäres gebaut.

Wir haben im Vorfeld kritische Erfolgsfaktoren bei allen Mitglieds-, bei allen Gründungsmitgliedern, weil das war ja auch einer der Fragen, machen wir mit, definiert, wo wir dann Ende des Jahres dann uns schon kritisch die Frage stellen, objektiv haben wir das, was wir uns als Zielsetzung, technisch als Zielsetzung sind, erfüllt. Dann machen wir überall einen Haken dran, dann geht es weiter. Die sind nicht hoch, aber sie sind trotzdem messbar, insoweit, dass man sagt, okay, die Verprobung funktioniert technisch.

Und wenn es dann weitergeht, ist auch die Frage, der Verein wird immer bestehen bleiben. Aber auch, du hast jetzt gerade BiPRO mit beigebracht. BiPRO hat auch eine Service GmbH, wo der Betrieb dann darunter läuft, als Kapitalgesellschaft.

Wenn es dann in die Situation kommt, dass wir wirklich in ein Businessmodell kommen, dann wird es mit Sicherheit auch eine, im Prinzip Betreiber GmbH darunter geben, die halt dann wirtschaftlich tätig ist als 100-Prozent-Tochter des Vereins, um das dann weiterzunehmen. Aber eben ohne Profit-Gedanken im Sinne von Dividendenausschüttung.

# Ansgar Knipschild

So, damit wären wir mit unserem vierten und letzten Block auch durch. Ich gucke mal auf meinen schlauen Fragezettel hier und gucke auch zu meinem Co-Host Hartmut Mai rüber…

Ich habe keine Fragen mehr bei mir gefunden und auch keine mehr offen. Hardy, wie sieht es bei dir aus?

# Hartmut Mai

Ich bin rundum glücklich, was wir heute hier erarbeitet haben. Und ich glaube, dass wir, aber auch unsere Zuhörer hier wirklich einen tollen Einblick bekommen haben, der weit über das hinausgeht, was wir eigentlich schon im letzten Symposium dargestellt haben.

Und erstmal herzlichen Dank auch von meiner Seite nochmal an dich, Marc und Stefan, für euren Beitrag hier. Ich glaube, das war wirklich toll und ich bin sehr gespannt: Ihr habt uns ganz viel Appetit gemacht, auf was da vielleicht noch kommt – in Zukunft.

# Ansgar Knipschld

Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

Vielen Dank an unsere Gäste, vielen Dank an dich, Hardy.

Und ja, ich hoffe, wir sehen und hören uns demnächst nochmal zu einem weiteren Update zu dieser spannenden Initiative.

 

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Nir Perry, Cyberwrite: AI as a Game Changer for the Industry (English) – ID#84 https://industrieversicherung.digital/nir-perry-cyberwrite-ai-as-a-game-changer-for-the-industry-english-id-84/ Wed, 19 Mar 2025 14:50:57 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23734 With Nir Perry, founder and CEO of Cyberwrite, we explore digitalisation in the insurance industry, with a focus on cyber. Perry explains how digital solutions, particularly AI, are revolutionising processes such as underwriting, risk management, and claims handling. The discussion also addresses the challenges: slow adoption, regulatory hurdles, and differing developments between the US and Europe.

In conversation: Nir Perry, Benjamin Zühr, Hartmut Mai
Length: 41 minutes

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ID#84

19.03.2025

Nir Perry, Cyberwrite: AI as a Game Changer for the Industry (English)- ID#84

With Nir Perry, founder and CEO of Cyberwrite, we explore digitalisation in the insurance industry, with a focus on cyber. Perry explains how digital solutions, particularly AI, are revolutionising processes such as underwriting, risk management, and claims handling. The discussion also addresses the challenges: slow adoption, regulatory hurdles, and differing developments between the US and Europe.

In conversation: Nir Perry, Benjamin Zühr, Hartmut Mai
Length: 41 minutes

Transkript

Hartmut Mai

Hello, and welcome to ID- which stands for Industrial Insurance Digital, the podcast for the insurance community in Germany and beyond. My name is Hartmut Mai, and I’m the co-host today with my dear colleague, Benjamin. Benjamin, how are you doing?

 

Benjamin Zühr

Not too bad. Thanks. And we both are thrilled that you’re joining us today.

 

Hartmut Mai

Today we have a very special topic on the digitalization front of insurance, and namely the adoption of digital solutions in the cyber insurance world. To dive deeper into this, we’ve invited Nir Perry, the CEO and founder of Cyberwrite.

So stay tuned, and please don’t forget, if you enjoyed this episode, to subscribe to our podcast and leave a review. It really helps us out. So sit back, relax, and let’s dive into the exciting episode.

Nir, before we start, why don’t you actually introduce yourself quickly so everybody knows exactly who’s talking to us?

 

Nir Perry

Sure. So, my name is Nir Perry, I’m the CEO and founder of a company called CyberWrite. Cyberwrite provides data and analytics to insurance companies, to brokers, and to reinsurance companies to do three things.

To sell more cyber insurance, to enable the brokers to sell cyber insurance, to enable the insurance companies to better underwrite in real time companies of any size. We started with very small businesses, but we can do business of any size, and we provide a cyber risk report within 30 seconds. And for reinsurance companies and Lloyds syndicates, we actually also provide catastrophe modeling, enabling them to predict the next catastrophe and when it’s going to happen, how big it’s going to be.

When I started the company, I had about 15 years of experience in cybersecurity. I worked before on behalf of Accenture at Allianz and Deutsche Bank, and before that in large banks on counter fraud departments and conducting audits on behalf of companies like PwC and Deloitte. But my family are all in insurance.

My father is an insurance broker for 51 years, and my brother is an insurance broker. And so I always had discussions about insurance. And obviously, when I worked at Allianz, and I think Hartwood, we’ve met a couple of times there as well, we’ve seen that there is a huge opportunity to actually innovate and create digital solutions for the world of insurance.

Obviously, my background is very strong in cyber, so I went for the cyber insurance side of things, which in 2017 was mainly for very large companies. But today, every company around the world should have cyber insurance, whether they’re large or small. If you use computers and your data is at risk or you could get locked out, you should have a cyber insurance policy.

It could be a small policy, it could be a large policy, but it should definitely have something to protect you in case of a breach, unless you have enough money to cover yourself. And even then, it’s actually quite hard to find service providers on day one. And so when taking a look into my background, I’ve done quite a lot of things in the cyber world.

I’ve also worked for insurance companies. And so it was just natural for me to go and develop solutions for this niche market of cyber insurance, which is now growing. It’s already grown to almost $20 billion in annual premiums, and it’s expected to reach $50 billion by 2035.

Our solution is enabling the growth of this market. We work with companies like HSB from the Munich Re Group, Markel, Mapfre, Aon in several countries and many more around the world. We are active in 52 countries and in seven languages.

 

Hartmut Mai

So, first of all, we’re really, really pleased to actually have you on our podcast. I think we’ve worked for many years in the past. We know each other for almost two decades.

So I know you very well, and I know that you are actually one of the proven experts who talk about the cyber topic, which is partly a topic for us today. But more interesting is to really see how cyber is driving digitalization to the insurance world. And this is really our topic today, especially in an environment where AI is not just a buzzword anymore.

AI is happening as we speak. Everybody uses this, and this comes with certain risks attached to it, as we all know. And the question is how digitalization is used in order to get our arms around these risks and from an insurance perspective.

 

Nir Perry

Well, thank you. Thank you for having me. Thank you for having me, Hartmut and Benjamin.

It’s a pleasure to be here. I guess I’ll answer your first question, Hartmut. It’s a great topic to discuss.

The digitalization of insurance. And of course, there is no digitalization without AI in 2025. So there is a lot that can be said here.

I think we’ve seen the beginning of the last phase of digitalization in insurance with InsurTech coming up in 2016, 2017. That’s where the company that I started and still am running, Cyberite, started as well. For example, we provide the world with the digital solution for the underwriting sales and catastrophe risk management for insurance against cyber attacks, cyber insurance.

And so just like us, there are companies doing the same for health and life, for other lines of business, for the whole professional lines, etc., etc. And obviously, there are many solutions that are enablers, while there are some other companies who are providing digital solutions to their own services, which are disruptors, such as in the world of insurance against cyber attacks, you’re looking at companies like Aitbe and the Coalition and Cowbell, etc. And so there are the companies who enable and the companies who disrupt.

 

Hartmut Mai

Nir, actually, that’s very interesting to hear, but can you please tell us, I mean, we focus normally on the German market here and everyone talks about digitalization. But in reality, companies, especially insurers, still focus on reducing, for example, legacy systems instead of transforming the existing business model into a digital business model. How does this work in the U.S. market? Is this the same or do you see a difference there?

 

Nir Perry

Well, I think there are a few key differences between Europe and the U.S. on many levels. First of all, you know, the U.S. is sort of a flat market in terms of language and currency. And so it’s much easier for many companies to enable in an early stage companies in the U.S. We, for example, we are providing our solution in seven languages and any currency in Europe, but many companies have not developed that ability in-house and so they can’t do it. And so in Europe, the digitalization is always lagging behind because most innovation is actually coming from Silicon Valley and sometimes New York and sometimes Tel Aviv in Israel, which is the second largest hub for innovation on both in general and in insurtech. But Europe is a bit lagging behind. And this is actually augmented by, I think there has been a lot of online discussions we’ve all seen on LinkedIn recently about the overregulation of AI in the European Union, preventing from companies actually achieving any significant advancement in AI compared to what we’ve seen coming from the U.S. and obviously compared to what we’ve seen coming from China with the deepfake. But I think, you know, when you take a look at insurance companies, that’s a good question. Many of them are just interested in moving to new solutions, but it takes a lot of time because of the complexity and the potential impact on production. Right.

And so the digital production or the production of policies and also the production of policies, actually. And so when you take a look into how much time it takes them, you know, they’re very, very slow. They’re even slower than banks, I would say as slow sometimes as government.

And it just takes more time because of the size of the system, because of the huge amount of people involved and because of the fact that most of the systems are sometimes even still using mainframe, which is, you know, has been developed in the 80s and moving to new digital fronts is slow, but it’s happening and we see it happening across many and most insurance companies. Many of the forms that you used to see, funny I ask you, I remember when I when I joined insurance, I said, why does the form look like that? It looks like it came out of a mainframe computer.

 

And someone said, because it did. How is that possible? You know, we’re now in 2015.

Why are you using mainframe to create a digital form? Why not have another system in the middle? Making a nice form that would enable the insurer to actually understand in normal words what what they’re buying instead of having like, you know, an A4 page with capital letters, you know, all squeezed one after the other without any formatization.

And so there is definitely a difference between the U.S. and Europe. And I think Europe is just moving a bit slower than than the U.S. for reasons that innovation is coming actually from abroad and a bit of maybe overregulation. I remember maybe 10 years ago when people were moving to the cloud, you know, 2012, 2013, where in Germany specifically, we spoke with insurance companies.

I was working back in the day on behalf of Accenture at companies like Allianz and Deutsche Bank, telling us, you know, in many cases, German insurance companies cannot move data to the cloud yet because it’s countering the regulation. While in the U.S., everything was in the cloud because the understanding was there that the cloud is more secure than hosted on a small insurance company servers. And so a lot of differences over there.

 

Hartmut Mai

Yeah, and and quite honestly, I think digitalization has has much more to deliver in terms of new business models, et cetera. Right. It’s and we haven’t seen so so so many of that or so much of that right now in Germany.

So what do you think, you know, also from a from, you know, a cyber perspective, my observation is that we we that the end product is always the same. It’s like we do sell stuff like we did for the past 300 years. We only might actually use digital means to that to that instead of paper.

But what what would would the digitalization world open open up in terms of new business models which need to be adopted as well? And I’m not talking just about disruption. I’m talking about creating something completely new

And what I’m actually thinking of is, for example, the world of NatCat as an example, where where insurance companies are basically taking risk and sell it to the capital markets in order to to to get fresh capacity from for access capacity from from from the financial industry. So do you think the same would actually happen in in insurance means?

 

Nir Perry

Yeah, well, the world of ILS basically going to get capacity from the capital markets to special purpose vehicles that deploy them to carriers is definitely coming. And I think that the digitalization of the whole process enables more data collection to enable more investors who are not necessarily legacy investors in insurance actually have the data and the comfort to invest into the insurance ecosystem with the extra capacity, which is much needed. And it’s not just obviously in NETCAD, it’s also in cyber.

We’ve seen four cyber cut bonds already that have been launched in the last, I think, two or three years, which is new, and there are probably more to come. And this is all possible because of this digitalization of data collection. You know, it’s sometimes it’s it’s amazing to say, but, you know, insurance companies don’t necessarily have all the data that they want about some of the insurers, not only pre claim, but also post claim.

Sometimes they’re not really I know about cyber insurance, but, you know, there is a claim and then the insurance company is sending the forensics team, which is usually at least in the U.S. is comprised of both technical experts and legal experts, because there are obviously legal matters involved in it. And then, you know, when they’re getting the breach report from the insured, they don’t necessarily know for sure if they have the whole data or the full data. Maybe some of the things that have been discovered in the first, you know, two to three weeks of analysis are not complete.

Maybe they will only discover some of this stuff three months afterwards in additional analysis. And so the digitalization actually helps the insurance company to collect more data, to stay in better touch with the insured, to understand where they are in the process of the claim or in the process of preparing for underwriting. Insurance companies can communicate their requirements for underwriting well ahead of time, thanks to systems like cyber.

For example, we have with our customers in the U.S., they’re offering our reports to insurers through the brokers so that the insured would know well in advance what is expected to them of them in terms of preparing for cyber underwriting, in terms of fixing certain vulnerabilities and certain issues. And so this is really something that if you would say, you know, 20 years ago or 10 years ago, most insurance companies were not communicating at all to insurers. And now you’re able to provide it.

And that’s all thanks to digitalization of the ecosystem.

 

Benjamin Zühr

From my point of view, if we look at the industrial insurance at all, I don’t really see a competitive advantage due to digitalization today in the German market. So this is what I feel. Maybe this is wrong

So especially the brokers, from my point of view, still focus on the traditional business model, so face to the customer and all the stuff. So I never heard that due to a digital process, a customer decides for another broker. So maybe cyber is a bit different because it’s a new line of business, but especially within the traditional lines of business, this is my experience.

Do you have the same experience, not just in cyber, but also in other lines of business? Or do you see another trend? And when do you think this might change, that really digitalization brings a competitive advantage to the market?

 

Nir Perry

Maybe because I’m in the eye of the digitalization storm, I see it differently. But in my perspective, brokers who are not moving into more of a digital value proposition to their customers are disappearing, at least in some other geographies I have seen in recent years. And when I say recent years, I mean the 15-20 years, is that small agencies tend to disappear, while some others are embedding together and are becoming larger.

And with a larger agency, you have more budget to actually invest in digitalization. And we can take our customer, Howden, as an excellent example of that. Howden has been pushing on digital solutions for the insurers in 50-something geographies all around the world.

And I think Mr. Howden has done an amazing job in providing digital solutions together with insurance to companies all around the world. By the way, also in Germany, Howden is using the cyber right solutions to provide the cyber risk reports to insurers. And this is enabling the insurer to better prepare for cyber underwriting and get the policy they need.

 

While in fact, some of the smaller brokers who don’t have access to such solutions, because they don’t have the budget or they don’t have the IT team to examine such solutions and decide which ones to use, are being harmed financially over the long term. And so when we take a look into is it happening, I think it’s definitely happening. Is it felt immediately-

Probably no. It’s felt over a span of a decade or two. But they are losing business, because eventually many business owners today, at least in the U.S., what we see is they go online. One of the examples is Biberk. So Berkshire Hathaway, Warren Buffett’s company, has launched Biberk, which is the digital first insurance solution for businesses. You can go, you can say, OK, I need liability this or indemnity that, and you get the policy that you need in seconds.

Maybe you get a phone call from an underwriter later asking a few questions, but it’s happening much quicker and it’s much easier than going to your broker and getting a phone call or waiting for them to respond and doing all of that. And this is not some new digital startup out of Silicon Valley. This is Berkshire Hathaway.

And so I think the world is definitely moving there. Obviously, the digitalization of insurance is not as quick as the digitalization in some of the other sectors. I think by default, insurance people, for example, because they’re not tech people, are less quick to adopt new technologies, for example, compared to life science companies or compared to telco companies which are using tech on a day-to-day basis.

And so they have the infrastructure and the talent to actually assess these solutions and come to conclusions very quickly. Insurance people are more concerned about insurance, which is less digital by definition. And so it’s happening a bit slower, but it’s not happening very slow.

It just takes a few more years to get there because of some of those special characteristics. But what we see today is whoever is not doing digital value proposition and offering digital solutions will eventually be out of the markets.

 

Hartmut Mai

Nir, would you agree, from my perspective, the cyber line of business is changing the way we look into insurance today? Why? Because we don’t only look into providing the data from a client perspective, underwriting the data, and then putting a policy together in order to actually pay as soon as a loss happens.

So what the cyber companies like CyberRiders, being one of them, actually does is they have a more holistic risk management approach to this topic. So it is, yes, a support for the underwriters, yes, a support for the brokers, but evenly a support for the customers, i.e., to prevent loss scenarios and to prepare for them and to not just hope that there’s an insurance company backing me up as soon as a loss happens, but to actively support organizations from a risk management perspective, i.e., to prevent a loss or to prevent some black hat sneaking in through the back door. Now, when you take this philosophy in cyber and bring it to other lines of business, right, this is actually the change of the business model I was talking about. How viable do you see this trend?

Would you see a trend in that respect, where cyber could be actually one of the front runners and one of the front lines to actually change the way other lines of business are looking to risk?

 

Nir Perry

Yeah, I think that cyber is definitely one of the main lines that have adopted digitalization just because it’s digital by nature, right, more than some of the others. But honestly, I think that today, when you take a look into things, mostly all business lines have some level of digitalization to them. Some others, you know, and again, going back to AI, are now insurance companies are using AI for ingestion of forms, right, for anything.

So instead of having the underwriter take the form and type it all into the computer, they throw it into an upload box and eventually the form is being ingested automatically compared to risk appetite and telling the underwriter in real time, hey, like you should or you should not insure this company. So this is sort of already happening. And, you know, the digital underwriter is actually an augmented underwriter.

The AI is currently not replacing the underwriter, but is augmenting them, giving them the information they need and saving them a lot of time. So already now, you know, people talked about five, six, seven years ago, you know, what’s going to happen with the underwriters? Will underwriters have a job, you know, in 10, 15, 20 years?

And I think there will be underwriters with a job, but you have to be specialized in some topic. If you’re just underwriting something which is, you know, very simple, I think many insurance companies would save a bit of money by moving to AI underwriting. And we’re not even talking about, so obviously there are the quantitative AI, which is using machine learning to predict the probability of claims.

And there is the generative AI, which everybody’s talking about right now in the news, which is very different than the quantitative AI that is just there to provide predictive analytics. With generative AI, you can actually create an underwriting entity that is creating reasoning that is in many cases already today at PhD level. It’s already today at PhD level, and just imagine suddenly you have a PhD as an underwriter sitting on a policy for each and every one of your policies, and with the cost of a few dollars per month.

This is a true risk, and this change is a true risk, of course, for the underwriters. It’s a true opportunity for the insurance companies to provide the faster service for less money. And so I think it’s happening across business lines.

It’ll take another 15, 20 years to, I guess, maybe less, but to fully be there because regulation and for the industry to accept everything we see. We’re now in 2025. Everybody’s on cloud.

It took 10, 15 years to get there. So with AI, I’m guessing it could be faster, but insurance companies would be more cautious. But eventually, definitely this would impact any and all business lines.

The capability to actually take abstract data and get a PhD level or more level analysis on those types of data within seconds is something that until maybe two years ago, we were all just dreaming of such a potential, and now it’s done.

 

Hartmut Mai:

And maybe take these insights to engineer risks, right? So at the front line, i.e. to help clients to actually prevent risks by an augmented risk management approach, and the back line to actually help insurance companies to actually see risk off into not only the insurance market, but also into the capital markets. So I really see that AI and digitalization could help that entire value chain in something we actually looked at in the past from a risk transfers perspective into much more than that.

 

Benjamin Zühr

But Nir, what do you think? Does this digital transformation process change the business model of the broker, especially in regards of risk management? What do you think?

How will this digitalization process will change the whole business model for brokers and for carriers? And do you already see some trends there? Because I mean, especially the big brokers have, for example, risk management departments, but normally risk management and insurance management are separated.

So how do you think that AI and digitalization will change this?

 

Nir Perry

Well, it’s hard to say, but just a few thoughts. On the enablement side, if you’re a broker listening to this podcast, you can use AI today to offer your customers analysis that was only available before to companies like Aon and Marsh and Howden and Willis. And now you have at the palm of your hand for, I don’t know, $29 a month, a risk management platform that can take the data about your customer and provide risk insights that are extensive and insightful and very useful for them.

And so you’re able to actually offer proactive actions to be taken. You’re able to offer stuff that maybe before were not really in your scope of abilities. And this is not to say that the broker was not an expert of insurance, but there are fine-tuned details of each and every business line that are just beyond one person.

Or let’s say if you have an office or five or 10 people, you don’t necessarily have the risk management practice within your firm, which is mainly available for mid-size and large insurance practices. So that’s one way that it impacts it. But on the other hand, customers want quick support.

And what will happen to all the customer support people? I can tell you that recently I saw a post about a product online called Brody. And I said, wow, this is interesting.

 

I want to give it a try. Have you guys seen Brody? So I sent an email to Brody.

Hi, I’d like to get some information with my phone number. And within 30 seconds, I get a phone call from something that sounds like a human. And hey, it’s Brody. How are you doing today? I’m good. How are you? And we have a full conversation for half an hour. At the end, he said, so listen, if it’s OK for you, I’d like to introduce you to some venture capitalists and some potential clients. And within a day or two, I started getting introductions to people who are relevant to my practice.

And now they introduce us to potential several clients and a couple of… And he said, by the way, if you need anything, just give me a call. We are already in this phase where you are able to speak with something that sounds like a human and giving you information which is based on a vast amount of historical insights and knowledge.

 

And this is something that is going to disrupt also the brokers. Because if brokers are not going to adapt, not only brokers, if they’re not going to adapt these technologies, they’re going to be left behind. And if they will adapt these technologies, there are going to be a lot of humans who are left behind.

Because really, if you’re calling a support of an insurance company and you can do the whole support using just a person that is actually digital, you can basically completely remove probably most of your support infrastructure. So from one hand, a huge opportunity for companies. And from the other hand, a huge threat to people who don’t adopt it or to people who are impacted by this type of services who will replace humans on, I would say, the roles that can be automated 100 percent using AI.

 

Benjamin Zühr

And do you think that AI has the power to fully replace traditional underwriting?

 

Nir Perry

It depends on the business line and it depends on the level of comfort that people will have. Time will tell. I don’t think it will fully replace business underwriting completely.

I think there will still be human involvement at some level because the AIs do have sometimes what’s being called hallucinations where they are imagining things because of the way that they are built.

And so you have to have some level of human interruption there to make sure that things don’t go completely south without anybody noticing. We’ve all seen the 80s movies about the AI starting a nuclear war or ending the world. So humans have to have some level of oversight and intervention levels and understanding.

Here we’re talking about insurance, not other, for example, military level implementations. I think it will not fully replace it anytime soon, but I think it’s definitely having a huge impact on enabling underwriters to make better decisions. And it’s a huge opportunity for everyone.

However, it will have impact on underwriters which are not experts in their field.

 

Hartmut Mai

And I think it also can happen that companies who use AI in short term, especially to help with underwriting processes, will have definitely a competitive advantage, don’t they?

 

Nir Perry

Yeah, I think, for example, underwriters that are using our type of systems are getting data in real time on over 320 million companies around the world about their cyber security posture and how that compares to industry peers, how much damage they’re going to have and how they can improve, right? And so the fact that you can choose any company in the world, throw it into a system, and within seconds you can give them a PDF report saying, hey, this is how you should improve your security. And this is how much it’s going to cost you if you will have a breach.

It’s something that did not exist in the hands of underwriters or brokers until a few years ago. And obviously, it’s making them much more knowledgeable. When you, as a broker, come to a customer and say, hey, here is the report with the broker’s logo on top of it or the carrier’s logo on top of it, and say, by the way, you have 3.5% of suffering a breach this year, it’s going to cost you $7 million to $10 million. And here is what you can do to reduce the chance and reduce the potential damage, then people are very much appreciative because the broker is not just taking money, giving them a piece of paper. He’s taking money, he or she may be taking money, giving a piece of paper, but also solid advice about how they can run their business better. And I think businesses are very appreciative of brokers who take the extra mile or in Europe, the extra kilometer to actually go and provide them with the added value services.

And those things are not that expensive. And the broker, you can actually provide them and get the extra value yourself for quite a good price compared to what it used to be 15 years ago.

 

Hartmut Mai

Well, you become a trusted advisor, right? That’s a big difference. Yes, you want to be the trusted advisor for the business.

 

Benjamin Zühr

Do you think that there’s enough money in the market for the digital transformation? I mean, most of the innovation comes from startups. And from my point of view, sometimes there’s not enough money for the digital transformation in the market. So what do you think?

 

Nir Perry

Sorry, I’m not sure if I understand the question. How do you mean? For whom?For the brokers?

 

Benjamin Zühr

No, it’s a transformation process. So from a, I don’t know, from a today process, so without digital or no digital process to a digital process, you need lots of money for the transformation. And do you think the budgets the companies have are high enough to realize the digital transformation? Or do you think actually, yeah, it’s not enough money in the market for this transformation?

 

Nir Perry

I think the question that everybody needs to ask themselves is, can they afford not to do digitalization? If they decide not to afford digitalization, they will have costs as well. I remember my father, he’s a broker now for 51 years.

And I remember as a kid, I used to run around his office and people would go around with this huge paper folders for each insured with each and every one of the policies that they have inside. And when was the last time that you’ve seen a folder with paper with policies inside that you put in those things that you used to roll back, you know, and you put them inside and we’ll push it back in again. And then when you need to find them, you go one after the other.

I mean, digitalization has already happened around the early 2000s of the insurance agency. You know, products like agency management systems and others for managing insurance agencies have been, I don’t think you would find any agency around the world today that is using paper for policies. At least I hope so.

 

Benjamin Zühr

Yeah, I definitely disagree.

 

Nir Perry

Really? You still see people working without a digital system for policy management?

 

Benjamin Zühr

Yeah, no, but still they have, if they say, I know many companies who use paper. So this is still something which is, yeah, it’s part of the daily business.

 

Nir Perry

So this is a regulatory requirement for people to actually sign in ink? Or what would be the reason for that?

 

Benjamin Zühr

I mean, I think there are several reasons. I mean, they are used to it. This could be one reason.

And then maybe there are some requirements from the government side. I don’t know. But I definitely know that lots of printing is still, I mean, it’s normal.

 

Nir Perry

We work with a couple of insurance brokers on the policy that we have around the world. And I don’t remember any time in the last eight or nine years that we have actually signed in paper for insurance. It’s all digital, signed using DocuSign, sealed using PDF, Adobe.

I haven’t seen paper in a very long time. In fact, I have a printer and it’s collecting dust. And so, you know, I’m not even sure it would work effectively because there is almost nothing today that is being done.

If you go to the government, everything is digital. If you go to your accountant, you know, the annual reports are signed digitally these days. The sending them, you upload them online.

So I know most of the, at least in the US, most of it is, from my perspective, is digital. But, you know, I mean, it’s such a game changer when you don’t have to print anymore. One of the most interesting things I’ve seen in the past is I’ve seen people taking our report, which is digital, and scanning it, printing it, and then somebody’s scanning it again because they couldn’t get the original version, I guess, for some reason, right?

And so we see our own cyber risk reports in a scanned version where they’re coming with an angle because the scanners are not really pulling the paper correctly. And you see it from time to time. You go like, send support at CyberEye.com an email and we will provide you with your report. There is no need to scan paper because it’s been created in a computer. So the original version is somewhere out there. So no, I haven’t seen that.

 

Benjamin Zühr

Yeah, nice. I mean, you have a different perspective. I mean, and actually, this is really interesting.

So from my side, one last question. What is your vision for the market on the one hand side and for cyber right on the other hand side?

 

Nir Perry

Well, maybe going back a couple of steps. The insurtech market has changed in the last 10 years quite drastically. In 2016 and 2017, we saw a huge wave of insurtech starting, both enablers and disruptors.

And around 2022, 2023, together in general with the end of the cycle of investments into startups, you know, valuations went down and investments went down altogether. The M&A went down and the interest rates went up, which obviously impacted everything. You have a lot of businesses who basically either pivoted or moved to do something else.

And so you have today much less insurtech than you had maybe three or four years ago. But still, there is a lot of innovation coming out, enough innovation. I think before there may be maybe we had too much innovation coming into the market, which was not normal.

But I think that you’re going to continue to see companies like Cyberight continue to enable carriers and continue to enable brokers to provide better services, to get better risk analysis, and to be able to predict claims and catastrophes using data-driven solutions that are utilizing AI, both the LLM side and the quantitative AI using machine learning and other algorithms to get lower loss ratios, to be more profitable. And by doing so, by the way, they’re able to provide lower prices to insurers that are eventually, you know, getting a better service and a better price and making you as a carrier and as a broker more competitive.

And so the digitalization of this whole ecosystem is definitely something that is working for the benefit of everyone. It’s funny, you know, I saw an article about maybe a couple of years back, they were talking about the new dashboards in cars, when you see the BMWs and the Audis, et cetera, you see everything is digital. And we’re like, wow, you know, this is really beautiful.

But it’s not the reason they did it. Apparently it saves them millions of millions of dollars to move to digital dashboards because they don’t have to order each and every one of the parts you know, for the speedometer and for those types of parts. And so instead of having 60, 70 parts for a dashboard that they had to have before, today you just buy an LCD screen and they install it and you have a dashboard.

And it’s all being managed by one chip, which is much cheaper today than it used to be before. And so this type of digitalization is saving money for people. It’s giving better experience for the user.

Everybody’s happier, aside potentially from the guy who used to manufacture those extra parts for the dashboard.

 

Benjamin Zühr

Very nice picture.

 

Nir Perry

So it’s happening across the board, not only in insurance, of course, but everywhere.

Hartmut Mai

Very good. I think we actually close on this very positive note that the real luxury products, and this is not just in watches, it might be actually on dashboards and insurance in future as well, are in fact the analog products rather than the digital products. So it was a pleasure having you here.

So it was very insightful talk. Benny, thank you very much for co-hosting this session as well. To all the listeners to us, please don’t forget to give us a review and maybe like this podcast session as well. So all the best to you.

Nir Perry

Neil, thank you again. Thank you for having me, Benjamin. Thank you very much and have a great afternoon.

Benjamin Zühr

Thank you a lot.

 

Der Podcast „Industrieversicherung Digital“ ist eine Initiative für den offenen Austausch über die Digitalisierung von Industrie- und Gewerbeversicherung: Versicherer, Makler, Kunden und IT im direkten Dialog.

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Stephan Dorner, risk on mind: Risikomanagement in der Industrie – ID #83 https://industrieversicherung.digital/stephan-dorner-risk-on-mind-risikomanagement-in-der-industrie-id-83/ Mon, 13 Jan 2025 07:57:22 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23721 Wir sprechen mit Stephan Dorner, CEO von risk on mind, über Risikomanagement in der Industrie, die Bedeutung der Digitalisierung für dieses Thema und die risk on mind-Lösung rismo.

Im Gespräch: Stephan Dorner, Ansgar Knipschild.
Länge: 27 Minuten.

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ID#83

13.01.2025

Stephan Dorner, risk on mind: Risikomanagement in der Industrie – ID #83

Wir sprechen mit Stephan Dorner, CEO von risk on mind, über Risikomanagement in der Industrie, die Bedeutung der Digitalisierung für dieses Thema und die risk on mind-Lösung rismo.

Im Gespräch: Stephan Dorner, Ansgar Knipschild
Länge: 27 Minuten

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Thomas Droberg, Marsh: Blue:i – Data driven decisions für Cyber-Risiken – ID #82 https://industrieversicherung.digital/thomas-droberg-marsh-bluei-data-driven-decisions-fuer-cyber-risiken-id-82/ Mon, 18 Nov 2024 06:36:21 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23712 Wir diskutieren mit Thomas Droberg (Head of Cyber Insurance, Marsh) über die Auswirkungen der Digitalisierung im Cybermarkt, digitale Prozesse in der Industrieversicherung und die Marsh-Plattform Blue:i.

Im Gespräch: Thomas Droberg, Hartmut Mai, Ansgar Knipschild
Länge: 37 Minuten

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ID#82

18.11.2024

Thomas Droberg, Marsh: Blue:i – Data driven decisions für Cyber-Risiken – ID #82

Wir diskutieren mit Thomas Droberg (Head of Cyber Insurance, Marsh) über die Auswirkungen der Digitalisierung im Cybermarkt, digitale Prozesse in der Industrieversicherung und die Marsh-Plattform Blue:i.

Im Gespräch: Thomas Droberg, Hartmut Mai, Ansgar Knipschild
Länge: 37 Minuten

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AI im Unternehmenseinsatz, KW 39: Wirtschaftlichkeit von AI-Projekten – ID#81 https://industrieversicherung.digital/ai-im-unternehmenseinsatz-kw-39-wirtschaftlichkeit-von-ai-projekten-id81/ Tue, 29 Oct 2024 10:56:39 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23530 Dies ist die vierte Folge unserer neuen Serie zum Thema AI im Unternehmenseinsatz.
Unser heutiges Schwerpunktthema dreht sich um die Wirtschaftlichkeit von AI-Projekten. Auslöser ist ein Artikel im Handelsblatt: "Raus aus der KI Pilotprojekt-Falle."

Im Gespräch: Jan Jikeli, Ansgar Knipschild
Länge: 29 Minuten

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ID#81

29.10.2024

AI im Unternehmenseinsatz, KW 39: Wirtschaftlichkeit von AI-Projekten – ID#81

Dies ist die vierte Folge unserer neuen Serie zum Thema AI im Unternehmenseinsatz.

Unser heutiges Schwerpunktthema dreht sich um die Wirtschaftlichkeit von AI-Projekten. Auslöser ist ein Artikel im Handelsblatt: „Raus aus der KI Pilotprojekt-Falle.“

Im Gespräch: Jan Jikeli, Ansgar Knipschild
Länge: 29 Minuten

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AI im Unternehmenseinsatz, KW 36: Gestoppte AI-Projekte, Stopp für KI-Modelle in EU, Bewerbungsflut durch KI – ID#80 https://industrieversicherung.digital/ai-im-unternehmenseinsatz-kw-36-gestoppte-ai-projekte-stopp-fuer-ki-modelle-in-eu-bewerbungsflut-durch-ki-id80/ Tue, 10 Sep 2024 06:22:48 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23486 In dieser Folge: Marktforscher: Viele Unternehmen werden Projekte mit generativer KI einstampfen, Berliner Startup Oxolo stoppt Produkt, Meta und Apple ziehen KI-Modelle aus der EU zurück, Recruiter gehen in einer Flut von KI-generierten Bewerbungen unter, LongWriter LLM
Schwerpunktthema: Wirtschaftliche Herausforderungen beim Einsatz von KI: "Feuchte KI-Träume - Aleph Alpha ist nicht das Problem"

Im Gespräch: Jan Jikeli, Ansgar Knipschild
Länge: 31 Minuten

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ID#80

10.09.2024

AI im Unternehmenseinsatz, KW 36: Gestoppte AI-Projekte, Stopp für KI-Modelle in EU, Bewerbungsflut durch KI – ID#80

Dritte Folge unserer neuen Serie zum Thema AI im Unternehmenseinsatz. Wir wollen hier aktuelle News und auch jeweils ein Schwerpunktthema behandeln.

In dieser Folge: Marktforscher: Viele Unternehmen werden Projekte mit generativer KI einstampfen, Berliner Startup Oxolo stoppt Produkt, Meta und Apple ziehen KI-Modelle aus der EU zurück, Recruiter gehen in einer Flut von KI-generierten Bewerbungen unter, LongWriter LLM
Schwerpunktthema: Wirtschaftliche Herausforderungen beim Einsatz von KI „Feuchte KI-Träume – Aleph Alpha ist nicht das Problem“

Im Gespräch: Jan Jikeli, Ansgar Knipschild
Länge: 31 Minuten

Links zu den News:

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Live vom GVNW Symposium 2024: Panel „Digitale Industrieversicherung inkl. Impulsvortrag RD-X“ – ID#79 https://industrieversicherung.digital/live-gvnw-symposium-2024-panel-digitale-industrieversicherung-inkl-impulsvortrag-rd-x-id79/ Fri, 06 Sep 2024 13:50:50 +0000 https://industrieversicherung.digital/?p=23481 Spannende Einblicke und Diskussion rund um die RD-X initiative des GVNW, einer neutralen, unabhängigen Risikodaten-Plattform, live aus dem Auditorium des GVNW Symposiums 2024.
Eingeleitet von Patrick Fiedler, Vorstandsvorsitzender GVNW und moderiert von Hartmut Mai, Cyberwrite, sind Diskutierende des Panels: Mark Kirchhofer, Synpulse Schweiz / Jens Florian-Jansen, Marsh / Michael Rüsch, Swiss Re Corporate Solutions / Dirk Höring, HDI Global SE / Stefan Sowietzki, WTW / Antje Beck, Mahle International.

Länge: 50 Minuten

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ID#79

06.09.2024

Live vom GVNW Symposium 2024: Panel „Digitale Industrieversicherung inkl. Impulsvortrag RD-X – ID#79

Spannende Einblicke und Diskussion rund um die RD-X initiative des GVNW, einer neutralen, unabhängigen Risikodaten-Plattform, live aus dem Auditorium des GVNW Symposiums 2024. Eingeleitet von Patrick Fiedler, Vorstandsvorsitzender GVNW und moderiert von Hartmut Mai, Cyberwrite, sind Diskutierende des Panels: Mark Kirchhofer, Synpulse Schweiz / Jens Florian-Jansen, Marsh / Michael Rüsch, Swiss Re Corporate Solutions / Dirk Höring, HDI Global SE / Stefan Sowietzki, WTW / Antje Beck, Mahle International.

Im Gespräch: Mark Kirchhofer, Jens Florian-Jansen, Michael Rüsch, Dirk Höring, Stefan Sowietzki, Antje Beck, Patrick Fiedler
Länge: 50 Minuten

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